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Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere…
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Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen (edition 2012)

by Manfred Spitzer

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Member:Wassilissa
Title:Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen
Authors:Manfred Spitzer
Info:Droemer (2012), Gebundene Ausgabe, 368 Seiten
Collections:2012, Your library
Rating:***1/2
Tags:Dezember 2012

Work details

Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen by Manfred Spitzer

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Der Autor stellt hier anhand von vielen Studien dar, wie schädlich digitale Medien sind, angefangen vom Fernsehen bis hin zum Smartphone.
Das ist in vielen Punkten sehr interessant und nachvollziehbar, daher auch die hohe Punktzahl. Natürlich hinken die Studien der Realität immer hinterher, es entwickelt sich einfach alles viel schneller, als wissenschaftliche Studien mit ihren langen Vorlauf- und Nachbereitungsphasen das überhaupt erfassen können. Dennoch gelingt dem Autor eine interessante und beeindruckende Auswahl an Fakten, die einen ratlos zurücklässt.
Denn was Spitzer an Lösungsvorschlägen präsentieren kann, ist dann doch wenig. Es kann ja auch nicht viel getan werden, wenn bereits in den Familien digitale Medien für Kleinstkinder präsent sind und die Faszination sozialer Netzwerke so groß ist. Jeder muss da bei sich selbst und der eigenen Familie anfangen.
Im letzten Drittel bringt das Buch daher nicht mehr viel Neues. Spitzers immer wieder anklingende (und mir auch aus anderen Büchern und Vorträgen bekannte) Eitelkeit stört mich zudem.
Insgesamt aber habe ich das Buch gern gelesen. Neben dem Hautthema fand ich auch viele interessante Befunde zu anderen Themen, etwa zu Stress, Ernährung. ( )
1 vote Wassilissa | Dec 30, 2012 |
Was der Hochschullehrer Dirk Frank über Spitzers "reduktionistische Argumentationsweise" , dass "Fernsehen dick, dumm und gewalttätig macht" sagt, trifft auch auf die neueste Publikation Spitzers zu, nämlich: "Spitzers massenmedial zugespitzte These fällt selber dem Prinzip anheim, das sie zu kritisieren vorgibt: nämlich einer oberflächlichen und vorurteilsgeleiteten Medienbetrachtung." (vgl. Wikipedia, Stand: 19.08.2012).
Um zu verhindern, dass ich hier gleich in den Topf der "Technophilen", der von der digitalen Lobby korrumpierten Experten oder gar der zerstreuten Professoren (alles Gruppen, die Spitzer gerne kritisiert) geworfen werde, sei gesagt, dass digitale Medien natürlich per se nicht gut sind. Natürlich kommt es darauf an, was man mit ihnen macht, erst recht, wenn man sie in Kinderhände legt. Dass digitale Medien aber per se schlecht sind (wie Spitzer behauptet) stimmt ebenso wenig. Spitzers Argumentationen klingen über weite Strecken verkürzt und propagandistisch, zudem wird er bisweilen richtig untergriffig (Wer seinen Kindern keine Grenzen setzen kann, "der ist kein guter Vater und keine gute Mutter".). Computerspiele werden von Spitzer generell auf "Ballerspiele" reduziert, dazu kommt noch eine ziemlich ekelhafte Egozentrik. Etwa, wenn Spitzer den Amoklauf von Winnenden 2009 in unmittelbaren Bezug zu sogenannten Killerspielen bringt (was eigentlich nicht der Fall war) und dabei erklärt: "Als der Amokläufer hereinkam und um sich schoss, diskutierte man in der Klasse übrigens gerade mein Buch ´Vorsicht Bildschirm´".
Laut Spitzer sind digitale Medien das richtig Böse unserer Zeit. Nach seiner Meinung könne man Kinder und Jugendliche ausschließlich durch ein Verbot bzw. durch eine höhere Besteuerung der Internetnutzung vor den durch digitale Medien entstehenden Schäden (geringere Bildung, geringeres Einkommen, Sprachentwicklungs- und Aufmerksamkeitsstörungen, Schlafmangel oder Sucht) bewahren. Dass Kinder und Jugendliche - auch angeleitet von Pädagogen und Eltern - digitale Medien durchaus sinnvoll und gewinnbringend einsetzen können, stellt Spitzer ebenso in Abrede wie den Nutzen von Medienkompetenz.
Spitzer belegt seine Aussagen durch eine (zumindest für mit wissenschaftlichen Publikationen nicht so Vertrauten) beeindruckende Menge an zitierten Studien. Dass diese Studien teilweise aus den 1990er Jahren stammen und für Rückschlüsse auf die digitale Mediennutzung im Jahr 2012 herangezogen werden, erscheint wenig zeitgemäß. Überhaupt stellt sich die Frage, für wen dieses Buch geschrieben wurde. Um eine wissenschaftliche Publikation scheint es sich nicht zu handeln, diese hätte Spitzer wohl in dem von ihm häufig zitierten "Science" veröffentlicht (nach Durchlaufen eines entsprechenden Review-Prozesses, den Spitzer selbst für wissenschaftliche Publikationen einfordert). Außerdem enthält der Text eine enorme Anzahl an Ausrufungszeichen, was in der Wissenschaftssprache nicht gerade üblich ist.
Es liegt also der Schluss nahe, dass Spitzer eine populärwissenschaftliche Publikation intendiert hat. Ist das der Fall, dann ist der immer wiederkehrende Hinweis auf die Wissenschaftlichkeit der zitierten Studien fast nicht erträglich. Vor allem deshalb, weil es Spitzer mit seinem eigenen wissenschaftlichen Anspruch nicht allzu genau nimmt, und daher gemutmaßt werden kann, dass die mannigfaltigen Hinweise auf die Wissenschaftlichkeit vor allem dazu dienen, die eigenen Glaubwürdigkeit (bei einem wissenschaftlich weniger versierten Publikum) zu unterstreichen. Unter dieser Annahme erscheint die Publikation äußerst subjektiv (es wird einseitig argumentiert, was nicht gerade einer objektiven wissenschaftlichen Herangehensweise entspricht), tendenziell manipulativ und zudem ohne Lösungsansätze. Seiner eigenen Angst- und Panikmache vor den digitalen Medien setzt Spitzer am Ende des Buches nämlich Empfehlungen wie "Ernähren Sie sich gesund", "täglich eine halbe Stunde Bewegung" oder "helfen Sie anderen" entgegen. Zweifellos keine schlechten Ratschläge, es bleibt dabei aber die Frage offen, in welchem Kontext diese Ratschläge zu digitalen Medien stehen. Übrigens ist - zumindest für mich - auch noch ungeklärt, ob Spitzer digitale Demenz als Ursache von Demenz ansieht. Er stellt zwar immer wieder Zusammenhänge der beiden Begriffe her, ob eine negative Auswirkung der Nutzung digitaler Medien auf die Demenzwahrscheinlichkeit gegeben ist, lässt sich - als Spitzers subjektive Annahme - in mehreren Textstellen allerdings nur implizit vermuten.
Alles in allem ist es sehr schade, dass Spitzer das Thema digitale Medien ganz offensichtlich zu subjektiv färbt, um eine objektive, wissenschaftliche und durchaus kritische Diskussion der Auswirkungen digitaler Medien auf Kinder und Jugendliche zuzulassen (was ja wünschenswert wäre). Die Publikation garantiert aber vermutlich eines: ökonomischen Erfolg und damit etwas, was Spitzer an den Medien scharf kritisiert. ( )
  koanmi | Aug 19, 2012 |
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Wikipedia in English

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Book description
Haiku summary

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Digital media replace mental work. In the past we simply used our head: that is now done by computers, smart phones, PDAs and GPS. This poses huge dangers, says the renowned brain researcher Manfred Spitzer. The discussion of his research results are alarming: Digital media are addictive. They harm the body in the long term and especially the spirit...… (more)

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