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Stirb leise, mein Engel! by Andreas Götz
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Stirb leise, mein Engel!

by Andreas Götz

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Neben meiner Schwäche für schöne Buchumschläge, bin ich auch sehr anfällig für geschickt verwobene Worte. Stirb leise, mein Engel sprang mir wegen der Wortwahl ins Auge. Ein Titel der einerseits den Tod verspricht und andererseits auf unheimliche Weise zärtlich wirkt. Es ist das selbe Phänomen, mit dem auch Märchen oft spielen. Diese obskure Romantik eine Todes. Ein recht widersprüchlicher Titel also, der sehr gut den Inhalt von Stirb leise, mein Engel verpackt.

Der Roman startet aus Sicht von Tristan, dem Mörder, der gerade dabei ist seinen ersten Mord zu begehen. Zuerst dachte ich das wird der Versuch I am not a serial killer (Ich bin kein Serienkiller) zu kopieren, doch obwohl Tristan ziemlich soziopathisch ist, kommt er an die Psyche eines John Wayne Cleaver nicht heran. Gut also, dass sich der Autor für wechselnde Perspektiven entschieden hat und bei einem rein kriminalistischen Setting ohne übernatürliche Figuren bleibt.
Tristans Stimme wechselt sich außerdem mit dem allwissenden Erzähler ab, so dass man als Leser nie genau weiß, was in Tristan wirklich vorgeht und welche Geheimnisse er verbirgt. Der Autor scheint dabei recht gut zu wissen was seine Leser erwarten, denn er legt bewusst falsche Fährten aus, denen man hochnäsig folgt, nur um dann mit einer überraschenden Wendung konfrontiert zu werden. Dadurch entsteht eine nicht greifbare Form der Spannung. Die Geschehnisse selbst sind eigentlich nicht sehr aufregend, vielmehr ist man ein stiller Beobachter von Begebenheiten, die stattfinden müssen. Da es aber schwierig ist abzuschätzen welche der eigenen Schlüsse richtig sind und welche falsch, entsteht eine Neugier, die es schwer macht das Buch aus der Hand zu legen.

Es gibt viele kleine Nebenhandlungen, die auch die übrigen Charaktere lebendig machen. Saschas Umgang mit dem kürzlich verstorbenen Vater etwa oder das fürsorgliche Verhältnis zu seiner Mutter, der er meist das Essen zubereitet, wenn sie von der Arbeit kommt. Sascha ist eher ein stiller vorsichtiger Jugendlicher, dessen frische Wunden ihn vielleicht etwas schneller haben altern lassen, als das mit seinen sechzehn Jahren sonst der Fall gewesen wäre. Ihm gegenüber gestellt ist die schlagfertige Joy, die mit ihrer Mutter nebenan einzieht. Joy ist ohne Vater aufgewachsen und offenbar daran gewöhnt die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ob Löcher bohren oder das Fahrrad reparieren, für die exotische Joy ist das nichts ungewöhnliches. Diese beiden sind es nun die versuchen herauszufinden, wie die Jugendlichen tatsächlich den Tod fanden. Dass sie bald selbst in die Schusslinie geraten, versteht sich von selbst.

Insgesamt ist Stirb leise, mein Engel kein Buch das ich in den Himmel loben könnte und der Titel verspricht ein bisschen mehr, als es liefert. Der besondere Funke ist also leider nicht zu mir über gesprungen, vielleicht liegt es auch daran, dass das Cover an Simon Becketts David Hunter Reihe erinnert und einen mehr Thriller erwarten lässt. Aber das Buch bietet eine gute und solide Unterhaltung mit glaubhaften Charakteren und überraschenden Wendungen. Nur gelegentlich wirkt die Jugendsprache ein wenig zu bemüht, das kann man aber verschmerzen. ( )
  SamJehanzeb | Jan 12, 2017 |
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