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Du bist Dein Schicksal: Zur Philosophie von Lebensweg und Charakter

by Bernd Schuppener

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In diesem Buch stellt Bernd Schuppener eine interessante Theorie auf: Jeder Mensch ruft selbst die Ereignisse herbei, die ihm in seinem Leben begegnen. Sie resultieren aus den angeborenen Eigenschaften, beziehungsweise aus frühkindlichen Erfahrungen des Menschen. Diese tief verwurzelten Muster lassen ihn immer wieder bestimmte Situationen oder Konstellationen hervorrufen. Da den meisten Menschen dieser Vorgang nicht bewusst ist, neigen sie dazu, die Schuld an schlechten Erfahrungen jemand anderem zuzuschieben, anstatt selbst dafür die Verantwortung zu übernehmen. Diese sogenannte Projektion kommt sehr häufig vor. Der Autor ruft dazu auf, sich selbst besser kennenzulernen und zu reflektieren, wo die eigenen Wünsche, Sehnsüchte und Bedürfnisse liegen. Je besser man sich selbst kennt, desto weniger hat man es nötig, die Schuld an Misserfolgen auf jemand anderen zu projizieren. Zur Untermauerung seiner These beruft sich der Autor auf vier bekannte Persönlichkeiten, die er „freie Geister“ nennt: J. W. v. Goethe, Arthur Schopenhauer, C. G. Jung und Thomas Mann. Diese vier vertraten die Anschauung, dass jeder Mensch sein Leben nach dem, was in seinem Wesen angelegt ist, gestaltet. Der Autor belegt dies mit Hilfe eines interessanten Einblicks in die Gedankenwelt der vier „freien Geister“. Mehrfach betont er die Bedeutung von Selbsterkenntnis und Verantwortung für das eigene Handeln: Dies seien geradezu befreiende Akte. In der Tat erfährt man mit Sicherheit ein Aha-Erlebnis, sobald man verstanden hat, welches Muster dahinter steckt, wenn man immer und immer wieder in dieselbe oder ähnliche Situation kommt. Jedoch ist es für viele bestimmt ein schwieriger Schritt, überhaupt so weit zu kommen und von den hartnäckigen, weit verbreiteten Schuld-Projektionen abzulassen. Tatsächlich wäre im zwischenmenschlichen Zusammenleben vieles einfacher, wenn mehr Menschen dahin kämen. Der Autor erwähnt, dass von Projektionen nicht nur Einzelpersonen, sondern ganze Gruppen betroffen sein können. Bei der Lektüre bekommt man Zweifel, ob es tatsächlich wahr sein kann, dass der Mensch alles, was ihm widerfährt, selbst herbeiruft? Gilt dies zum Beispiel auch für Terror oder Seuchen? Schwer vorstellbar. Ab welcher Entwicklungsstufe begann der Mensch damit, sein Leben auf die vorgestellte Weise unbewusst selbst zu gestalten? Geschieht bei Tieren Ähnliches? Diese Fragen bleiben leider unbeantwortet.
Interessant ist der Exkurs des Autors über das Finden von Sinn in Ereignissen, die dem Menschen begegnen: Obwohl sie kausal nichts mit ihm zu tun haben müssen, scheinen sie zu ihm zu passen. Der Autor führt hier den Begriff der Gleichzeitigkeit ein. Der Mensch „pflückt“ unbewusst aus den unzähligen, gleichzeitig ablaufenden Ereignissen diejenigen heraus, die ihm entsprechen, und gestaltet auf diese Weise sein Leben. Es gilt nun, in diesem Geflecht aus ineinander verwobenen Strängen einen Sinn zu entdecken, wofür ein gewisses Maß an Selbstreflexion nötig ist. „Du bist dein Schicksal“ ist ein intellektuell anspruchsvolles Buch, das nicht ganz einfach zu verstehen ist, wenn man über keine oder nur wenige philosophische Grundlagen verfügt. Auch erregt die beschriebene Theorie Widerspruch, so bestechend sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Ist es tatsächlich so, dass wir alles ganz und gar selbst aus unserem Inneren heraus bewirken? Oder handelt es sich nicht doch um einen Prozess, bei welchem sich unser Inneres und eine Komponente im Außen entgegenkommen? Dies bleibt offen. ( )
1 vote buchstabendompteurin | Nov 6, 2014 |
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