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Kettenhund. Shadowrun Roman by Alexander…
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Kettenhund. Shadowrun Roman

by Alexander Wichert

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Zwei russische Soldaten und eine Gruppe deutscher Söldner begleiten einen Geheimtransport nach Sibirien und belauern sich dabei gegenseitig. Sieht der Ork auf dem Cover aus wie Dolph Lundgren oder leide ich unter Verfolgungswahn?

Das Buch folgt keiner Slash-Ästhetik, wie ich sie definieren würde. Wir reden hier von Orks, Orks! Okay? Und es geht nicht um die Beziehung zweier Charaktere sondern nur um die Gefühlswelt eines Charakters; dabei ist der m/m-Teil nur Nebensache.

Und der Rest? Nun, "Kettenhund" ist ein Shadowrun-Roman, spielt also in einem RPG-Universum. Vorkenntnisse sind zum Glück nicht notwendig. Hauptfigur und Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Mischko, ein sibirischer Ork, der von seinem Stamm an die russische Armee verkauft wurde. Die emotionale Wucht hinter dem Charakter ist enorm. Im Prinzip lebt das Buch von Mischkos innerem Befreiungsschlag und der Weite der sibirischen Steppe. Oder wie jemand anderes zu dem Roman meinte, die Stärke liegt in den Charakteren und in der Atmosphäre.

Mischko sind seine Ketten ins Fleisch gewachsen und was für Ketten das sind, erfährt man erst nach und nach. Oft durch die Augen der anderen Charaktere, die nicht begreifen, was sie da sehen. Wenn Nikita, der zweite Ork russische Soldat, z.B. bei einer unerwarteten Berührung durch Mischko eingeschüchtert zurückzuckt, nimmt der Erzähler das nur am Rande wahr. Der Leser kann sich jedoch ausmalen, was zwischen den Zeilen passiert, wenn die beiden einmal kurz zusammen verschwinden. Und wenn Mischko meint, gut mit Nikita zusammenarbeiten zu können, weil er ihn selber trainiert habe, fügt sich das Ganze schon zu einem sehr deutlichen Bild, ohne dass irgendetwas ausgesprochen worden wäre. Die Story enthält keinen expliziten Sex, viel wird nur angedeutet, aber die Szene vor der Vergewaltigung, von der man weiß, dass sie Mischko passiert ist, ist eine meiner Lieblingsszenen, weil sie so klasse getimed ist.

Die größte Schwäche ist leider, dass der Plot auf der Strecke bleibt. Im letzten Drittel fällt er in sich zusammen wie ein Soufflé, und mit Erreichen des Abschlusses von Mischkos innerer Entwicklung wird der äußere Handlungsstrang spontan ganz abgesägt. Man erfährt lediglich aus dem Epilog, wie es ausgegangen ist. Wer ein wenig Plot um seine Charaktere herum braucht, wird damit nicht glücklich. Außerdem ist das Buch an sich schon sehr kurz, so dass dies ziemlich negativ ins Gewicht fällt. Zumindest gibt es ein Happy End. Was mir gut gefallen hat, ist die Sprache. Einfache Wortwahl und Beschreibungen, die den Text mit einer bestimmten Stimmung aufladen, von der man zunächst gar nicht merkt, wie sehr sie das Seelenleben des Hauptcharakters wiedergibt. Nicht zu unterschätzen ist auch der sprachliche Drahtseilakt, was die Kommunikation angeht. Die Russen reden untereinander russisch, ohne dass die Deutschen sie verstehen; die Deutschen reden miteinander deutsch und glauben, die Russen würden sie nicht verstehen, und miteinander reden die Russen und die Deutschen englisch. Geschrieben ist alles auf Deutsch, aber man hat trotzdem nie auch nur die geringsten Zweifel, wer gerade mit wem in welcher Sprache redet.

Zum Schluss muss ich noch zugeben, dass ich hier eindeutig lokalpatriotisch gefärbt bin. Wenn vom Ruhrsprawl die Rede ist, irgendeine Oberhausener Kampfbahn im Zusammenhang mit Überlebenstraining genannt wird und die Charaktere nach gegen die Wand gefahrener Mission in der Essener Innenstadt einen Latte schlürfen, dann muss einem das Herz doch höher schlagen. ;)

"Kettenhund" ist nicht sexy oder gar erotisch, drückt emotional aber die richtigen Knöpfchen; hat kaum Plot, aber die Charaktere, die einen das vergessen lassen können. Fazit: Ansichtssache. ( )
  slash | Nov 16, 2006 |
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