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Loading... The Twenty-Seventh Cityby Jonathan Franzen
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Amazon.com Product Description (ISBN 0312420145, Paperback)St. Louis, Missouri, is a quietly dying river city until it hires a new police chief: a charismatic young woman from Bombay, India, named S. Jammu. No sooner has Jammu been installed, though, than the city's leading citizens become embroiled in an all-pervasive political conspiracy. A classic of contemporary fiction, The Twenty-Seventh City shows us an ordinary metropolis turned inside out, and the American Dream unraveling into terror and dark comedy. (retrieved from Amazon Fri, 24 Apr 2009 07:58:23 -0400) The first test round has been closed. Visit the Open Shelves Classification group for details. |
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Franzen bewegt sich mit seiner vagen, auf Effekte bedachten Charakterzeichnung im stilistischen Fahrwasser eines Drehbuchs, genauer gesagt mancher Filme des Neuen Hollywood, die sich um analytische Härte, "soziale Themen" bemühen, ohne sich wahrhaft für diese Themen zu interessieren.
So bleibt es in der "27. Stadt" bei der wirkungsvoll schroffen Konstruktion der Handlungsebenen, beim Zusammenfügen verschiedener Lebenslinien, ohne daß je eine Figur des Romans mehr würde als eben eine Figur.
Dies vermag durchaus Spannung zu erzeugen, ja mitunter wird der Roman durchaus unterhaltsam, doch der Erzähler Franzen blickt mit einer solch abgebrühten Ahnungslosigkeit auf seine Erfindungen, daß die Lektüre zur reinen Achterbahn gerät. Spannung rauf, Spannung runter. Die Überraschungen sind denkbar plump gesetzt, ein Plot Point jagt den nächsten, und sobald eine Figur dem Autor Franzen allzu kompliziert wird, ihr weiteres Schicksal allzu unauflösbar erscheint, läßt er sie einfach sterben. Das ist zynisch und nicht einmal eines schlechteren Hollywoodschinkens würdig.
So geht Franzen in diesem Roman der Apathie und Gleichgültigkeit, die er gleichsam als untergründig wirkende Bremse der Protagonisten geißelt, selbst auf den Leim.
Ein enttäuschendes, ärgerliches Buch.
(Die Übersetzung von Heinz Müller tut ein Übriges; immer wieder schleichen sich ungeschickte Amerikanismen in das sperrige Deutsch. Lesen denn die Lektoren von Rowohlt solche Übersetzungen nicht quer? Schleierhaft.)