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Loading... Kritik der mörderischen Vernunft (edition 2009)by Jens Johler, Jens Johler (Author)
Das Buch ist spannend aufgebaut, die Erzählstruktur mit regelmäßigen Perspektivwechseln einem Thriller angemessen und die Sprache einfach und verständlich. Der ganze Roman dreht sich hintergründig um die Frage, wie weit Wissenschaft eigentlich gehen darf, und wie weit diejenigen gehen dürfen, die sich gegen einen Missbrauch der Wissenschaft zu Wehr setzen. Im Grunde eine Art moderner Frankenstein, nur vor aktuellem Hintergrund! Mir hat das Buch trotz erzählerischer Schwächen (manchmal zu konstruiert wirkende Dialoge und Detailerklärungen, die man auch hätte weglassen können, bspw. ein hochfahrendes Windows genau zu beschreiben...) äußerst gut gefallen, die Thematik ist für uns alle relevant, und durch den gut gebauten Spannungsbogen kann man gar nicht anders, als das Buch schnell zu lesen. In das Buch wird gleich mit einem brutalen Mord an einem Wissenschaftler eingestiegen. Der Journalist Troller wird von dem Mörder, der sich selbst Kant nennt, kontaktiert. Während Troller mit einer anderen Journalistin versucht Kant zu stoppen, begeht dieser weiterhin bestialische Morde. Immer wieder wird Fachwissen zu Hirnforschungen und dem Philosophen Kant, von dem der Mörder seinen Decknamen hat, eingestreut. Dabei merkt man auch, dass der Autor ein gewisses Hintergrundwissen besitzt. Doch niemals werden die Informationen langweilig oder gar überflüssig. Die Spannung steigt durch das ständige Handeln von Kant, der mit dem Morden nie eine Pause macht, kontinuierlich und reißt nie ab. Die Erzählperspektiven wechseln sich ab, doch nach einiger Zeit greifen sie immer mehr ineinander über und der Leser begreift, dass hier alles miteinander zusammenhängt. Das Thema Moral in der Wissenschaft wird öfter aufgegriffen und einige interessante Denkanstöße werden gegeben. 'Kritik der mörderischen Vernunft' ist ein anspruchsvoller, beängstigend realistischer Thriller, der sowohl Philosophie- als auch Wissenschaftselemente enthält. |
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Immer wieder wird Fachwissen zu Hirnforschungen und dem Philosophen Kant, von dem der Mörder seinen Decknamen hat, eingestreut. Dabei merkt man auch, dass der Autor ein gewisses Hintergrundwissen besitzt. Doch niemals werden die Informationen langweilig oder gar überflüssig.
Die Spannung steigt durch das ständige Handeln von Kant, der mit dem Morden nie eine Pause macht, kontinuierlich und reißt nie ab. Die Erzählperspektiven wechseln sich ab, doch nach einiger Zeit greifen sie immer mehr ineinander über und der Leser begreift, dass hier alles miteinander zusammenhängt.
Das Thema Moral in der Wissenschaft wird öfter aufgegriffen und einige interessante Denkanstöße werden gegeben.
'Kritik der mörderischen Vernunft' ist ein anspruchsvoller, beängstigend realistischer Thriller, der sowohl Philosophie- als auch Wissenschaftselemente enthält.