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Charlotte

by David Foenkinos

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2862291,992 (4.13)6
"Charlotte tells the story of artist Charlotte Salomon--born in pre-World War II Berlin to a Jewish family traumatized by suicide. Obsessed with art, and with living, Charlotte attended school in Germany until it was too dangerous to remain, fled to France, and was interned in a bleak work camp from which she narrowly escaped. Newly free, she spent two years in almost total solitude, creating a series of autobiographical art--images, words, even musical scores--that together tell her life story. A pregnant Charlotte was killed in Auschwitz at the age of 26, but not before she entrusted her life's work to a friend, who kept it safe until peacetime..."--Jacket flap.… (more)
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La nostra religione, la nostra morale e la nostra filosofia sono forme di decadenza dell’uomo.
Il contro movimento: l’arte
Nietzsche

Spesso si ha l’impressione che Foenkinos non riesca ad afferrare cio’ che vuole mettere in parole.
E’ chiaro, non tutto e’ afferrabile.

Raccontato con piccole frasi:
‘Non vedevo l’ora di andare a capo per respirare.’ (pag. 64)
Forse pennellate su una tela?

Chi non riesce a dare un senso alla propria esistenza, deve sforzarsi di allontanare la disperazione causata dal proprio destino.
Kafka (pag. 5)

Puo’ dire di sentirsi un’artista?
Artista.
Charlotte ripete quella parola.
Senza essere in grado di definirla.
Ma che importa?
Non sempre le parole hanno bisogno di una spiegazione.
Lasciamo che si fermino al limitare di una sensazione.
Che vaghino senza logica in uno spazio indistinto.
E’ proprio questo il privilegio degli artisti: vivere nel caos.
(pag. 82-3)

Bisogna arrivare ai limiti della sopportazione?
Per iniziare a considerare l’arte come unica possibilita’ di vita?
(pag. 158)
( )
  NewLibrary78 | Jul 22, 2023 |
Incredible. ( )
  mjhunt | Jan 22, 2021 |
Zerreißende Schwere in begrenzten Worten


Grundgedanken & Prota

Öffnet man diese als Roman verschriene Zeitreise, werden zuerst die außergewöhnliche Anordnung der Zeilen und die vielen nur zur Hälfte gefüllten Seiten ins Auge fallen. Man ist versucht, das Buch noch einmal zu schließen und nachzusehen, ob man es wirklich mit einer Prosa und nicht etwa einem Gedichtband zu tun hat, da auch viele der Seiten mit Zeilenlücken gefüllt sind, die diesen ersten Eindruck unterstreichen.

Doch es lässt sich an dieser Stelle beruhigen: es handelt sich um kein Werk der Lyrik und gleichzeitig besitzt es doch so viele Anlagen, wenn man einmal von fehlenden Reimen absieht. Es ist beispielsweise in einzelnen Sätzen geschrieben — also Vers-ähnlichen Charakter haben —, die sich in einigen Momenten aufeinander beziehen, ansonsten aber mit einer Freiheit ausgestattet sind, wie sie sich von den Figuren dieses Romans oftmals nur erwünscht oder mit Gewalt beschaffen wird.

Die Geschichte, die in diesem Roman erzählt wird, ist die einer vielversprechenden jungen Malerin, deren Leben durch ein Asteroidenhagel an Schicksalsschlägen ihrer Unschuld beraubt wird. Es ist ein Leben in Zeiten des Aufstiegs und der Ausbreitung der Nationalsozialisten, es ist ein Leiden in unmenschlicher Höhe und ein Kampf um die Möglichkeit des Überlebens.

Dies alles erlebte Charlotte Salomon, um die es in diesem Roman geht, und die trotzdem nur indirekt eine Stimme erhält. Der eigentliche Protagonist ist der Autor des Romans selbst, der sich immer wieder sogar in die Geschichte einschaltet, sie unterbricht und davon erzählt, wie er Elemente der Handlung zusammensucht und auf den Spuren der längst verstorbenen, hochbegabten Künstlerin ist. Charlotte und ihre Familie lässt er in Situationen aufleben, in denen er agiert, als sei er in Form eines auktorialen Erzählers selbst dabei gewesen.

Charlotte und ihre Familie kommen daher nur durch die teil-fiktiven Gedankenkonstrukte des Autors Foenkinos zur Geltung, dessen Faszination von dieser Geschichte deutlich spürbar ist. Im Grunde ist dies also ein Roman eines Bewunderers einer Künstlerin, dessen Detailgrad an Einfallsreichtum beinahe eine Obsession vermuten lässt, und Leser bekommen durch seine Vision den Eindruck eines menschlichen Lebens, das sich in einer sich verdüsternden Welt nach etwas Licht sehnte.


Struktur & Fokus

Dieses Werk ist in drei Ebenen strukturiert: zum einen werden die Hintergrundgeschichten einzelner Figuren präsentiert, die für den Roman und Charlottes Leben eine Rolle spielen, während, zum anderen, die Geschehnisse innerhalb der Familie im Präsens gehalten werden. Es soll wirken, als würden diese Dinge gerade in diesem Augenblick geschehen und man sei als Leser ebenso dabei, wie es der Autor als auktorialer Erzähler zu sein vorgibt. Die dritte Ebene ist ebenfalls im Präsens gehalten und stellt sich als Unterbrechungen der Handlung der 1920er bis 1940er dar, um die Gegenwart des Autors in den 2000er Jahren zu zeigen, in denen er schildert, wie er die Stationen von Charlottes Leben besucht. Man wird bei dieser Zeitreise daher nicht nur auf den Weg in die NS-Zeit, sondern auch der Zeit der Entstehung des Romans mitgenommen.

Den Fokus des Romans festzulegen ist nur schwer möglich, da natürlich die Abhandlungen von Charlottes Leben den Mittelpunkt der Geschichte darstellen, gleichzeitig sind die Einschübe der Gegenwart des Autors ebenso stark präsent wie die Hintergründe der Figuren. Es ist ein Dreigestirn, das sich von Kapitel zu Kapitel um ein synergetisches Verschmelzen bemüht, jedoch dennoch stets wie drei voneinander getrennte Teile wirken. Oftmals kommt es vor, dass nur der Wechsel vom auktorialen zum Ich-Erzähler den Wechsel der Zeitebene markiert und erst nach einigen gelesen Zeilen ins Bewusstsein rückt.

Die Übergänge sind zwar durch Absätze getrennt, jedoch werden die auch innerhalb eines Handlungsstranges benutzt, um beispielsweise von einem zum nächsten Tag zu wechseln, sodass die Grenzen zwischen dieser Handlungshydra mehr schwammig als verschmelzend sind. Hier wären deutlichere Abgrenzungen hilfreicher gewesen, um Lesern eine Orientierung zu bieten. Man verläuft sich gerne einmal, da die visuelle Ausstattung des Romans eben jenes zulässt. Eine Erleichterung durch kursive Schrift, Trennlinien, größere Abstände oder andere Schriftarten zwischen einzelnen erzählerischen Ebenenhätten gut getan.


Sprache

Die Sprache dieses Romans muss in mehreren Etappen erschlossen werden: so ist es beispielsweise richtig, dass nur wenige der Sätze die Hälfte einer Zeile erreichen und jede Zeile mit einem Punkt endet. In noch weniger Fällen entsteht eine Verbindung zwischen dem vorherigen und dem folgenden Satz; meistens endet ein Satz ebenso wie der Gedanke auf inhaltlicher Ebene.
Man könnte dies als Telegrammstil bezeichnen, passend zur dargestellten Zeitebene, und als Versuch des Autors, einen möglichst authentischen Spracheindruck zu servieren. Dieser Gedanke hält sich solange aufrecht, bis der Autor selbst innerhalb des Romans diese außergewöhnliche Wahl der syntaktischen Ausarbeitung seiner Ergüsse erklärt und einen Grund vorgibt, den man als Leser Glauben schenken mag oder es für eine fadenscheinige Ausrede hält.

Diese Erklärung ändert jedoch nichts daran, dass es der Text, durch dieses abgehakten Sprachstils, versäumt, für einen standardmäßigen Lesefluss zu sorgen, da viele der Zeilenwechseln mit veränderten Thesen und Aussagen zur Geschichte oder den Gedanken der Protagonisten einhergehen. So kann sich innerhalb von drei oder vier Halbzeilen ein Unglück ereignen, nur damit in der Folgezeile ein völlig anderer Gedanke geäußert wird.

Durch diese Art der sprachlichen Gestaltung fordert der Roman seine Leser heraus, besonders aufmerksam zu lesen und sich immer wieder neu auf die dargestellten Situationen einzustellen. Hierdurch liest man bewusster, sodass die vielen Sätze, die teilweise lyrischen Charakter und damit eine Schwere besitzen, anstatt wie Nadelstiche eher wie Lanzentreffer wirken. Oftmals wird man versucht sein, das Lesen für einen Augenblick zu unterbrechen, da die Vielzahl der negativen Ereignisse und die Form der kraftvollen, scharfkantigen und klaren Formulierungen dafür sorgen werden, dass man sich nach Erholung sehnt.


Lesegefühl

Zu Beginn herrscht ein Gefühl der Unklarheit, da der Klappentext des Romans eine dreigliedrige Erzählstruktur nicht vermuten lässt. Daher dauert es einige Seiten, bis man sich wirklich in diesen Roman eingelebt hat und insbesondere die erste Erwähnung des Autors und seiner Suche sorgt für Verwirrung. Gleichermaßen befindet man sich auf einem süchtig-machenden Leidensweg, die messerscharfen Sätze zu lesen, die an einigen Stellen nahezu wie so konstruiert wirken, um möglichst viel Schaden im Leserherz anzurichten. Zu häufig stockt man mit dem Atem, erhält das Gefühl, man würde mit jeder Silbe einen Anker an die Hüfte gebunden bekommen und in ein allzu dunkles Loch hinabsinken.

Dieser Roman beschert kein Glück während des Lesens. Er lässt an der Menschlichkeit jener zweifeln, die sich für das Grauen verantwortlich zeichneten. Er löst Mitleid für die Figuren aus, die einerseits zwar wirklich existierten und andererseits nur Symbole für alle Schicksale sind, die vom Hass gefressen wurden.

Foenkinos gelingt es, eine Sympathie zur Familie Salomon zu vermitteln, die eine Auseinandersetzung mit ihren persönlichen Dramen nur schwerer und schmerzhafter macht. Man begleitet die Familie, insbesondere Charlotte, auf einer Reise, deren gewisses Ende vom Leser vermutet, aber mit einem stetigen Hoffen aufgefüllt wird. Letztendlich tobt so in Lesern ein Kampf zwischen der Angst vor dem schlimmstmöglichen Ende, dem Mitgefühls mit einer Familie, die kaum mehr Leid hätten erfahren können, und den inneren Verwundungen, die man durch die Sprache erhält.

Seite um Seite baut sich das Drama eines Menschenlebens vor den Augen des Lesers auf, während ein Gefühl der Hilflosigkeit sich die Hand mit dem bitteren Wunsch gibt, Charlotte und ihrer Familie Stabilität und Schutz geben zu wollen. Der Abgrund, der durch die vielen Arten des Chaos und der inneren wie familiären Zerstörung aufgerissen wird, besitzt eine verführerische Tiefe und nur zu gerne ertappt man sich emotional dabei, sich völlig in diesen Roman fallen zu lassen, die Geschehnisse aufzusaugen und mit Herzklopfen einer Geschichte zu folgen, die von Traurigkeit durchzogen ist. Lediglich die unnötigen Ausflüge in die Gegenwart des Autors reißen den Leser aus dem Strudel des Fallens und stören den ansonsten außerordentlichen Gesamteindruck.
www.svenhensel.de/blog ( )
  AutorSvenHensel | Dec 5, 2019 |
Charlotte: A Novel by David Foenkinos is a frightening tale based on a true story. Charlotte is a young woman during the second World War. She is Jewish and her family want to save her from the Germans. Her mother committed suicide. Her mother's sister committed suicide. An earlier female relative committed suicide. She escaped to her grandparents in the south of France to avoid the Germans. Her father and stepmother went to Holland. In the end Charlotte commits suicide as well. Not a happy story. ( )
  SigmundFraud | Dec 25, 2016 |
A beautiful, deceptively simple look at the life of the artist Charlotte Saloman, who was murdered by the Nazis. Highlighted are her childhood, passion for art and final work Life or Theatre. The author slips into the text:his attempts to find traces of Charlotte today, in Berlin and Nice, his passion for her art. ( )
  charl08 | Dec 25, 2016 |
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Author nameRoleType of authorWork?Status
Foenkinos, DavidAuthorprimary authorall editionsconfirmed
Øye, AgneteTranslatorsecondary authorsome editionsconfirmed
Kaas, MarianneTranslatorsecondary authorsome editionsconfirmed
Kolb, ChristianÜbersetzersecondary authorsome editionsconfirmed
Taylor, SamTranslatorsecondary authorsome editionsconfirmed

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Epigraph
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Celui qui, vivant, ne vient pas au bout de la vie, a besoin d'une main pour écarter un peu le désespoir que lui cause son destin.

Kafka,
Journal, 19 octobre 1921
Dedication
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/
First words
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Première partie

Charlotte a appris à lire son prénom sur une tombe.
[...]
Quotations
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"Plus rien ne compte que la peinture, c'est devenu une obsession".

"Les professeurs apprécient sa rigueur, son inventivité". "Avec un bonheur boulimique, elle se plonge dans le travail". "Dans sa famille, pas une femme n'a échappé à son destin morbide".
Last words
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Disambiguation notice
Publisher's editors
Blurbers
Original language
Canonical DDC/MDS
Canonical LCC

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Wikipedia in English

None

"Charlotte tells the story of artist Charlotte Salomon--born in pre-World War II Berlin to a Jewish family traumatized by suicide. Obsessed with art, and with living, Charlotte attended school in Germany until it was too dangerous to remain, fled to France, and was interned in a bleak work camp from which she narrowly escaped. Newly free, she spent two years in almost total solitude, creating a series of autobiographical art--images, words, even musical scores--that together tell her life story. A pregnant Charlotte was killed in Auschwitz at the age of 26, but not before she entrusted her life's work to a friend, who kept it safe until peacetime..."--Jacket flap.

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