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Den Wolf Umarmen (German Edition) by Rinser
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Den Wolf Umarmen (German Edition) (edition 1985)

by Rinser (Author)

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Die siebzigjährige Autorin versucht rückblickend ihre Lebensgeschichte, die fiktiven Figuren und Fabeln ihrer Dichtung zu deuten. Autobiographie auch hier als Selbstanalyse verstanden. (EB /EN)
Member:burhancimen
Title:Den Wolf Umarmen (German Edition)
Authors:Rinser (Author)
Info:Fischer Taschenbuch Verlag GmbH (1985)
Collections:Your library
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Tags:None

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Den Wolf umarmen by Luise Rinser

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Wer war ich als Kind? als Heranwachsende? als junge Frau? Was hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin – die fast 70zig-jährige zurückdenkend Schreibende ? Wer/was ist eigentlich das was ich sich nennt? Kann man es wissen, geschweige denn in Worten ausdrücken?

Ich greife einige ihrer Gedankan heraus:
Erinnerung an die Bücher von Ernst Jünger, die die 20-jährige zu verstehen versucht; später nennt sie Jünger nach Erich Fromm einen „Nekrophilen: Fasziniert vom Tod, vom Töten, vom Krieg, von der Macht, Lebendiges zu vernichten.“(16) Wagner wird später auch zu den Nekrophilen gezählt (92 - mit Recht, denke ich).
Ihre ersten Versuche zu schreiben, „Die Lilie“, das erste Buch: „Die gläsernen Ringe“: Wahrheit und Dichtung. Aber was ist die Wahrheit? Peter Suhrkamp: „du wirst bis an dein Lebensende schreiben“ (20/23)
Nicht Christentum, nicht Buddhismus, die alte chinesische Philosophie des Taoismus hilft ihr in schweren Zeiten: Widersprüche der Welt erweisen sich als notwendige Polaritäten: „... Leben ist nicht, wenn es nicht den Tod gibt, ...“ (30)
Die 17jährige schrieb: „Ich bin ein / Berg in Gott“. Die Autorin fragt: „Was wollte ich damit sagen? Ich weiß es nicht.“ (141) und die 16jährige: „Wenn ich von mir spreche, spreche ich von allem“ (143) „Der Gedanke der Sünden-Mystik hat mich immer beschäftigt“ --: später die Grund-Idee in „Daniela“ (143)
Sie findet dieHerkunft des Denkens in Platon, bei Amos Comenius die „Die Idee der Entsprechung von Makro- und Mikrokosmos“: „Ich sah die Harmonie der Welt“ (144), bei Nicolaus Cusanus --: coincidentia oppositionum (145):
„Das Universum als ein ungeheurer Wirbel von Licht und Schwärze, und das war Gott“
„Der Mensch, der homo religiosus“ (149)
Was die Eltern wollten: meinen Ungehorsam brechen, mein Andersein ... (160)
Und: (162):“Die ganze Erziehung ziehlte darauf, mich still gefügig zu machen ... immer um Verzeihung bitten zu müssen. Ich hatte Recht, mich zu wehren ...“
Und (168): es ist auch wahr, daß ich sie nicht „liebe Eltern“habe sein lassen; Goethe: Hermann und Dorothea
„Mein Gott kein Staatsanwalt, er ist Armenanwalt, er ist der Anwalt seiner selbst, denn wer ist er ohne uns, wer ist er, wenn nicht wir-und-er?“ (173)
„Für mich zählte nur die Spiegelwelt, die Innenwelt“(180)
Ihr „Geliebter“ vier Jahre lang jetzt „trocken analysiert“: ein Halber (212)
Wachstumsschmerzen (212 ff)
„Wann sonst als in der Jugend dürfen wir unbescheiden sein“ ... (222)
Armut: Verrottung, Kapitulation (236)
Aktion – Kontemplation : der Schriftsteller verbindet beides (240)
„ich fühle die Kraft der Erde in mich rinnen ...“ eins mit der Natur, dem Boden, der nackten Erde (259)
Musikalität als „Grundstimmung, eine Art zu sein. Der musikalische Mensch ist fließend und spontan (260)
Später ihrem Vater auf dessen Wunsch in der Dorfschule helfend, fern von der Musik: „ich habe doch solche Sehnsucht nach Musik“ (271)
Dachau – durch ein zufälliges Gespräch erfahren ihr Vater und sie, dass in Dachau politische Andersdenkende eingesperrt und gefoltert werden (319)
„Was hat der Vatican getan? ... Nichts hat er getan.“ (320)
„Was hätte ich tun können? Was hätten die Deutschen unter Hitler tun können, wenn das Ausland nicht hören wollte, was Flüchtlinge erzählten?“ (321)
Der Musiker Kaminski (328)
Gespräch mit Hesse in Briefen und Auseinandersetzung mit seinen Werken: „Der Morgen, das Morgen: Zukunft und Vergangenheit in der Gegenwart, nämlich im Inneren eines jeden Menschen“ (332-336)
Über den Maler Fritz Winter „unstillbares Heimweh nach Sibirien. ... Seine Bilder haben sibirische Farben: erdbraun, schneegrau, birkenweiß, norhimmelblau, krähenschwarz“ (344)
Zu „Daniela“: kein sozialkritischer Roman, es geht vielmehr um ein theologisches Problem, um die felix culpa, die „glückliche Schuld“. (359)
War Richard Strauss ein Nazi, wie Klaus Mann schrieb ? „Strauss weder Nazi noch Nicht-Nazi: er wollte in Ruhe gelassen werden und Geld verdienen“. (361)
Eine Schulkameradin kommt verzweifelt zu ihr und bittet sie, ihrem Mann zu helfen; dieser, der „Halbmönch“, denunziert sie daraufhin (378)
In Einzelhaft man wird asozial (389)
der Halbmönch ruft sie an als ob nichts gewesen wäre; „der Halbmönch kennt keine Scham“ (391)
Der Titel? Wer ist mit dem Wolf gemeint? Sie muß zur Staatsprüfung lesen: „Die Volksmärchen der Brüder Grimm mit besonderer Berücksichtigung des Märchens vom Wolf und den sieben Geißlein in völkischer Hinsicht.“ ... Die Geißlein sind das deutsche Volk ... der Wolf: der Jude.“(306/307)

Wovon Rinser schweigt sind ihre Verirrungen in den 30-ziger Jahren: Ihr Sohn, Christoph Rinser berichtet 2005 von einer gewissen Faszination für die Hitler-Jugend; sie wäre aber nie der NSDAP beigetreten. Sánchez de Murillo lernte die 2002 verstorbene Rinser 1995 in Italien kennen und wurde ein enger Freund der Schriftstellerin. Er schreibt in seiner 2011 erschienen Biographie: "Luise Rinser war in der Nazi-Zeit ebenso verstrickt wie viele andere". ( zitiert in „DieZeit“ )

Wohl die interessanteste Autobiographie, die ich kenne; auch kommt sie zum Leben durch/in ihrer schönen Sprache!
(III-15)
Siehe auch diese Zusammenfassung ( )
  MeisterPfriem | Mar 8, 2015 |
»Eine Kindheit im oberbayerischen Dorf, gelenkt von einem "saturnischen" Vater und einer nüchternen Mutter, erste mystische und philosophische Erfahrungen, die Seminarzeit im Zeichen geistiger Frühreife, pädagogische Erfahrungen in abgelegenen Siedlungen, die von den Idealen der deutschen "Schulreformer" zehren und sich den Ansprüchen des Nationalsozialismus an Schule und Erziehung verweigern, die Ehe mit "Ariel" - dem Komponisten Horst Günther Schnell, der jung in Rußland fällt -, Bombardements in Braunschweig und Rostock, Rückkehr nach Bayern, das Leben im Waldhaus, die Verhaftung und Überführung nach dem Gefängnis Traunstein, ein Neubeginn nach der Stunde Null mit fünfunddreißig Jahren; das sind Stationen in Luise Rinsers fesselnden Lebenserinnerungen.«
Neue Zürcher Zeitung ( )
  hbwiesbaden | Jan 25, 2011 |
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Die siebzigjährige Autorin versucht rückblickend ihre Lebensgeschichte, die fiktiven Figuren und Fabeln ihrer Dichtung zu deuten. Autobiographie auch hier als Selbstanalyse verstanden. (EB /EN)

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