
Klaus Amann
Author of Ungefragt : über Literatur und Politik
Works by Klaus Amann
P.E.N., Politik - Emigration - Nationalsozialismus. Ein österreichischer Schriftstellerclub (1984) 1 copy
Österreichische Literatur der dreissiger Jahre : ideologische Verhältnisse, institutionelle Voraussetzungen, Fallstudien (1985) 1 copy
Associated Works
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Common Knowledge
- Birthdate
- 1949-02-22
- Occupations
- Literaturwissenschaftler
- Organizations
- Grazer Autorinnen Autorenversammlung
- Nationality
- Österreich
- Birthplace
- Mittelberg, Vorarlberg, Österreich
Members
Reviews
Amann, Klaus [Hrsg.]
Ungefragt
Die Autorinnen und Autoren
Klaus Amann. Geb. 1949 in Mittelberg, Vorarlberg. Studium der Anglistik und Germanistik in Wien. Professor für „Geschichte und Theorie des Literarischen Lebens", Leiter des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv an der Universität Klagenfurt. Publikationen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Gegenwartsliteratur und österreichischen Institutionengeschichte. Seit 2004 Präsident der show more Internationalen Erich Fried Gesellschaft. Lebt in Klagenfurt. W: P. E. N. Politik. Emigration. Nationalsozialismus (1984); Österreichische Literatur der dreißiger Jahre (Mithg. 1985); Der Anschluß österreichischer Schriftsteller an das Dritte Reich (1988/1996); Österreich und der große Krieg 1914-1918 (Mithg. 1989); Die Dichter und die Politik (1992); Michael Guttenbrunner (Mithg. 1995); Literatur und Nation (Mithg. 1996); Ingeborg Bachmann und die literarische Öffentlichkeit (1997); Autobiographien in der österreichischen Literatur (Mithg. 1998); Gert Jonke (Hg. 1998); Werner Kofler (Hg. 2000); Wut und Geheimnis (m. Peter Handke 2002); Kärnten. Literarisch (Hg. 2002); Freund und Feind (Mithg. 2005).
Horst Bernhardt. Geb. 1950 in Bad Hersfeld, Hessen. Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft, Slawistik, Finnougristik, osteuropäischen Geschichte und Islamwissenschaft in Göttingen und Berlin. 1982 Übersiedlung nach Finnland. Freier Übersetzer und Lehrbeauftragter der Universität Vaasa. Mitarbeit an Jahrbuch und Buchreihe TRAJEKT. Lebt als Mitarbeiter eines Übersetzungsbüros in Turku. Literarische Übersetzungen aus dem Finnischen (Veijo Meri, Hannu Salama, Paavo Haavikko), Schwedischen (Peeter Puide), Estnischen (Viivi Luik, Emil Tode, Jaan Oks), und Lettischen (Amanda Aizpuriete, Aleksandrs Caks).
Ivan Binar. Geb. 1942 in Boskovice, Mähren. Lehrer, Porzellanrestaurateur, Journalist, Schriftsteller (Romane, Erzählungen) und Übersetzer. 1971-1973 als Aktivist des „Prager Frühlings" in Haft. 1977 Emigration nach Wien und München. Arbeit für Radio Free Europe in München. 1989 Rückkehr nach Prag, wo er auch heute lebt. 2002-2004 Vorsitzender der tschechischen Schriftstellergemeinde in Prag. Seitdem freier Schriftsteller und Übersetzer. W: Wer ist, was war Herr Gabriel (1979); Rekonstruktion (1985); Die Kunstkitterei (1997); Deutsch-tschechischer Almanach i (Mithg. 2002).
Marica Bodrozic. Geb. 1973 in Dalmatien, heutiges Kroatien. Lebt seit 1983 in Deutschland. Studium der Kukuranthropologie, Slawistik und Psychoanalyse in ; Frankfurt/M. Lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Auszeichnungen u. a. Hermann-Lenz-Stipendium 2001, Förderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis 2002, Förderpreis zum Adalbert-von-Chamisso-Preis 2003, Förderpreis zum Adalbert-Stifter-Preis 2005. Erzählungen, Romane, Gedichte (auch in Anthologien). W: Tito ist tot (2002); Der Spieler der inneren Stunde (2005).
Bertolt Brecht. Geb. 1898 in Augsburg, gest. 1956 in Berlin. Physik-, Medizin- und Literaturstudium in München. 1923 Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. 1924 Übersiedlung nach Berlin, Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater. Entstehung marxistischer Lehrstücke. 1933 Flucht über Prag, Wien und Zürich nach Svendborg in Dänemark. Arbeit für den Deutschen Freiheitssender. 1936—1939 mit Lion Feuchtwanger und Willi Bredel Mithg. der Moskauer Zeitschrift „Das Wort". 1940 Flucht über Schweden nach Finnland und in die Sowjetunion. 1941-1947 in Kalifornien, Umzug nach Zürich. 1948 Rückkehr nach Ost-Berlin. Gründet mit seiner Frau Helene Weigel das Theater „Berliner Ensemble". Auszeichnungen u. a. Kleist-Preis 1922, Nationalpreis erster Klasse fiir Kunst und Literatur der DDR 1951, Internationaler Stalin-Preis 1954. Lyrik, Drama, Erzählung, Satire. W: Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. Hg. von Werner Hecht u. a. (2003).
Irena Brezna. Geb. 1950 in Bratislava. 1968 Emigration in die Schweiz. Studium der Slawistik, Philosophie und Psychologie an der Universität Basel. Psychologin in der medizinischen Forschung, Russischlehrerin und Dolmetscherin, Schriftstellerin, Journalistin für Schweizer und deutsche Medien („Die Weltwoche", „Tages-Anzeiger", „Neue Zürcher Zeitung", „Freitag") und den Rundfunk. 1975-1987 Koordinatorin von Amnesty International, Einsatz für die Freilassung sowjetischer politischer Gefangener. 1996 Kriegsberichterstatterin in Tschetschenien, darüber zahlreiche Texte, und Engagement in humanitären Frauenprojekten. Auszeichnungen u. a. Theodor-Wolff-Preis 2002. Lebt in Basel. W: Die Schuppenhaut (1989); Karibischer Ball (1991); Biro und Barbara (1989); Falsche Mythen (1996); Die Wölfinnen von Sernowodsk (1997); Die Sammlerin der Seelen (2003).
Istvan Eörsi. Geb. 1931, gest. 2005 in Budapest. Studium der Ungarischen und Englischen Literatur, Schüler von Georg Lukäcs. 1956 wegen Beteiligung am Ungarnaufstand zu acht Jahren Haft verurteilt, 1960 amnestiert. 1978-1982 Dramaturg am Theater in Kaposvär. Berufsverbot. 1983/84 Stipendiat des DAAD in Berlin. 1986 Rückkehr nach Ungarn. Übersetzerische und herausgeberische Tätigkeit. Artikel und Essays zu aktuellen politischen Themen u. a. in der „FAZ", „taz", „Lettre International", „Sinn und Form". Lebte als freier Schriftsteller, Journalist und Übersetzer in Budapest und Berlin. W: Ich fing eine Fliege beim Minister (1991); Meine Tage mit Gombrowicz (1997); Hiob und Heine (1999); Der rätselhafte Charme der Freiheit (2003).
Hans Magnus Enzensberger (Ps. Andreas Thalmayr). Geb. 1929 in Kaufbeuren, Allgäu. Schriftsteller, Übersetzer, Redakteur. Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und an der Sorbonne in Paris.
Bis 1957 als Hörfunkredakteur in Stuttgart. Teilnahme an Tagungen der „Gruppe 47". 1965-1975 Herausgeber der Zeitschrift „Kursbuch". 1980 Gründung der Zeitschrift „Transatlantik" mit Gaston Salvatore. Seit 1985 Herausgeber der Buchreihe „Die Andere Bibliothek". Gedichte, Stücke, Essays. Lebt seit 1979 in München. Auszeichnungen u. a. Georg-Büchner-Preis 1963, Heinrich-Böll-Preis 1985, Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis "1993, Heinrich-Heine-Preis 1998, Prinz-von-Asturien-Preis 2002. W: Verteidigung der wölfe (1957); landessprache (1960); Poesie und Politik (1962); blindenschrift (1964); Politik und Verbrechen (1964); Der kurze Sommer der Anarchie (1971); Untergang der Titanic (1978); Die Furie des Verschwindens (1980); Ach, Europa! (1987); Zickzack (2000); Die Geschichte der Wolken (2003); Dialoge zwischen Unsterblichen, Lebendigen und Toten (2004); Die Elixiere der Wissenschaft (2004).
Julia Franck. Geb. 1970 in Ost-Berlin. 1978 Übersiedlung mit der Familie nach West-Berlin. Studium der Altamerikanistik und Neueren deutschen Literatur an der Freien Universität in Berlin. Arbeit als Hilfsschwester, Kellnerin, Phonotypistin u. Regieassistentin beim Hörfunk. Journalistische Arbeiten u. a. für FAZ und „Süddeutsche Zeitung". Auszeichnungen u. a. Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 2004, Roswitha-Preis 2005, Stipendium der Villa Massimo in Rom 2005. Erzählungen, Romane. W: Der neue Koch (1997); Liebediener (1999); Bauchlandung (2000); Lagerfeuer (2003).
Erich Fried. Geb. 1921 in Wien, gest. 1988 in Baden-Baden. 1938 Flucht nach London. Arbeit als Bibliothekar, Milchchemiker, Fabrikarbeiter. Mitglied der Exilorganisation „Young Austria". 1943 erster Gedichtband, „Deutschland". Nach 1945 Mitarbeiter an neugegründeten Zeitschriften, in den frühen 50er Jahren bis 1968 politischer Kommentator der deutschsprachigen Sendungen der BBC. 1963 bei der „Gruppe 47". Erste Übersetzungen von Stücken Shakespeares. 1966 löste der Gedichtband „und Vietnam und" langandauernde öffentliche Diskussion über das politische Gedicht aus. Zahlreiche Vortragsreisen, Mitwirken an Diskussions- und Solidaritätsveranstaltungen, Parteinahme in vielen politischen Fragen, als Folge Verleumdungen, Zensur und gerichtliche Klage. Auszeichnungen u. a. Preis der Stadt Wien für Literatur 1980, Bremer Literaturpreis 1983, Österreichischer Staatspreis für Übersetzer 1986, Georg-Büchner-Preis 1986. Lyrik, Essays, Reden, Übersetzungen. W: Gesammelte Werke. Hg. von Volker Kaukoreit u. Klaus Wagenbach (1993).
Fabjan Hafner. Geb. 1966 in Klagenfurt/Celovec. Autor in beiden Kärntner Landessprachen, Übersetzer aus dem Slowenischen, Literaturwissenschaftler. Mitarbeiter des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung der Universität Klagenfurt. Lebt in Feistritz im Rosental / Bistrica v Rozu (Südkärnten). W: Indigo (1988); Gelichter + Lichtes (1991); Freisprechanlage. Brezrocno govorjenje. Vivavoce (2001).
Reto Hänny. Geb. 1947 in Tschappina, Graubünden. Volksschullehrer, Bühnenarbeiter am Stadttheater in Chur, Studium der Germanistik, Ethnologie und Kunst-geschichte in Zürich. Nach Jugendunruhen im September 1980 Umzug nach Berlin. Lebt in Zollikon bei Zürich. Zahlreiche Preise, u. a. Max-Frisch-Werkjahrpreis der Stadt Zürich 1985, Ingeborg Bachmann Preis 1994. Essays zu Kunst und Literatur. W: Ruch. Ein Bericht (1979); Zürich, Anfang September (1981); Flug (1985); Am Boden des Kopfes. Verwirrungen eines Mitteleuropäers in Mitteleuropa (1991); Helldunkel. Ein Bilderbuch (1994); Frühling (1997).
Ernst Jandl. Geb. 1925 in Wien, gest. 2000 in Wien. Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Wien. 1949 Lehramtsprüfung. 1950 Promotion zum Dr. phil. Bis 1979 Gymnasiallehrer in Wien. 1952 erste Veröffentlichungen in der Zeitschrift „Neue Wege", 1956 erster Gedichtband „Andere Augen". Ab 1954 Zusammenarbeit mit Gerhard Rühm, H. C. Artmann und Friederike Mayröcker. Auftritte mit Jazz-Formationen. 1973 Mitbegründer, ab 1975 Vizepräsident und 1983-1987 Präsident der Grazer Autorenversammlung. 1979-1985 Vizepräsident der IG Autoren. Auszeichnungen u. a. Großer Österreichischer Staatspreis 1984, Georg-Büchner-Preis 1984, Erich-Fried-Preis 1991, Friedrich-Hölderlin-Preis 1995. Lyrik, Theaterstücke, Hörspiele. W: Gesammelte Werke. Hg. von Klaus Siblewski (1985).
Elfriede Jelinek. Geb. 1946 in Mürzzuschlag, Steiermark. Studium der Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Wien. Orgel-Studium am Wiener Konservatorium. Seit Mitte der 60er Jahre schriftstellerische Tätigkeit. 1972 Umzug nach Berlin, Mitarbeiterin der Zeitschrift „Die schwarze Botin". 1973-1992 Mitglied der Grazer Autorenversammlung, 1974—1991 Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs. Hörspiele, poetologische Essays, Romane, Theaterstücke, Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen (u. a. Thomas Pynchon, Georges Feydeau). Zusammenarbeit mit Komponistinnen wie Patricia Jünger, Hans Werner Henze und Olga Neuwirth. Lebt in Wien und München. Auszeichnungen u. a. Heinrich-Böll-Preis 1986, Georg-Büchner-Preis 1998, Heinrich-Heine-Preis 2002, Else-Lasker-Schüler-Dramatiker-preis 2003, Lessing-Preis für Kritik 2004, Nobelpreis für Literatur 2004. W: wir sind lockvögel baby! (1970); Die Liebhaberinnen (1975); Die Ausgesperrten (1980); Die Klavierspielerin (1983); Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr (1985); Lust (1989); Wolken. Heim (1990); Die Kinder der Toten (1995); Ein Sportstück (1998); Gier (2000); Der Tod und das Mädchen I-V (2003); Bambiland. Babel (2004).
Yaak Karsunke. Geb. 1934 in Berlin. Von 1955 bis 1957 Max-Reinhardt-Schauspielschule in Berlin. Mitbegründer und Herausgeber der Zeitschrift „kürbiskern" (1965-1968). Seit 1969 freier Schriftsteller. 1990 bis 1999 Gastprofessor für „Szenisches Schreiben" an der Hochschule der Künste in Berlin, wo er heute lebt. Lyrik, Theaterstücke, Drehbücher. Deutscher Krimipreis für „Toter Mann" 1990, Erich Fried Preis 2005. W: Kilroy & andere (1967); reden & ausreden (1969);>Bauernoper / Ruhrkampf Revue (1976); da zwischen (1979); auf die gefahr hin (1982); Toter Mann (1989); gespräch mit dem stein (1992); hand & fuß (2004).
Radek Knapp. Geb. 1964 in Warschau. Lebt seit 1976 in Wien. Philosophiestudium an der Universität Wien. Freier Schriftsteller. Auszeichnungen u. a. Nachwuchsstipendium für Literatur des BMfUK 1992, Literaturpreis des ZDF-Kulturmagazins „aspekte" 1994, Förderpreis zum Adalbert-von-Chamisso-Preis 2001. W: Der Bericht (1989); Franio (1994); Ente ä l'orange (1996); Herrn Kukas Empfehlungen (1999); Papiertiger (2003); Gebrauchsanweisung für Polen (2005).
Marina Koreneva. Geb. 1956 in Leningrad. Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin, Drehbuchautorin. Arbeitet am Institut für russische Literatur (Puschkin-Haus) der Akademie der Wissenschaften St. Petersburg. Lebt in St. Petersburg. Übersetzungen u. a. von Nietzsche, Hesse, Rilke, Handke, Nadolny, Sebald. W: Nietzsche in Rußland: Geburt eines Mythos (1996); Werbung ums Glück: Dostojevskij und Moeller an der Brück (1998); Die Geschichte der russischen Literatursprache im Spiegelbild der übersetzten Literatur in Rußland (2000); „Ehre" und „Würde" als Verhaltenscode in der russischen Kultur (2002); Russischer Krininalroman: Geschichte eines Genres (2005).
Vüvi Luik. Geb. 1946 in der Nähe von Viljandi (Estland). Ab 1965 Tätigkeit als Bibliothekarin und Archivarin in Tallinn. Seit 1967 hauptberufliche Schriftstellerin, Mitglied im estnischen Schriftstellerverband. Lebte 1993-1997 in Helsinki, 1998— 2003 in Rom. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1996 Berlinaufenthalt als DAAD-Stipendiatin. Debüt als Lyrikerin 1962, erster Gedichtband 1965. Seitdem zehn Gedichtbände, außerdem Essays, Kinderbücher und Romane. W: Der siebte Friedensfrühling (1991); Die Schönheit der Geschichte (1995).
Heinz Lunzer. Geb. 1948 in Wien. Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. 1969/1970 akademischer Auslandsaufenthalt in den USA. Seit 1979 Leiter der Forschungs- und Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur (seit 1991 im Literaturhaus) in Wien. 1994/95 im vorbereitenden Kuratorium des Österreich-Schwerpunkts auf der Frankfurter Buchmesse. Vorstandsmitglied der Internationalen Erich Fried Gesellschaft. Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen zur österreichischen Literatur und Exilliteratur. W: Joseph Roth (Mithg. 1989); „Was wir umbringen". „Die Fackel" von Karl Kraus (Mitverf. 1999); Horväth (Mithg. 2001); Peter Altenberg (Mitverf. 2003).
Gila Lustiger. Geb. 1963 in Frankfurt/M. Autorin, Übersetzerin und Verlagslektorin. 1982-1986 Studium der Germanistik und Komparatistik an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1987 Umzug nach Paris, wo sie mit ihren zwei Kindern lebt. W: Die Bestandsaufnahme (1995); Aus einer schönen Welt (1997); So sind wir (2005).
Giwi Margwelaschwili. Geb. 1927 in Berlin als Sohn georgischer Emigranten. Anfang 1946 zusammen mit dem Vater vom sowjetischen Geheimdienst in die Ostzone entführt, im Herbst 1947 nach Georgien verschleppt. Studium der Germanistik, Arbeit als Deutsch- und Englischlehrer. Erste Romane und philosophische Arbeiten. Kontakt zu Heinrich Böll. 1971 Berufung an das Philosophische Institut der Georgischen Akademie der Wissenschaften. Wegen Kontaktes mit Wolf Biermann bis 1987 Ausreiseverbot. In der Perestroika-Zeit wiederholte Besuche in der DDR und in Westdeutschland. 1994 deutsche Staatsbürgerschaft. Auszeichnungen u. a. Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung und des DAAD, Brandenburgischer Literatur-Ehrenpreis fiir sein Gesamrwerk 1995, Kunstpreis Berlin 1997, Gustav Regler Preis 2002. Lebt in Berlin. W: Muzal (1991); Das böse Kapitel (1991); Kapitän Wakusch (In Deuxiland, 1991; Sachsenhäuschen, 1992); Der ungeworfene Handschuh (1992); Leben im Ontotext (1993); Gedichtwelten - Realwelten (1994).
Läszlö Marton. Geb. 1959 in Budapest. Studium der Hungarologie, Germanistik und Soziologie. 1983 Debüt mit einem Band Erzählungen. 1983-1990 Lektor beim Helikon-Verlag (Budapest), seither freier Schriftsteller und Übersetzer. Übertragungen barocker, romantischer und klassischer Literatur ins Ungarische (u. a. Novalis, Kleist, Goethe). Romane, Erzählungen, Dramen und Essays. Auszeichnungen u. a. DAAD-Stipendium in Berlin 1998/99, Beiles Lettres-Preis 2001. Lebt in Budapest. W: Die fliehende Minerva oder Die letzten Tage des Verbannten (1997); Die wahre Geschichte des Jacob Wunschwitz (1999); Die schattige Hauptstraße (2003); Im österreichischen Orient (2005).
Gregor Mayer. Geb. 1960 in Graz. Studium der Philosophie und Mathematik in Graz und Wien. 1987 Übersiedlung nach Budapest. 2001-2003 in Belgrad, 2003-2005 in Bagdad, seit 2005 wieder in Belgrad. Tätigkeit als Korrespondent für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und das österreichische Nachrichtenmagazin „profil". Darüber hinaus Veröffentlichungen in „Der Standard", „Die Weltwoche", „Kommune", „Le Monde Diplomatique" (deutsche Ausgabe) u.v.m. Übersetzungen aus dem Ungarischen (Istvan Eörsi).
Johannes Muggenthaler. Geb. 1955 in Bühl, Baden. Lebt als Schriftsteller und bildender Künstler in Prien am Chiemsee. Zahlreiche Ausstellungen von Photoarbeiten in Museen und Galerien, u. a. im Lenbachhaus in München, Museum Moderner Kunst in Wien. Verfasser von Romanen, Theaterstücken und Erzählungen. W: Liebe und Schulden (1989); Wie man sich glücklich verirrt (1995); Regen und andere Niederschläge oder Die falsche Inderin (2002); Der Idiotenhügel (2004).
Christoph Ransmayr. Geb. 1954 in Wels, Oberösterreich. 1972-1978 Studium der Philosophie und Ethnologie an der Universität Wien. 1978-1982 Kulturredakteur der Monatszeitschrift „Extrablatt". Reportagen und Essays u. a. für „Transatlantik", „Merian" und „Geo". Seit 1982 freier Schriftsteller. Zahlreiche Reisen. Lebt in West Cork, Irland. Auszeichnungen u. a. Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1992, Franz-Kafka-Literaturpreis 1995, Prix Aristeion 1996, Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg 1998, Bertolt-Brecht-Literaturpreis der Stadt Augsburg 2004. W: Strahlender Untergang (1982); Die Schrecken des Eises und der Finsternis (1984); Die letzte Welt (1988); Morbus Kitahara (1995); Der Weg nach Surabaya (1997); Die dritte Luft oder Eine Bühne am Meer (1997); Die Unsichtbare (2001); Die Verbeugung des Riesen (2003); Geständnisse eines Touristen (2004).
Christa Rothmeier. Geb. 1948 in Altenmarkt, Niederösterreich. Studium der Slawistik und Romanistik in Wien und Prag, Promotion zur tschechischen Avantgarde-Kunst der 20er Jahre. Seit 1976 freiberufliche Universitätslektorin, Publizistin, Redakteurin und literarische Übersetzerin. Übertragungen aus dem Tschechischen u. a. von Ivan Blatny, Petr Borkovec, Ivan Binar, Jakub Demi, Bohumila Grögerovä, Zbynek Hejda, Jan Skäcel. Auszeichnungen: Kulturpreis des Landes Niederösterreich für literarische Übersetzung 1997, Premia Bohemica 1999, Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung 2000, Artis Bohemiae Amicis 2003, Karel-Capek-Preis 2005. Lebt in Klosterneuburg bei Wien. W: Mähren (Hg. 1997); Die entzauberte Idylle (Hg. 2004).
Hamid Sadr. Geb. 1946 in Teheran. 1968 Politisches Exil in Österreich. Studium der Chemie und Politikwissenschaften an der Universität Wien. 1979 Paris-Aufenthalt. 1995 österreichische Staatsbürgerschaft. Lebt in Wien. Seit 1967 Mitglied des (immer noch verbotenen) Schriftstellerverbandes des Iran, seit 1980 Mitglied im Rat des „National Movement of the Iranian Resistance". Mehrere Auszeichnungen, u. a. Österreichisches Staatsstipendium 2000. Romane, Erzählungen, Essays. W: Gesprächszettel an Dora (1994); Der Gedächtnissekretär (2005).
Gaston Salvatore. Geb. 1941 in Valparaiso, Chile. Sohn italienischer Einwanderer, Neffe von Salvador Allende. Jurastudium. 1965 Auswanderung nach Deutschland. Studium der Soziologie und Politologie an der Freien Universität in Berlin. Als enger Freund Rudi Dutschkes in der Studentenbewegung aktiv. 1969 wegen „Landfriedensbruch" in Haft, danach Niederlassung in Italien. Schreibt seit seiner Auswanderung Deutsch. 1980 Gründung der Zeitschrift „Transatlantik" mit Hans Magnus Enzens-berger. Auszeichnungen u. a. Gerhart-Hauptmann-Preis 1973, Kleist-Preis 1991. Lebt in Venedig. W: Intellektuelle und Sozialismus (1968); Büchners Tod (1972); Fossilien (1976); Freibrief (1977); Waldemar Müller (1982); Stalin (1985); Über den Umgang mit schönen Frauen (1997); Lektionen der Finsternis (1988); King Kongo (1991); Venedig (1995); Wolfgang Neuss (1995); Heß und andere Stücke (1998); Einladung zum Untergang (2000).
Peter Schneider. Geb. 1940 in Lübeck. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Freiburg, München und Berlin. In den 60er Jahren avancierte er zu einem Wortführer der Studentenbewegung, im Zuge einer wachsenden kritischen Distanz dazu erschien 1973 seine Erzählung „Lenz". Lehrer an einer Privatschule, freier Rundfunkmitarbeiter, schließlich freier Schriftsteller. Seit 1985 Gastdozent an amerikanischen Universitäten, u. a. Stanford und Princeton. Erzählungen, Romane und Drehbücher. Lebt in Berlin. W: Atempause (1977); Messer im Kopf (1979); Der Mauerspringer (1982); Deutsche Ängste (1988); Paarungen (1992); Vom Ende der Gewißheit (1994); Das Versprechen (1995); Eduards Heimkehr (1999); „Und wenn wir nur eine Stunde gewinnen..." (2001); Das Fest der Missverständnisse (2003); Frauen im Schatten der Götter (2004); Skylla (2005).
Egon Schwarz. Geb. 1922 in Wien. 1938 Flucht über Prag und Frankreich nach Bolivien und Ecuador, dort Schulbesuch. Studium der Deutschen und Romanischen Philologie an der Ohio State University und der University of Washington in Seattle. Professor an der Washington University in St. Louis, jetzt emeritiert. Ehrendoktor der Universität Wien 1997 und der Universität Örebro in Schweden 2002. Zahlreiche Publikationen zur spanischen, deutschen und österreichischen Literatur und Kultur, v.a. zur deutschsprachigen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und der Exilliteratur. Arbeit als Literaturkritiker (FAZ) und Essayist. Lebt in St. Louis, Missouri. W: Das verschluckte Schluchzen (1972); Keine Zeit für Eichendorff (1979, u.d.T. „Unfreiwillige Wanderjahre" 2005); Literatur aus vier Kulturen (1987); „Ich bin kein Freund allgemeiner Urteile über ganze Völker" (2000); Die japanische Mauer (2002).
Ruth Schweikert. Geb. 1965 in Lörrach, Baden-Württemberg, aufgewachsen in der Schweiz. Studium der Germanistik, Theaterausbildung, verschiedene Theaterprojekte. Beiträge in Anthologien und Literaturzeitschriften. Auszeichnungen u. a. Bertelsmann-Stipendium 1994, Suhrkamp-Stipendium 1996. Lebt in Zürich. Erzählungen, Romane. W: Erdnüsse. Totschlagen (1994); Augen zu (1998); Ohio (2005).
Ursula Seeber. Geb. 1956 in Innsbruck. Germanistikstudium in Innsbruck und Wien. Mitarbeiterin der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur in Wien und Verlagslektorin, seit 1993 Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus. Lebt in Wien. Arbeiten zur österreichischen Literatur und Exilliteratur. Exil-Ausstellungen (mit Alisa Douer): „Die Zeit gibt die Bilder" (1992); „Wie weit ist Wien?" (1995); „Kleine Verbündete" (1997). W: Ein Niemandsland, aberweich ein Rundblick! (Hg. 1998); Frauen aus Wien (1999); Altes Land, neues Land (Mithg. 1999); All right, what's left (Mithg. 2001); Asyl wider Willen (Hg. 2003); Geteilte Erinnerung (Mithg. 2003); Anna Mahler (Mithg. 2004); Fred Wander (Mithg. 2005).
Aagot Vinterbo-Hohr. Geb. 1936 in West-Finnmark, Norwegen. Samische Autorin. Medizinstudium in Österreich, Ärztin. Auszeichnung: The Norwegian Debütant Award 1987. Novellen und Gedichte in norwegischen, schwedischen und englischsprachigen Anthologien, Rezensionen und Diskussionsbeiträge in literarischen Zeitschriften und der Tagespresse. Lebt inTrondheim. W: Palimpsest (1987); Kjasrlighetsfuge (1991).
Alexander von Bormann. Geb. 1936 auf Menzlin, Vorpommern. Literaturwissenschaftler und Publizist, 1971-2002 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Amsterdam. Präsidiumsmitglied der Erich Fried-Gesellschaft seit ihrem Bestehen. Lebt in Amsterdam. W: Volk - Nation - Europa. Zur Romantisierung und Entromantisierung politischer Begriffe (Mithg. 1998); Erich Fried: Gedichte (Hg. 1993); Romantisches Erzählen (Mithg. 1995); Goethe und das Zeitalter der Romantik (Mithg. 2002); Romantische Religiosität (Hg. 2005).
Beatrice von Matt-Albrecht. Geb. 1936 in Basel, aufgewachsen in Stans, Nidwaiden. Dr. phil., Literaturkritikerin und Publizistin. Studien in Zürich, Paris und Cambridge. Bis 1995 Feuilletonredakteurin der „Neuen Zürcher Zeitung". Auszeichnungen u. a. „critic in residence" an der Washington University, St. Louis (1995). Mitarbeit bei kulturellen Organisationen, u. a. ab 1998 Stiftungsrätin der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia. Bücher zur Schweizer Literatur. Lebt bei Zürich. W: Meinrad Inglin (1976); Unruhige Landsleute (Hg. 1980); Lesarten (1985); Antworten (Hg.1991); Frauen schreiben die Schweiz (1998); .Abends um acht" (Mitverf. 1998); Köpfe, Klänge und Geschichten (Mitverf. 2004).
Ernest Wichner. Geb. 1952 in Guttenbrunn, Banat. Studium der Germanistik und Rumänistik an der Universität Temeswar. Gründungsmitglied der Schriftstellergruppierung Aktionsgruppe Banat (1972-1975). 1975 Übersiedlung in die BRD. Studium der Germanistik und Politologie an der Freien Universität in Berlin. Autor (Gedichte, Erzählungen), Literaturkritiker, Übersetzer aus dem Rumänischen. Lebt in Berlin und leitet seit 2003 das Berliner Literaturhaus. Auszeichnungen u. a. Förderpreis zum Marburger Literaturpreis 1987, Förderpreis zum Anton-Gryphius-Preis 1991. W: Steinsuppe (1988); Alte Bilder (2001); Die Einzahl der Wolken (rumänisch/deutsch 2003); Rückseite der Gesten (2003). show less
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Die Autorinnen und Autoren
Klaus Amann. Geb. 1949 in Mittelberg, Vorarlberg. Studium der Anglistik und Germanistik in Wien. Professor für „Geschichte und Theorie des Literarischen Lebens", Leiter des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv an der Universität Klagenfurt. Publikationen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Gegenwartsliteratur und österreichischen Institutionengeschichte. Seit 2004 Präsident der show more Internationalen Erich Fried Gesellschaft. Lebt in Klagenfurt. W: P. E. N. Politik. Emigration. Nationalsozialismus (1984); Österreichische Literatur der dreißiger Jahre (Mithg. 1985); Der Anschluß österreichischer Schriftsteller an das Dritte Reich (1988/1996); Österreich und der große Krieg 1914-1918 (Mithg. 1989); Die Dichter und die Politik (1992); Michael Guttenbrunner (Mithg. 1995); Literatur und Nation (Mithg. 1996); Ingeborg Bachmann und die literarische Öffentlichkeit (1997); Autobiographien in der österreichischen Literatur (Mithg. 1998); Gert Jonke (Hg. 1998); Werner Kofler (Hg. 2000); Wut und Geheimnis (m. Peter Handke 2002); Kärnten. Literarisch (Hg. 2002); Freund und Feind (Mithg. 2005).
Horst Bernhardt. Geb. 1950 in Bad Hersfeld, Hessen. Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft, Slawistik, Finnougristik, osteuropäischen Geschichte und Islamwissenschaft in Göttingen und Berlin. 1982 Übersiedlung nach Finnland. Freier Übersetzer und Lehrbeauftragter der Universität Vaasa. Mitarbeit an Jahrbuch und Buchreihe TRAJEKT. Lebt als Mitarbeiter eines Übersetzungsbüros in Turku. Literarische Übersetzungen aus dem Finnischen (Veijo Meri, Hannu Salama, Paavo Haavikko), Schwedischen (Peeter Puide), Estnischen (Viivi Luik, Emil Tode, Jaan Oks), und Lettischen (Amanda Aizpuriete, Aleksandrs Caks).
Ivan Binar. Geb. 1942 in Boskovice, Mähren. Lehrer, Porzellanrestaurateur, Journalist, Schriftsteller (Romane, Erzählungen) und Übersetzer. 1971-1973 als Aktivist des „Prager Frühlings" in Haft. 1977 Emigration nach Wien und München. Arbeit für Radio Free Europe in München. 1989 Rückkehr nach Prag, wo er auch heute lebt. 2002-2004 Vorsitzender der tschechischen Schriftstellergemeinde in Prag. Seitdem freier Schriftsteller und Übersetzer. W: Wer ist, was war Herr Gabriel (1979); Rekonstruktion (1985); Die Kunstkitterei (1997); Deutsch-tschechischer Almanach i (Mithg. 2002).
Marica Bodrozic. Geb. 1973 in Dalmatien, heutiges Kroatien. Lebt seit 1983 in Deutschland. Studium der Kukuranthropologie, Slawistik und Psychoanalyse in ; Frankfurt/M. Lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Auszeichnungen u. a. Hermann-Lenz-Stipendium 2001, Förderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis 2002, Förderpreis zum Adalbert-von-Chamisso-Preis 2003, Förderpreis zum Adalbert-Stifter-Preis 2005. Erzählungen, Romane, Gedichte (auch in Anthologien). W: Tito ist tot (2002); Der Spieler der inneren Stunde (2005).
Bertolt Brecht. Geb. 1898 in Augsburg, gest. 1956 in Berlin. Physik-, Medizin- und Literaturstudium in München. 1923 Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. 1924 Übersiedlung nach Berlin, Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater. Entstehung marxistischer Lehrstücke. 1933 Flucht über Prag, Wien und Zürich nach Svendborg in Dänemark. Arbeit für den Deutschen Freiheitssender. 1936—1939 mit Lion Feuchtwanger und Willi Bredel Mithg. der Moskauer Zeitschrift „Das Wort". 1940 Flucht über Schweden nach Finnland und in die Sowjetunion. 1941-1947 in Kalifornien, Umzug nach Zürich. 1948 Rückkehr nach Ost-Berlin. Gründet mit seiner Frau Helene Weigel das Theater „Berliner Ensemble". Auszeichnungen u. a. Kleist-Preis 1922, Nationalpreis erster Klasse fiir Kunst und Literatur der DDR 1951, Internationaler Stalin-Preis 1954. Lyrik, Drama, Erzählung, Satire. W: Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. Hg. von Werner Hecht u. a. (2003).
Irena Brezna. Geb. 1950 in Bratislava. 1968 Emigration in die Schweiz. Studium der Slawistik, Philosophie und Psychologie an der Universität Basel. Psychologin in der medizinischen Forschung, Russischlehrerin und Dolmetscherin, Schriftstellerin, Journalistin für Schweizer und deutsche Medien („Die Weltwoche", „Tages-Anzeiger", „Neue Zürcher Zeitung", „Freitag") und den Rundfunk. 1975-1987 Koordinatorin von Amnesty International, Einsatz für die Freilassung sowjetischer politischer Gefangener. 1996 Kriegsberichterstatterin in Tschetschenien, darüber zahlreiche Texte, und Engagement in humanitären Frauenprojekten. Auszeichnungen u. a. Theodor-Wolff-Preis 2002. Lebt in Basel. W: Die Schuppenhaut (1989); Karibischer Ball (1991); Biro und Barbara (1989); Falsche Mythen (1996); Die Wölfinnen von Sernowodsk (1997); Die Sammlerin der Seelen (2003).
Istvan Eörsi. Geb. 1931, gest. 2005 in Budapest. Studium der Ungarischen und Englischen Literatur, Schüler von Georg Lukäcs. 1956 wegen Beteiligung am Ungarnaufstand zu acht Jahren Haft verurteilt, 1960 amnestiert. 1978-1982 Dramaturg am Theater in Kaposvär. Berufsverbot. 1983/84 Stipendiat des DAAD in Berlin. 1986 Rückkehr nach Ungarn. Übersetzerische und herausgeberische Tätigkeit. Artikel und Essays zu aktuellen politischen Themen u. a. in der „FAZ", „taz", „Lettre International", „Sinn und Form". Lebte als freier Schriftsteller, Journalist und Übersetzer in Budapest und Berlin. W: Ich fing eine Fliege beim Minister (1991); Meine Tage mit Gombrowicz (1997); Hiob und Heine (1999); Der rätselhafte Charme der Freiheit (2003).
Hans Magnus Enzensberger (Ps. Andreas Thalmayr). Geb. 1929 in Kaufbeuren, Allgäu. Schriftsteller, Übersetzer, Redakteur. Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und an der Sorbonne in Paris.
Bis 1957 als Hörfunkredakteur in Stuttgart. Teilnahme an Tagungen der „Gruppe 47". 1965-1975 Herausgeber der Zeitschrift „Kursbuch". 1980 Gründung der Zeitschrift „Transatlantik" mit Gaston Salvatore. Seit 1985 Herausgeber der Buchreihe „Die Andere Bibliothek". Gedichte, Stücke, Essays. Lebt seit 1979 in München. Auszeichnungen u. a. Georg-Büchner-Preis 1963, Heinrich-Böll-Preis 1985, Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis "1993, Heinrich-Heine-Preis 1998, Prinz-von-Asturien-Preis 2002. W: Verteidigung der wölfe (1957); landessprache (1960); Poesie und Politik (1962); blindenschrift (1964); Politik und Verbrechen (1964); Der kurze Sommer der Anarchie (1971); Untergang der Titanic (1978); Die Furie des Verschwindens (1980); Ach, Europa! (1987); Zickzack (2000); Die Geschichte der Wolken (2003); Dialoge zwischen Unsterblichen, Lebendigen und Toten (2004); Die Elixiere der Wissenschaft (2004).
Julia Franck. Geb. 1970 in Ost-Berlin. 1978 Übersiedlung mit der Familie nach West-Berlin. Studium der Altamerikanistik und Neueren deutschen Literatur an der Freien Universität in Berlin. Arbeit als Hilfsschwester, Kellnerin, Phonotypistin u. Regieassistentin beim Hörfunk. Journalistische Arbeiten u. a. für FAZ und „Süddeutsche Zeitung". Auszeichnungen u. a. Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 2004, Roswitha-Preis 2005, Stipendium der Villa Massimo in Rom 2005. Erzählungen, Romane. W: Der neue Koch (1997); Liebediener (1999); Bauchlandung (2000); Lagerfeuer (2003).
Erich Fried. Geb. 1921 in Wien, gest. 1988 in Baden-Baden. 1938 Flucht nach London. Arbeit als Bibliothekar, Milchchemiker, Fabrikarbeiter. Mitglied der Exilorganisation „Young Austria". 1943 erster Gedichtband, „Deutschland". Nach 1945 Mitarbeiter an neugegründeten Zeitschriften, in den frühen 50er Jahren bis 1968 politischer Kommentator der deutschsprachigen Sendungen der BBC. 1963 bei der „Gruppe 47". Erste Übersetzungen von Stücken Shakespeares. 1966 löste der Gedichtband „und Vietnam und" langandauernde öffentliche Diskussion über das politische Gedicht aus. Zahlreiche Vortragsreisen, Mitwirken an Diskussions- und Solidaritätsveranstaltungen, Parteinahme in vielen politischen Fragen, als Folge Verleumdungen, Zensur und gerichtliche Klage. Auszeichnungen u. a. Preis der Stadt Wien für Literatur 1980, Bremer Literaturpreis 1983, Österreichischer Staatspreis für Übersetzer 1986, Georg-Büchner-Preis 1986. Lyrik, Essays, Reden, Übersetzungen. W: Gesammelte Werke. Hg. von Volker Kaukoreit u. Klaus Wagenbach (1993).
Fabjan Hafner. Geb. 1966 in Klagenfurt/Celovec. Autor in beiden Kärntner Landessprachen, Übersetzer aus dem Slowenischen, Literaturwissenschaftler. Mitarbeiter des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung der Universität Klagenfurt. Lebt in Feistritz im Rosental / Bistrica v Rozu (Südkärnten). W: Indigo (1988); Gelichter + Lichtes (1991); Freisprechanlage. Brezrocno govorjenje. Vivavoce (2001).
Reto Hänny. Geb. 1947 in Tschappina, Graubünden. Volksschullehrer, Bühnenarbeiter am Stadttheater in Chur, Studium der Germanistik, Ethnologie und Kunst-geschichte in Zürich. Nach Jugendunruhen im September 1980 Umzug nach Berlin. Lebt in Zollikon bei Zürich. Zahlreiche Preise, u. a. Max-Frisch-Werkjahrpreis der Stadt Zürich 1985, Ingeborg Bachmann Preis 1994. Essays zu Kunst und Literatur. W: Ruch. Ein Bericht (1979); Zürich, Anfang September (1981); Flug (1985); Am Boden des Kopfes. Verwirrungen eines Mitteleuropäers in Mitteleuropa (1991); Helldunkel. Ein Bilderbuch (1994); Frühling (1997).
Ernst Jandl. Geb. 1925 in Wien, gest. 2000 in Wien. Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Wien. 1949 Lehramtsprüfung. 1950 Promotion zum Dr. phil. Bis 1979 Gymnasiallehrer in Wien. 1952 erste Veröffentlichungen in der Zeitschrift „Neue Wege", 1956 erster Gedichtband „Andere Augen". Ab 1954 Zusammenarbeit mit Gerhard Rühm, H. C. Artmann und Friederike Mayröcker. Auftritte mit Jazz-Formationen. 1973 Mitbegründer, ab 1975 Vizepräsident und 1983-1987 Präsident der Grazer Autorenversammlung. 1979-1985 Vizepräsident der IG Autoren. Auszeichnungen u. a. Großer Österreichischer Staatspreis 1984, Georg-Büchner-Preis 1984, Erich-Fried-Preis 1991, Friedrich-Hölderlin-Preis 1995. Lyrik, Theaterstücke, Hörspiele. W: Gesammelte Werke. Hg. von Klaus Siblewski (1985).
Elfriede Jelinek. Geb. 1946 in Mürzzuschlag, Steiermark. Studium der Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Wien. Orgel-Studium am Wiener Konservatorium. Seit Mitte der 60er Jahre schriftstellerische Tätigkeit. 1972 Umzug nach Berlin, Mitarbeiterin der Zeitschrift „Die schwarze Botin". 1973-1992 Mitglied der Grazer Autorenversammlung, 1974—1991 Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs. Hörspiele, poetologische Essays, Romane, Theaterstücke, Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen (u. a. Thomas Pynchon, Georges Feydeau). Zusammenarbeit mit Komponistinnen wie Patricia Jünger, Hans Werner Henze und Olga Neuwirth. Lebt in Wien und München. Auszeichnungen u. a. Heinrich-Böll-Preis 1986, Georg-Büchner-Preis 1998, Heinrich-Heine-Preis 2002, Else-Lasker-Schüler-Dramatiker-preis 2003, Lessing-Preis für Kritik 2004, Nobelpreis für Literatur 2004. W: wir sind lockvögel baby! (1970); Die Liebhaberinnen (1975); Die Ausgesperrten (1980); Die Klavierspielerin (1983); Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr (1985); Lust (1989); Wolken. Heim (1990); Die Kinder der Toten (1995); Ein Sportstück (1998); Gier (2000); Der Tod und das Mädchen I-V (2003); Bambiland. Babel (2004).
Yaak Karsunke. Geb. 1934 in Berlin. Von 1955 bis 1957 Max-Reinhardt-Schauspielschule in Berlin. Mitbegründer und Herausgeber der Zeitschrift „kürbiskern" (1965-1968). Seit 1969 freier Schriftsteller. 1990 bis 1999 Gastprofessor für „Szenisches Schreiben" an der Hochschule der Künste in Berlin, wo er heute lebt. Lyrik, Theaterstücke, Drehbücher. Deutscher Krimipreis für „Toter Mann" 1990, Erich Fried Preis 2005. W: Kilroy & andere (1967); reden & ausreden (1969);>Bauernoper / Ruhrkampf Revue (1976); da zwischen (1979); auf die gefahr hin (1982); Toter Mann (1989); gespräch mit dem stein (1992); hand & fuß (2004).
Radek Knapp. Geb. 1964 in Warschau. Lebt seit 1976 in Wien. Philosophiestudium an der Universität Wien. Freier Schriftsteller. Auszeichnungen u. a. Nachwuchsstipendium für Literatur des BMfUK 1992, Literaturpreis des ZDF-Kulturmagazins „aspekte" 1994, Förderpreis zum Adalbert-von-Chamisso-Preis 2001. W: Der Bericht (1989); Franio (1994); Ente ä l'orange (1996); Herrn Kukas Empfehlungen (1999); Papiertiger (2003); Gebrauchsanweisung für Polen (2005).
Marina Koreneva. Geb. 1956 in Leningrad. Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin, Drehbuchautorin. Arbeitet am Institut für russische Literatur (Puschkin-Haus) der Akademie der Wissenschaften St. Petersburg. Lebt in St. Petersburg. Übersetzungen u. a. von Nietzsche, Hesse, Rilke, Handke, Nadolny, Sebald. W: Nietzsche in Rußland: Geburt eines Mythos (1996); Werbung ums Glück: Dostojevskij und Moeller an der Brück (1998); Die Geschichte der russischen Literatursprache im Spiegelbild der übersetzten Literatur in Rußland (2000); „Ehre" und „Würde" als Verhaltenscode in der russischen Kultur (2002); Russischer Krininalroman: Geschichte eines Genres (2005).
Vüvi Luik. Geb. 1946 in der Nähe von Viljandi (Estland). Ab 1965 Tätigkeit als Bibliothekarin und Archivarin in Tallinn. Seit 1967 hauptberufliche Schriftstellerin, Mitglied im estnischen Schriftstellerverband. Lebte 1993-1997 in Helsinki, 1998— 2003 in Rom. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1996 Berlinaufenthalt als DAAD-Stipendiatin. Debüt als Lyrikerin 1962, erster Gedichtband 1965. Seitdem zehn Gedichtbände, außerdem Essays, Kinderbücher und Romane. W: Der siebte Friedensfrühling (1991); Die Schönheit der Geschichte (1995).
Heinz Lunzer. Geb. 1948 in Wien. Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. 1969/1970 akademischer Auslandsaufenthalt in den USA. Seit 1979 Leiter der Forschungs- und Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur (seit 1991 im Literaturhaus) in Wien. 1994/95 im vorbereitenden Kuratorium des Österreich-Schwerpunkts auf der Frankfurter Buchmesse. Vorstandsmitglied der Internationalen Erich Fried Gesellschaft. Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen zur österreichischen Literatur und Exilliteratur. W: Joseph Roth (Mithg. 1989); „Was wir umbringen". „Die Fackel" von Karl Kraus (Mitverf. 1999); Horväth (Mithg. 2001); Peter Altenberg (Mitverf. 2003).
Gila Lustiger. Geb. 1963 in Frankfurt/M. Autorin, Übersetzerin und Verlagslektorin. 1982-1986 Studium der Germanistik und Komparatistik an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1987 Umzug nach Paris, wo sie mit ihren zwei Kindern lebt. W: Die Bestandsaufnahme (1995); Aus einer schönen Welt (1997); So sind wir (2005).
Giwi Margwelaschwili. Geb. 1927 in Berlin als Sohn georgischer Emigranten. Anfang 1946 zusammen mit dem Vater vom sowjetischen Geheimdienst in die Ostzone entführt, im Herbst 1947 nach Georgien verschleppt. Studium der Germanistik, Arbeit als Deutsch- und Englischlehrer. Erste Romane und philosophische Arbeiten. Kontakt zu Heinrich Böll. 1971 Berufung an das Philosophische Institut der Georgischen Akademie der Wissenschaften. Wegen Kontaktes mit Wolf Biermann bis 1987 Ausreiseverbot. In der Perestroika-Zeit wiederholte Besuche in der DDR und in Westdeutschland. 1994 deutsche Staatsbürgerschaft. Auszeichnungen u. a. Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung und des DAAD, Brandenburgischer Literatur-Ehrenpreis fiir sein Gesamrwerk 1995, Kunstpreis Berlin 1997, Gustav Regler Preis 2002. Lebt in Berlin. W: Muzal (1991); Das böse Kapitel (1991); Kapitän Wakusch (In Deuxiland, 1991; Sachsenhäuschen, 1992); Der ungeworfene Handschuh (1992); Leben im Ontotext (1993); Gedichtwelten - Realwelten (1994).
Läszlö Marton. Geb. 1959 in Budapest. Studium der Hungarologie, Germanistik und Soziologie. 1983 Debüt mit einem Band Erzählungen. 1983-1990 Lektor beim Helikon-Verlag (Budapest), seither freier Schriftsteller und Übersetzer. Übertragungen barocker, romantischer und klassischer Literatur ins Ungarische (u. a. Novalis, Kleist, Goethe). Romane, Erzählungen, Dramen und Essays. Auszeichnungen u. a. DAAD-Stipendium in Berlin 1998/99, Beiles Lettres-Preis 2001. Lebt in Budapest. W: Die fliehende Minerva oder Die letzten Tage des Verbannten (1997); Die wahre Geschichte des Jacob Wunschwitz (1999); Die schattige Hauptstraße (2003); Im österreichischen Orient (2005).
Gregor Mayer. Geb. 1960 in Graz. Studium der Philosophie und Mathematik in Graz und Wien. 1987 Übersiedlung nach Budapest. 2001-2003 in Belgrad, 2003-2005 in Bagdad, seit 2005 wieder in Belgrad. Tätigkeit als Korrespondent für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und das österreichische Nachrichtenmagazin „profil". Darüber hinaus Veröffentlichungen in „Der Standard", „Die Weltwoche", „Kommune", „Le Monde Diplomatique" (deutsche Ausgabe) u.v.m. Übersetzungen aus dem Ungarischen (Istvan Eörsi).
Johannes Muggenthaler. Geb. 1955 in Bühl, Baden. Lebt als Schriftsteller und bildender Künstler in Prien am Chiemsee. Zahlreiche Ausstellungen von Photoarbeiten in Museen und Galerien, u. a. im Lenbachhaus in München, Museum Moderner Kunst in Wien. Verfasser von Romanen, Theaterstücken und Erzählungen. W: Liebe und Schulden (1989); Wie man sich glücklich verirrt (1995); Regen und andere Niederschläge oder Die falsche Inderin (2002); Der Idiotenhügel (2004).
Christoph Ransmayr. Geb. 1954 in Wels, Oberösterreich. 1972-1978 Studium der Philosophie und Ethnologie an der Universität Wien. 1978-1982 Kulturredakteur der Monatszeitschrift „Extrablatt". Reportagen und Essays u. a. für „Transatlantik", „Merian" und „Geo". Seit 1982 freier Schriftsteller. Zahlreiche Reisen. Lebt in West Cork, Irland. Auszeichnungen u. a. Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1992, Franz-Kafka-Literaturpreis 1995, Prix Aristeion 1996, Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg 1998, Bertolt-Brecht-Literaturpreis der Stadt Augsburg 2004. W: Strahlender Untergang (1982); Die Schrecken des Eises und der Finsternis (1984); Die letzte Welt (1988); Morbus Kitahara (1995); Der Weg nach Surabaya (1997); Die dritte Luft oder Eine Bühne am Meer (1997); Die Unsichtbare (2001); Die Verbeugung des Riesen (2003); Geständnisse eines Touristen (2004).
Christa Rothmeier. Geb. 1948 in Altenmarkt, Niederösterreich. Studium der Slawistik und Romanistik in Wien und Prag, Promotion zur tschechischen Avantgarde-Kunst der 20er Jahre. Seit 1976 freiberufliche Universitätslektorin, Publizistin, Redakteurin und literarische Übersetzerin. Übertragungen aus dem Tschechischen u. a. von Ivan Blatny, Petr Borkovec, Ivan Binar, Jakub Demi, Bohumila Grögerovä, Zbynek Hejda, Jan Skäcel. Auszeichnungen: Kulturpreis des Landes Niederösterreich für literarische Übersetzung 1997, Premia Bohemica 1999, Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung 2000, Artis Bohemiae Amicis 2003, Karel-Capek-Preis 2005. Lebt in Klosterneuburg bei Wien. W: Mähren (Hg. 1997); Die entzauberte Idylle (Hg. 2004).
Hamid Sadr. Geb. 1946 in Teheran. 1968 Politisches Exil in Österreich. Studium der Chemie und Politikwissenschaften an der Universität Wien. 1979 Paris-Aufenthalt. 1995 österreichische Staatsbürgerschaft. Lebt in Wien. Seit 1967 Mitglied des (immer noch verbotenen) Schriftstellerverbandes des Iran, seit 1980 Mitglied im Rat des „National Movement of the Iranian Resistance". Mehrere Auszeichnungen, u. a. Österreichisches Staatsstipendium 2000. Romane, Erzählungen, Essays. W: Gesprächszettel an Dora (1994); Der Gedächtnissekretär (2005).
Gaston Salvatore. Geb. 1941 in Valparaiso, Chile. Sohn italienischer Einwanderer, Neffe von Salvador Allende. Jurastudium. 1965 Auswanderung nach Deutschland. Studium der Soziologie und Politologie an der Freien Universität in Berlin. Als enger Freund Rudi Dutschkes in der Studentenbewegung aktiv. 1969 wegen „Landfriedensbruch" in Haft, danach Niederlassung in Italien. Schreibt seit seiner Auswanderung Deutsch. 1980 Gründung der Zeitschrift „Transatlantik" mit Hans Magnus Enzens-berger. Auszeichnungen u. a. Gerhart-Hauptmann-Preis 1973, Kleist-Preis 1991. Lebt in Venedig. W: Intellektuelle und Sozialismus (1968); Büchners Tod (1972); Fossilien (1976); Freibrief (1977); Waldemar Müller (1982); Stalin (1985); Über den Umgang mit schönen Frauen (1997); Lektionen der Finsternis (1988); King Kongo (1991); Venedig (1995); Wolfgang Neuss (1995); Heß und andere Stücke (1998); Einladung zum Untergang (2000).
Peter Schneider. Geb. 1940 in Lübeck. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Freiburg, München und Berlin. In den 60er Jahren avancierte er zu einem Wortführer der Studentenbewegung, im Zuge einer wachsenden kritischen Distanz dazu erschien 1973 seine Erzählung „Lenz". Lehrer an einer Privatschule, freier Rundfunkmitarbeiter, schließlich freier Schriftsteller. Seit 1985 Gastdozent an amerikanischen Universitäten, u. a. Stanford und Princeton. Erzählungen, Romane und Drehbücher. Lebt in Berlin. W: Atempause (1977); Messer im Kopf (1979); Der Mauerspringer (1982); Deutsche Ängste (1988); Paarungen (1992); Vom Ende der Gewißheit (1994); Das Versprechen (1995); Eduards Heimkehr (1999); „Und wenn wir nur eine Stunde gewinnen..." (2001); Das Fest der Missverständnisse (2003); Frauen im Schatten der Götter (2004); Skylla (2005).
Egon Schwarz. Geb. 1922 in Wien. 1938 Flucht über Prag und Frankreich nach Bolivien und Ecuador, dort Schulbesuch. Studium der Deutschen und Romanischen Philologie an der Ohio State University und der University of Washington in Seattle. Professor an der Washington University in St. Louis, jetzt emeritiert. Ehrendoktor der Universität Wien 1997 und der Universität Örebro in Schweden 2002. Zahlreiche Publikationen zur spanischen, deutschen und österreichischen Literatur und Kultur, v.a. zur deutschsprachigen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und der Exilliteratur. Arbeit als Literaturkritiker (FAZ) und Essayist. Lebt in St. Louis, Missouri. W: Das verschluckte Schluchzen (1972); Keine Zeit für Eichendorff (1979, u.d.T. „Unfreiwillige Wanderjahre" 2005); Literatur aus vier Kulturen (1987); „Ich bin kein Freund allgemeiner Urteile über ganze Völker" (2000); Die japanische Mauer (2002).
Ruth Schweikert. Geb. 1965 in Lörrach, Baden-Württemberg, aufgewachsen in der Schweiz. Studium der Germanistik, Theaterausbildung, verschiedene Theaterprojekte. Beiträge in Anthologien und Literaturzeitschriften. Auszeichnungen u. a. Bertelsmann-Stipendium 1994, Suhrkamp-Stipendium 1996. Lebt in Zürich. Erzählungen, Romane. W: Erdnüsse. Totschlagen (1994); Augen zu (1998); Ohio (2005).
Ursula Seeber. Geb. 1956 in Innsbruck. Germanistikstudium in Innsbruck und Wien. Mitarbeiterin der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur in Wien und Verlagslektorin, seit 1993 Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus. Lebt in Wien. Arbeiten zur österreichischen Literatur und Exilliteratur. Exil-Ausstellungen (mit Alisa Douer): „Die Zeit gibt die Bilder" (1992); „Wie weit ist Wien?" (1995); „Kleine Verbündete" (1997). W: Ein Niemandsland, aberweich ein Rundblick! (Hg. 1998); Frauen aus Wien (1999); Altes Land, neues Land (Mithg. 1999); All right, what's left (Mithg. 2001); Asyl wider Willen (Hg. 2003); Geteilte Erinnerung (Mithg. 2003); Anna Mahler (Mithg. 2004); Fred Wander (Mithg. 2005).
Aagot Vinterbo-Hohr. Geb. 1936 in West-Finnmark, Norwegen. Samische Autorin. Medizinstudium in Österreich, Ärztin. Auszeichnung: The Norwegian Debütant Award 1987. Novellen und Gedichte in norwegischen, schwedischen und englischsprachigen Anthologien, Rezensionen und Diskussionsbeiträge in literarischen Zeitschriften und der Tagespresse. Lebt inTrondheim. W: Palimpsest (1987); Kjasrlighetsfuge (1991).
Alexander von Bormann. Geb. 1936 auf Menzlin, Vorpommern. Literaturwissenschaftler und Publizist, 1971-2002 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Amsterdam. Präsidiumsmitglied der Erich Fried-Gesellschaft seit ihrem Bestehen. Lebt in Amsterdam. W: Volk - Nation - Europa. Zur Romantisierung und Entromantisierung politischer Begriffe (Mithg. 1998); Erich Fried: Gedichte (Hg. 1993); Romantisches Erzählen (Mithg. 1995); Goethe und das Zeitalter der Romantik (Mithg. 2002); Romantische Religiosität (Hg. 2005).
Beatrice von Matt-Albrecht. Geb. 1936 in Basel, aufgewachsen in Stans, Nidwaiden. Dr. phil., Literaturkritikerin und Publizistin. Studien in Zürich, Paris und Cambridge. Bis 1995 Feuilletonredakteurin der „Neuen Zürcher Zeitung". Auszeichnungen u. a. „critic in residence" an der Washington University, St. Louis (1995). Mitarbeit bei kulturellen Organisationen, u. a. ab 1998 Stiftungsrätin der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia. Bücher zur Schweizer Literatur. Lebt bei Zürich. W: Meinrad Inglin (1976); Unruhige Landsleute (Hg. 1980); Lesarten (1985); Antworten (Hg.1991); Frauen schreiben die Schweiz (1998); .Abends um acht" (Mitverf. 1998); Köpfe, Klänge und Geschichten (Mitverf. 2004).
Ernest Wichner. Geb. 1952 in Guttenbrunn, Banat. Studium der Germanistik und Rumänistik an der Universität Temeswar. Gründungsmitglied der Schriftstellergruppierung Aktionsgruppe Banat (1972-1975). 1975 Übersiedlung in die BRD. Studium der Germanistik und Politologie an der Freien Universität in Berlin. Autor (Gedichte, Erzählungen), Literaturkritiker, Übersetzer aus dem Rumänischen. Lebt in Berlin und leitet seit 2003 das Berliner Literaturhaus. Auszeichnungen u. a. Förderpreis zum Marburger Literaturpreis 1987, Förderpreis zum Anton-Gryphius-Preis 1991. W: Steinsuppe (1988); Alte Bilder (2001); Die Einzahl der Wolken (rumänisch/deutsch 2003); Rückseite der Gesten (2003). show less
May 21, 2007German
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