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Ulrich C. Schreiber

Author of Die Flucht der Ameisen

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Onni Claasen ist Professor für physikalische Chemie und führt seit einiger Zeit mit der Archäologie Professorin Martina Donners eine Beziehung. Während sich die beiden einen schönen Abend machen wollen, finden sie unter den Sachen von Onnis Großvater eine Vogelknochenflöte. Onni will versuchen, sie zu spielen; dies lehnt Martina strikt ab, da diese Flöte eine wissenschaftliche Entdeckung darstellt. Also geht er ins Bad, um sie zu waschen, kann aber der Verlockung nicht widerstehen show more und spielt sie. Plötzlich stürmt ein fremder Mann aus dem Bad, und von Onni fehlt jede Spur. Der Fremde scheint ein Cro-Magnon-Mensch zu sein. Mithilfe der Polizei, Ärzten und einiger Kollegen versucht Martina herauszufinden, was passiert ist.

Derweil erwacht Onni an einem ihm unbekannten Ort, umgeben von Fremden, die eine ihm unbekannte Sprache sprechen. Zuerst meint er, fernab von jeglicher Zivilisation, bei Menschen gelandet zu sein, die so leben, wie es die Menschen in der Steinzeit einst getan haben. Doch als er überhaupt keine Hinweise auf die Zivilisation finden kann, nicht mal Kondensstreifen sind am Himmel zu sehen, beginnt er zu befürchten, in der Vergangenheit gelandet zu sein.

In Finnland geht die junge Kaija fischen, um für einen Moment ihrem stressigen Alltag zu entfliehen. Doch dort ist sie nicht allein, und so entgeht sie nur knapp einer Vergewaltigung und erwacht plötzlich an einem unbekannten Ort. Dort trifft sie auf Onni. Fortan versuchen die beiden herauszufinden, was mit ihnen passiert ist, während sie mit immer neuen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Das Buch ist spannend geschrieben und weist so einige überraschende Wendungen auf, welche rückblickend betrachtet bereits zuvor irgendwie angedeutet wurden. Durch den flüssigen Schreibstil kann man der Geschichte leicht folgen. Auch einige witzige Stellen waren dabei, wie die Szenen mit dem Cro-Magnon.

Es ist ein ganz interessantes Gedankenspiel, welches für Fans von Zeitreisen absolut empfehlenswert ist.

Ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten.
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Ulrich C. Schreiber ist Geowissenschaftler und malt sich in seinem Roman aus, welche Auswirkungen es hätte, wenn in der Eifel ein Vulkan aktiv würde.

Der Roman ist in drei Teile unterteilt - Erde, Feuer, Wasser - und jeder Teil beginnt mit einem Blick auf einem Ameisenhaufen. Die Entdeckung, dass Ameisenhaufen nicht zufällig im Wald gebaut werden, sondern mit geologischen Strukturen korreliert werden können, bringt in der Geschichte die Erkenntnisse ins Rollen - und wahr im wahren Leben show more wohl auch Auslöser für das Schreiben des Romans.

Mit dem Schreibstil bin ich hier nicht ganz warm geworden, auf der einen Seite viel Fachvokabular, auf der anderen Seite eine recht einfache und nicht selten auch klischeehafte Schreibweise. Für mich hätte auch die Konzentration auf das "was wäre wenn"-Szenario ausgereicht, ohne dass der Protagonist sich ständig sehenden Auges in Gefahrensituationen bringen müsste oder dass von der Haupthandlung ablenkende (wenn auch damit verknüpfte) Nebengeschichten in den Text aufgenommen wurden.

Die im Titel angesprochene Flucht der Ameisen kommt dann auch nur im übertragenen Sinn vor.

Alles in allem eine interessante und durchaus spannende Geschichte, die aber auch einige Szenen enthält, die meiner Meinung nach unnötig waren - geeignet für Leserinnen und Leser mit zumindest etwas Interesse an den Naturwissenschaften.
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