
Max Otte
Author of Der Crash kommt
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Works by Max Otte
Endlich mit Aktien Geld verdienen: Die besten Strategien und Techniken, die Erfolg versprechen (2012) 6 copies, 1 review
Die Krise hält sich nicht an Regeln: 99 Antworten auf die wichtigsten Fragen nach dem Corona-Crash (2010) 5 copies
Auf der Suche nach dem verlorenen Deutschland: Notizen aus einer anderen Zeit (German Edition) (2025) 2 copies, 1 review
Erfolgreiches Value-Investieren : Geniale Investmentstrategien in Zeiten globaler Veränderungen (2014) 2 copies
Deutsche Superinvestoren aus Graham- und Doddsville : Erfolgsgeheimnisse der besten Value-Investoren (2013) 1 copy
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Max Otte ist durch seine zutreffenden Analysen und kritischen Kommentare zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen bekannt. Er hat sich in Deutschland als „Krisenökonom“ profiliert, vor allem durch sein Buch „Der Crash kommt“ 2006, mit dem er früh vor wirtschaftlichen Turbulenzen warnte.In diesem Buch setzt sich Max Otte mit dem Zustand Deutschlands auseinander – ökonomisch, gesellschaftlich und politisch.
Vor allem aber interessant waren für mich die privaten show more Erlebnisse als die Quelle seines Könnens und seiner Entwicklung. Wir lernen ihn als Schüler, Abiturienten, Studenten und Ökonomen kennen, der zwischen Deutschland und den USA pendelt.
Sein ruhiger, ausgleichender Ton schwingt auch in diesem Buch mit, das ich sehr gerne gelesen habe. Sein Weg vom Schüler zum Studenten einer Eliteuni bis hin zum Kandidaten für das Bundespräsidenten-Amt sind ein Stück gelebtes, aufrichtiges Deutschland. Er ist heute ein erfolgreicher Unternehmer und Bürger Deutschlands, aber auch der USA.
Besonders gefallen habe mir die Beschreibungen seines Heimatdorfes, die Straße, der Weg, Geschichte und Geschichten, hier schwingt liebevolle Anteilnahme, ja rührende Erinnerung und wohltuendes Gefühl der Verbundenheit mit, die ich so. noch nie gelesen habe. Sein Weg zum Kindergarten war ein 1,5 km langer Hol- und Bringdienst der Mütter in der unmittelbaren Umgebung. Aber er wollte am ersten Tag, wie so viele von uns, dort in keinem Fall bleiben. Man überzeugte ihn zum ersten Tag, mit der Antwort von ihm: „Dann bleibe ich eben. Aber eins sage ich Dir: morgen komme ich nicht wieder. „Nach dem dritten Tag blieb er, sein Bruder hatte einen monatelangen Trennungsschmerz von zuhause.
Dieser Satz berührte mich: „Bei meinen Erkundungs- und Botengängen als Kind sah ich eigentlich immer jemanden auf der Straße, oft von der Generation der Großeltern. Ich grüßte auch immer und meistens wurde freundlich zurückgegrüßt. Manchmal entwickelte sich eine kleine Unterhaltung.“ Warum? Werde ich heute von irgendjemand auf der Straße gegrüßt? Es ist eher selten bis nicht mehr präsent!
Max Otte beschreibt den Zustand seines Jugend-Dorfes in seinen einzelnen Bestandteilen nachvollziehbar bis hin zu den Bäckereien, den Friseuren, den Lebensmittelladen, dem Metzger den Restaurants, den Kneipen, Schreibwaren und Lottogeschäft und ein Wollwarengeschäft. Es steht irgendwie vor einem und gleichzeitig das Gefühl, nein, das alles ist längst verschwunden. Man spürt seine Hingabe zur Herkunft und die Fähigkeit zur präzisen Beobachtung der Dinge, vor allem auch der zwischenmenschlichen Kommunikation.
Wer also kein BlaBla, sondern echte Hinwendung zur Heimat erwartet, der liegt hier genau richtig. Die einzelnen Ortsinhalte erkennt jeder, kann sie auf seine eigene Herkunft übertragen, und das Ganze mit dem heute vergleichen. „Während der Grundschulzeit und auch in den ersten Jahren danach war ich ein Wald-Kind. Und ein Buch-Kind. Im Rückblick eine glückliche Kombination.“ Max Otte gelingt ein spannender Anschauungsunterricht aus seiner Jugendzeit, „Handys gab es keine, und bis zum Abendessen kümmerte sich niemand darum, was wir machten.“
Die erste allgemeine Schulpflicht in einem deutschen Gebiet wurde bereits 1556 im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken eingeführt – sie gilt als eine der weltweit ersten gesetzlichen Schulpflichten für Jungen und Mädchen. England hatte vor dem ersten Weltkrieg noch keine allgemein verbindliche Schulpflicht.
Max Otte beschreibt so in der Folge ein Land, das Werte, Identität und wirtschaftliche Prosperität verliert, und macht deutlich, dass hier tiefgreifende Veränderungen und Fehlentwicklungen vorliegen, die nicht nur einzelne Bereiche, sondern das gesamte Gefüge der Gesellschaft betreffen. Otte analysiert sowohl Ursachen als auch Konsequenzen dieses „Verlusts“ und sucht nach Wegen, wie Deutschland eine neue Stabilität und einen Kurs zurück zu Stärke und Selbstbewusstsein finden kann.
Ein zentrales Thema ist die ökonomische Entwicklung, die Otte als problematisch darstellt. Mit seinem Hintergrund als Volkswirt und Value-Investor bietet er nicht nur eine Einordnung der makroökonomischen Sachverhalte, sondern auch praktische Perspektiven für Anleger und wirtschaftlich Interessierte. Seine Kritik an der Eurozone, die er schon vor Jahren thematisierte, findet hier eine Erweiterung im Kontext der aktuellen Herausforderungen Deutschlands.
Darüber hinaus widmet sich das Buch gesellschaftlichen Fragen: Identitätsverlust, politische Orientierungslosigkeit und die Spaltung der Gesellschaft werden aus Ottes patriotisch-konservativer Perspektive betrachtet. Dabei verbindet er persönliche Erfahrungen mit einer breiten Analyse der politischen Prozesse und kulturellen Dynamiken, die Deutschland prägen. Ottes Stil ist direkt, oft provokant, aber stets nah an den Leserinnen und Lesern, was sein Buch sowohl für ein akademisch interessiertes Publikum als auch für den interessierten Laien zugänglich macht. show less
Vor allem aber interessant waren für mich die privaten show more Erlebnisse als die Quelle seines Könnens und seiner Entwicklung. Wir lernen ihn als Schüler, Abiturienten, Studenten und Ökonomen kennen, der zwischen Deutschland und den USA pendelt.
Sein ruhiger, ausgleichender Ton schwingt auch in diesem Buch mit, das ich sehr gerne gelesen habe. Sein Weg vom Schüler zum Studenten einer Eliteuni bis hin zum Kandidaten für das Bundespräsidenten-Amt sind ein Stück gelebtes, aufrichtiges Deutschland. Er ist heute ein erfolgreicher Unternehmer und Bürger Deutschlands, aber auch der USA.
Besonders gefallen habe mir die Beschreibungen seines Heimatdorfes, die Straße, der Weg, Geschichte und Geschichten, hier schwingt liebevolle Anteilnahme, ja rührende Erinnerung und wohltuendes Gefühl der Verbundenheit mit, die ich so. noch nie gelesen habe. Sein Weg zum Kindergarten war ein 1,5 km langer Hol- und Bringdienst der Mütter in der unmittelbaren Umgebung. Aber er wollte am ersten Tag, wie so viele von uns, dort in keinem Fall bleiben. Man überzeugte ihn zum ersten Tag, mit der Antwort von ihm: „Dann bleibe ich eben. Aber eins sage ich Dir: morgen komme ich nicht wieder. „Nach dem dritten Tag blieb er, sein Bruder hatte einen monatelangen Trennungsschmerz von zuhause.
Dieser Satz berührte mich: „Bei meinen Erkundungs- und Botengängen als Kind sah ich eigentlich immer jemanden auf der Straße, oft von der Generation der Großeltern. Ich grüßte auch immer und meistens wurde freundlich zurückgegrüßt. Manchmal entwickelte sich eine kleine Unterhaltung.“ Warum? Werde ich heute von irgendjemand auf der Straße gegrüßt? Es ist eher selten bis nicht mehr präsent!
Max Otte beschreibt den Zustand seines Jugend-Dorfes in seinen einzelnen Bestandteilen nachvollziehbar bis hin zu den Bäckereien, den Friseuren, den Lebensmittelladen, dem Metzger den Restaurants, den Kneipen, Schreibwaren und Lottogeschäft und ein Wollwarengeschäft. Es steht irgendwie vor einem und gleichzeitig das Gefühl, nein, das alles ist längst verschwunden. Man spürt seine Hingabe zur Herkunft und die Fähigkeit zur präzisen Beobachtung der Dinge, vor allem auch der zwischenmenschlichen Kommunikation.
Wer also kein BlaBla, sondern echte Hinwendung zur Heimat erwartet, der liegt hier genau richtig. Die einzelnen Ortsinhalte erkennt jeder, kann sie auf seine eigene Herkunft übertragen, und das Ganze mit dem heute vergleichen. „Während der Grundschulzeit und auch in den ersten Jahren danach war ich ein Wald-Kind. Und ein Buch-Kind. Im Rückblick eine glückliche Kombination.“ Max Otte gelingt ein spannender Anschauungsunterricht aus seiner Jugendzeit, „Handys gab es keine, und bis zum Abendessen kümmerte sich niemand darum, was wir machten.“
Die erste allgemeine Schulpflicht in einem deutschen Gebiet wurde bereits 1556 im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken eingeführt – sie gilt als eine der weltweit ersten gesetzlichen Schulpflichten für Jungen und Mädchen. England hatte vor dem ersten Weltkrieg noch keine allgemein verbindliche Schulpflicht.
Max Otte beschreibt so in der Folge ein Land, das Werte, Identität und wirtschaftliche Prosperität verliert, und macht deutlich, dass hier tiefgreifende Veränderungen und Fehlentwicklungen vorliegen, die nicht nur einzelne Bereiche, sondern das gesamte Gefüge der Gesellschaft betreffen. Otte analysiert sowohl Ursachen als auch Konsequenzen dieses „Verlusts“ und sucht nach Wegen, wie Deutschland eine neue Stabilität und einen Kurs zurück zu Stärke und Selbstbewusstsein finden kann.
Ein zentrales Thema ist die ökonomische Entwicklung, die Otte als problematisch darstellt. Mit seinem Hintergrund als Volkswirt und Value-Investor bietet er nicht nur eine Einordnung der makroökonomischen Sachverhalte, sondern auch praktische Perspektiven für Anleger und wirtschaftlich Interessierte. Seine Kritik an der Eurozone, die er schon vor Jahren thematisierte, findet hier eine Erweiterung im Kontext der aktuellen Herausforderungen Deutschlands.
Darüber hinaus widmet sich das Buch gesellschaftlichen Fragen: Identitätsverlust, politische Orientierungslosigkeit und die Spaltung der Gesellschaft werden aus Ottes patriotisch-konservativer Perspektive betrachtet. Dabei verbindet er persönliche Erfahrungen mit einer breiten Analyse der politischen Prozesse und kulturellen Dynamiken, die Deutschland prägen. Ottes Stil ist direkt, oft provokant, aber stets nah an den Leserinnen und Lesern, was sein Buch sowohl für ein akademisch interessiertes Publikum als auch für den interessierten Laien zugänglich macht. show less
Aug 31, 2025German
Dieses Buch müsste eigentlich vierfach so teuer sein wie es ist, denn es stiehlt keine Zeit. Ein derart verdichtetes Buch sei jedem empfohlen, der heute in der Euro-Schulden-Problematik mitreden möchte. Prof. Otte bringt die Schieflagen klar auf den Punkt und gibt am Ende des 32-seitigen Essays zudem Ratschläge, was der Staat und jeder Einzelne selbst zur Überwindung der Krise tun kann.
Wir müssen Arbeitseinkommen fördern und nicht Kapital, ein Schuldenschnitt scheint dafür show more unvermeidlich. Siehe auch Debt: The First 5,000 Years Fragen muss man, wem wir alle diese wahnsinnigen Schulden schuldig sind? Die Zentralbanken (also wir, der Staat!!) verleihen Geld billig an Banken, die mit einem unfasslichen Hebel (wieviel sind 8% Zinsen, die jemand an diese Banken zahlen muss im Vergleich zu 0,5%, zu denen sich Banken das Geld bei uns leihen?) ihre Profite machen, unseriöse Wetten platzieren und an der Realwirtschaft vorbei agieren, in wirtschaftlich windigen Wolkenkuckucksheimen zu Hause sind.
Mehr als 99% aller Menschen sind auf dem Weg dies zu ändern. Wenn die Politik nicht mit-regiert und den Ernst der Lage erkennt, dürfte es für sie höchstproblematisch werden. Die Schulden jetzt zahlen wir alle - und zwar an die Banken und die Superreichen, die durch den o.g. Hebel von Banken völlig verantwortungslose Gewinne einstreichen. Sie daran zu erinnern, dass ihre Slot-Maschinen Risiken beinhalten, ist eine der besten Maßnahmen, um Banker & deren Kapitalprofiteure wieder auf Normalmaß einzunorden - und nicht auf unmögliche Steigerungsraten in der Gewinnmaximierung einzu-gieren.
Obwohl wir den Krieg verloren haben, darf Deutschland heute nicht dem Trugschluss unterliegen, es allen Recht machen zu wollen. Wir müssen führen und den vollzogenen europäischen Währungsraum zu einem konsequenten Wirtschaftsraum ausbauen, um die organisierte Verantwortungslosigkeit zu stoppen. Dazu gehören Zielvorgaben und Kontrollen - wer nicht mithält, kann auch nicht mehr von den Vorteilen profitieren. Es ist so einfach, dabei muss die Herrschaft der Finanzoligarchie gebrochen und ein neues Verständnis für die Realwirtschaft begründet werden.
Es ist wirklich so ernst, wie Prof. Otte auf Seite 39 formuliert: "Die hemmungslose Herrschaft des Finanzkapitals gefährdet unsere Demokratie inzwischen so stark, wie es zuletzt vielleicht vor 100 Jahren in den USA der Fall war. Es kommt darauf an, schnell - wie das nach der Weltwirtschaftskrise 1929 der Fall war - das Primat der Politik vor den Kapitalmärkten zurückzugewinnen.
Jeder kann heute die Kernproblematiken unserer Finanzkrise durchschauen, dank diesem Büchlein schafft man dies schnell und konzentriert, abseits von allen Halbwahrheiten, die uns Zeitungen, Fernsehen oder der Stammtisch einreden wollen. Wichtig ist, dass wir alle heute mitdenken und die Politiker fordern. Auch sie sind in Gefahr, von den Finanzmärkten vereinnahmt und umarmt zu werden. Wer hätte gedacht, dass ein SPD Kanzler ausgerechnet die Schleusen für den thatcher-artigen Kapitalfluss öffnen würde? Ein fataler Fehler, den der damalige Finanzminister Lafontaine verhindern wollte. Die damaligen, persönlichen Folgen: uns allen bekannt.
Interessant finde ich, dass Otte Jean Claude Juncker als den Kern dessen enttarnt, was er vertritt: Ein Demagoge der finanzkapitalistischen Art, der nicht davor zurückschreckt, Kriegsvergleiche zu ziehen: "Ein Tag Krieg ist teuer als das, was die ganze Rettungsaktion kosten wird." Siehe meine Rezension: Lügenbarone und Ganoven: Von Atomminister bis Zentralbanker Klar ist, bei den Rettungsaktionen geht es um die Rettung der Banken und nicht der Griechen oder bald auch der Italiener. Das von uns zugeschossene Geld führt in direkter Pipeline zu den Banken bzw. den Finanzspekulaten, die ihr Risiko mit dem Geld aus unseren Taschen absichern und sich die Hände reiben.
Käme Plato mit einer Zeitmaschine zu uns, so schreibt Graeber in dem Buch Debt: The First 5,000 Years, er würde sich nicht wundern, Menschen zu sehen, die arbeiten müssen, nicht, um ihr Leben zu leben, sondern um eine Schuld zu bezahlen, für die ihr Leben gar nicht ausreicht. (FAZ) Zu seiner Zeit nannte man sie Sklaven. Hohe Verschuldung ist dann existenzbedrohend für alle, wenn es möglich wird, dass die Geldverleiher ihre Kreditvergaben über Schulden finanzieren und dann ihre eigenen Schulden nicht mehr selbst bezahlen, sondern im Misserfolgsfalle uns alle, die Sklaven, unterjochen.
2011 show less
Wir müssen Arbeitseinkommen fördern und nicht Kapital, ein Schuldenschnitt scheint dafür show more unvermeidlich. Siehe auch Debt: The First 5,000 Years Fragen muss man, wem wir alle diese wahnsinnigen Schulden schuldig sind? Die Zentralbanken (also wir, der Staat!!) verleihen Geld billig an Banken, die mit einem unfasslichen Hebel (wieviel sind 8% Zinsen, die jemand an diese Banken zahlen muss im Vergleich zu 0,5%, zu denen sich Banken das Geld bei uns leihen?) ihre Profite machen, unseriöse Wetten platzieren und an der Realwirtschaft vorbei agieren, in wirtschaftlich windigen Wolkenkuckucksheimen zu Hause sind.
Mehr als 99% aller Menschen sind auf dem Weg dies zu ändern. Wenn die Politik nicht mit-regiert und den Ernst der Lage erkennt, dürfte es für sie höchstproblematisch werden. Die Schulden jetzt zahlen wir alle - und zwar an die Banken und die Superreichen, die durch den o.g. Hebel von Banken völlig verantwortungslose Gewinne einstreichen. Sie daran zu erinnern, dass ihre Slot-Maschinen Risiken beinhalten, ist eine der besten Maßnahmen, um Banker & deren Kapitalprofiteure wieder auf Normalmaß einzunorden - und nicht auf unmögliche Steigerungsraten in der Gewinnmaximierung einzu-gieren.
Obwohl wir den Krieg verloren haben, darf Deutschland heute nicht dem Trugschluss unterliegen, es allen Recht machen zu wollen. Wir müssen führen und den vollzogenen europäischen Währungsraum zu einem konsequenten Wirtschaftsraum ausbauen, um die organisierte Verantwortungslosigkeit zu stoppen. Dazu gehören Zielvorgaben und Kontrollen - wer nicht mithält, kann auch nicht mehr von den Vorteilen profitieren. Es ist so einfach, dabei muss die Herrschaft der Finanzoligarchie gebrochen und ein neues Verständnis für die Realwirtschaft begründet werden.
Es ist wirklich so ernst, wie Prof. Otte auf Seite 39 formuliert: "Die hemmungslose Herrschaft des Finanzkapitals gefährdet unsere Demokratie inzwischen so stark, wie es zuletzt vielleicht vor 100 Jahren in den USA der Fall war. Es kommt darauf an, schnell - wie das nach der Weltwirtschaftskrise 1929 der Fall war - das Primat der Politik vor den Kapitalmärkten zurückzugewinnen.
Jeder kann heute die Kernproblematiken unserer Finanzkrise durchschauen, dank diesem Büchlein schafft man dies schnell und konzentriert, abseits von allen Halbwahrheiten, die uns Zeitungen, Fernsehen oder der Stammtisch einreden wollen. Wichtig ist, dass wir alle heute mitdenken und die Politiker fordern. Auch sie sind in Gefahr, von den Finanzmärkten vereinnahmt und umarmt zu werden. Wer hätte gedacht, dass ein SPD Kanzler ausgerechnet die Schleusen für den thatcher-artigen Kapitalfluss öffnen würde? Ein fataler Fehler, den der damalige Finanzminister Lafontaine verhindern wollte. Die damaligen, persönlichen Folgen: uns allen bekannt.
Interessant finde ich, dass Otte Jean Claude Juncker als den Kern dessen enttarnt, was er vertritt: Ein Demagoge der finanzkapitalistischen Art, der nicht davor zurückschreckt, Kriegsvergleiche zu ziehen: "Ein Tag Krieg ist teuer als das, was die ganze Rettungsaktion kosten wird." Siehe meine Rezension: Lügenbarone und Ganoven: Von Atomminister bis Zentralbanker Klar ist, bei den Rettungsaktionen geht es um die Rettung der Banken und nicht der Griechen oder bald auch der Italiener. Das von uns zugeschossene Geld führt in direkter Pipeline zu den Banken bzw. den Finanzspekulaten, die ihr Risiko mit dem Geld aus unseren Taschen absichern und sich die Hände reiben.
Käme Plato mit einer Zeitmaschine zu uns, so schreibt Graeber in dem Buch Debt: The First 5,000 Years, er würde sich nicht wundern, Menschen zu sehen, die arbeiten müssen, nicht, um ihr Leben zu leben, sondern um eine Schuld zu bezahlen, für die ihr Leben gar nicht ausreicht. (FAZ) Zu seiner Zeit nannte man sie Sklaven. Hohe Verschuldung ist dann existenzbedrohend für alle, wenn es möglich wird, dass die Geldverleiher ihre Kreditvergaben über Schulden finanzieren und dann ihre eigenen Schulden nicht mehr selbst bezahlen, sondern im Misserfolgsfalle uns alle, die Sklaven, unterjochen.
2011 show less
Apr 19, 2023German
Endlich mit Aktien Geld verdienen: Die besten Strategien und Techniken, die Erfolg versprechen by Max Otte
In wenig anderen Staaten ist Geld verdienen mit Aktien so unpopulär wie in Deutschland. Die Investition in erfolgreiche Unternehmen wurde hier nie wirklich gelernt und die positiven Ergebnisse in die unbändigen Kräfte der Marktwirtschaft ist nach wie vor unpopulär, obwohl wir Exportweltmeister, Erfinder und fleißige Mittelständler haben.
Max Otte gelingt mit diesem Buch ein echter Motivations-Schub für eine Umkehr. „Ich investiere am liebsten langfristig in Qualitätsaktien und show more verdiene mein Geld gerne möglichst stressfrei.“
Das Buch vermittelt die Grundlagen für ein solches Vorgehen, auf leicht verständliche und klare Weise. Im Grunde sollte dieses Buch schon in der Schule behandelt werden, als Geschenk für 18-Jährige eignet es sich bestens.
Im Vergleich zu Aktien sind Immobilien zunehmend problematisch, sie werden von der Regierung bekämpft. „Über Gebühren und Auflagen sowie das im April 2023 verkündete Verbot von Öl- und Gasheizungen werden die Immobilienbesitzer geschröpft.“ Grund genug über die (mobilen) Aktien nachzudenken und in das Können anderer zu vertrauen.
Max Otte beschreibt anschaulich, auch an konkreten Beispiel, wie sein Königsweg der Bewertung aussieht. Mir sind viele Lichter aufgegangen, die ruhige, kluge Art des Autors schwingt zum Leser herüber und macht Mut, sich auf die Bewertung von Unternehmen einzulassen und Anteile davon zu kaufen bzw. zu verfolgen. Jeder ist dazu in der Lage und kann davon profitieren. show less
Max Otte gelingt mit diesem Buch ein echter Motivations-Schub für eine Umkehr. „Ich investiere am liebsten langfristig in Qualitätsaktien und show more verdiene mein Geld gerne möglichst stressfrei.“
Das Buch vermittelt die Grundlagen für ein solches Vorgehen, auf leicht verständliche und klare Weise. Im Grunde sollte dieses Buch schon in der Schule behandelt werden, als Geschenk für 18-Jährige eignet es sich bestens.
Im Vergleich zu Aktien sind Immobilien zunehmend problematisch, sie werden von der Regierung bekämpft. „Über Gebühren und Auflagen sowie das im April 2023 verkündete Verbot von Öl- und Gasheizungen werden die Immobilienbesitzer geschröpft.“ Grund genug über die (mobilen) Aktien nachzudenken und in das Können anderer zu vertrauen.
Max Otte beschreibt anschaulich, auch an konkreten Beispiel, wie sein Königsweg der Bewertung aussieht. Mir sind viele Lichter aufgegangen, die ruhige, kluge Art des Autors schwingt zum Leser herüber und macht Mut, sich auf die Bewertung von Unternehmen einzulassen und Anteile davon zu kaufen bzw. zu verfolgen. Jeder ist dazu in der Lage und kann davon profitieren. show less
Apr 18, 2024German
wichtiges Thema. Prof. Otte zeigt interessante Aspekte und Zusammenhänge der Desinformationstrategie, die uns allersorten antrifft. Das Buch hat mich weiter sensibilisiert für dieses Thema.
Dec 5, 2010German
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