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Peter Wawerzinek

Author of Rabenliebe

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About the Author

Image credit: Peter Wawerzinek, Leipzig Bookfair 2014 By Lesekreis - Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31648478

Works by Peter Wawerzinek

Rabenliebe (2010) 48 copies, 1 review
Schluckspecht (2014) 12 copies, 1 review
Das Kind das ich war (1997) 3 copies
Ich Dylan Ich (2015) 2 copies
Bin ein Schreiberling (2017) 2 copies
Liebestölpel (2019) 2 copies
Mein Babylon (1995) 1 copy

Associated Works

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Common Knowledge

Canonical name
Wawerzinek, Peter
Legal name
Runkel, Peter
Birthdate
1954-09-28
Gender
male
Occupations
gravedigger
carpenter
Awards and honors
Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung (2024)
Nationality
Germany
Birthplace
Rostock, Germany
Places of residence
Berlin, Germany
Associated Place (for map)
Germany

Members

Reviews

3 reviews
Der Autor wurde in den 1950er Jahren als Kind von seiner Mutter in der DDR zurückgelassen, als sie in den Westen floh. Die konkreten Folgen (Heimkindheit, Adoption, späte Suche nach der Mutter) sowie die psychischen Folgen (stetes Gefühl des Unwerts, nie die Erfahrung bedingungsloser Liebe gemacht zu haben, steter Schmerz und Abwesenheit an der Stelle, an der die Mutter sein müsste) beschreibt und verarbeitet der Autor in diesem Roman.
Stilistisch ist der Roman auch aus meiner Sicht ein show more Meisterwerk. Das Buch ist ausgezeichnet geschrieben. Der nahezu assoziative, genial konstruierte Stil verwebt die Geschehnisse u.a. mit Kinderreimen und Zeitungsmeldungen und gibt so dem Persönlichen etwas Überpersönliches, Allgemeingültiges, gibt dem verlassenen Kind in seiner Sprachlosigkeit eine nahezu mythische Sprache an die Hand. Das finde ich absolut genial. Allein schon die Szenen, in denen der Autor seine Mutter aufsucht, sie einkreist, ihr sich mehr und mehr nähert, erzeugen sprachlich eine ungeheuere Spannung.
Ein gewisses Problem habe ich immer mit der Verarbeitung realer Erlebnisse in Büchern, wenn die betreffenden Personen erkennbar sind. Natürlich ist es erhellend, die Geschwister darzustellen. Das gibt eine Abrundung, macht die Mutter als Persönlichkeit sichtbar. Aber es ist auch ein Stück weit vermessen, denn letztendlich steht diese Darstellung da und lässt sich nicht durch die echten Menschen verifizieren oder anreichern. Und so geht es mir letztendlich auch mit der Mutter selbst, dem nie stattfindenden Vater, dem Autor selbst. Eine derartig persönliche Darstellung lädt mich leider immer etwas zum Psychologisieren ein.
Insgesamt gelingt es dem Autor ganz hervorragend, die mythische Figur der Mutter in ihrer Überhöhung zu entthronen.
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½
Live-Autorenlesung nach der vorangegangenen Buchvorlage
(ID-A 11/14). Seine autobiografisch geprägte Lesung beginnt
der gekonnt vortragende "Schluckspecht" im
kindlich-jugendlichen Alter, in dem er im Beisein der Tante
Luci mit Rumtopf und Eierlikör in Berührung kommt und
seinem Hang zum Alkohol frönt, der künftig zu
unkontrolliertem Rausch und zur Sucht führt. Die Exzesse
häufen sich, werden jedoch im Freundeskreis stets als
wohltuend und lohnend angesehen. Im Gegensatz zum Buch
zeigt show more die gekürzte Lesung leider nicht die finale "Rettung
und Wandlung" auf, die dort ein positives Ende erhoffen
lässt. Der lesende Autor vermag Schmerz und Verzweiflung,
Komik und Lebensfreude seiner literarischen Vorlage sehr
wagemutig zu beleuchten. Das Timing von Farbwechseln und
die entspannte Wiedergabe von pulsierenden Textaussagen
reflektieren eine personenbezogene Lebensart, die als
Live-Besetzung Subtilität und Atmosphäre verrät. - Überall
gut einstellbar.
show less
½

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