
Alex Winter (2)
Author of Ein Gespür für Mord. Daryl Simmons' 1. Fall
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Farmertochter Sally Storer ist vor verstörenden Erlebnissen geflohen. Unterwegs entdeckt sie einen schwer verletzten Mann am Ufer des Warburton Creeks und rettet ihn. Er weiß zwar nicht, wer er ist und was ihn in diese Lage gebracht hat, aber er erkennt, dass Sally nur zu Hause das Geschehene verarbeiten kann. Aber die Polizei dort hält sie für die Mörderin ihres verschwundenen Mannes. Als John Rivers begleitet sie der Mann auf die Farm. Es wird eng für Sally, als auch noch ihr Vater show more tot in einem Brunnen aufgefunden wird. John erkennt viele Ungereimtheiten und wundert sich über seine Kenntnisse. Für ihn geraten die Paakantyi-Aborigines, die auf dem Farmland ein Heiligtum haben, immer mehr in Verdacht. Aber eigentlich sind alle, mit denen er es zu tun bekommt, verdächtig.
Ich war wieder einmal sehr angetan von der Beschreibung der Landschaft, der Tiere und auch der Traditionen der Aborigines. Allein das wäre schon spannend, aber auch der Fall hat es in sich und so ist durchgehend Spannung da.
Daryl ist durch seine Schulung und Erziehung in einem Aborigine-Clan geprägt und kann sich daher in die Ureinwohner sehr gut hineinversetzen. Doch von all dem weiß er ja nichts mehr und wundert sich daher immer wieder über seine Intuitionen. Aber auch Sally hat mir gut gefallen. Sie ist eine Frau die eigentlich mit beiden Füßen fest im Leben steht, aber nun war der Wind zu stark und sie gerät ins Wanken. Sie ist stur und gerade heraus, aber sie steht auch zu denen, die ihr etwas bedeuten. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie wenigstens noch ihren Onkel Mathew, der genau wie sie an der Farm hängt und daher allen Widrigkeiten trotzt.
Der Ermittler Scanlan hat sich wie ein Bluthund in den Fall verbissen, aber er stammt aus der Stadt und kann sich weder in die Denkweise der weißen Farmer noch in die der Aborigines hineinfinden. Da ist es kein Wunder, dass John/Daryl und Scanlan immer wieder aneinander geraten.
Bei einer Reise nach Australien habe ich dort mein Herz an das Land verloren und daher mag ich diese Reihe sehr. Sie weckt mein Fernweh, außerdem ist Daryl Simmons ein einzigartiger Ermittler und die Fälle sind spannend.
Das Buch hat mich wieder total begeistert. show less
Ich war wieder einmal sehr angetan von der Beschreibung der Landschaft, der Tiere und auch der Traditionen der Aborigines. Allein das wäre schon spannend, aber auch der Fall hat es in sich und so ist durchgehend Spannung da.
Daryl ist durch seine Schulung und Erziehung in einem Aborigine-Clan geprägt und kann sich daher in die Ureinwohner sehr gut hineinversetzen. Doch von all dem weiß er ja nichts mehr und wundert sich daher immer wieder über seine Intuitionen. Aber auch Sally hat mir gut gefallen. Sie ist eine Frau die eigentlich mit beiden Füßen fest im Leben steht, aber nun war der Wind zu stark und sie gerät ins Wanken. Sie ist stur und gerade heraus, aber sie steht auch zu denen, die ihr etwas bedeuten. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie wenigstens noch ihren Onkel Mathew, der genau wie sie an der Farm hängt und daher allen Widrigkeiten trotzt.
Der Ermittler Scanlan hat sich wie ein Bluthund in den Fall verbissen, aber er stammt aus der Stadt und kann sich weder in die Denkweise der weißen Farmer noch in die der Aborigines hineinfinden. Da ist es kein Wunder, dass John/Daryl und Scanlan immer wieder aneinander geraten.
Bei einer Reise nach Australien habe ich dort mein Herz an das Land verloren und daher mag ich diese Reihe sehr. Sie weckt mein Fernweh, außerdem ist Daryl Simmons ein einzigartiger Ermittler und die Fälle sind spannend.
Das Buch hat mich wieder total begeistert. show less
Jan 18, 2018German
Beinahe wäre John nach dem letzten Fall von Detective Constable Scanlan eingebuchtet worden, aber es gab Freunde, die ihn befreit haben. Um Sally Storer nicht weiter den Nachforschungen von Scanlan auszusetzen, hat sich John nach Tasmanien abgesetzt. Er ist gerade erst angekommen, als er in einen Konflikt zwischen einer Gruppe Naturschützern und den Holzfällern einer Logging-Company gerät. Obwohl er der Polizei möglichst aus dem Weg gehen will, wird er doch in die Sache hineingezogen, show more denn sein erster Job ist es, der geheimnisvollen Mrs. Durack ihre Lebensmittel zu liefern. Während er noch zwischen den Fronten steht, kommt es zu Brandanschlägen und merkwürdigen Todesfällen. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, nähert sich ein außer Kontrolle geratenes Buschfeuer immer mehr.
Wie schon bei den Bänden vorher wird man auch bei dieser Geschichte von Anfang an gepackt. Mir ist es nicht gelungen, das Buch aus der Hand zu legen, bis die letzte Seite gelesen war.
Nun durfte ich schon eine ganz Weile Daryl Simmons bei seinen Ermittlungen begleiten. Ich musste erleben, wie er bei einem Unfall das Gedächtnis verloren hat. Immer wieder war ich gespannt auf einen weiteren Band. Aber nun kündigt der Autor Alex Winter an, dass dies der vorläufig letzte Band der Reihe ist und ich hoffe, die Betonung liegt auf „vorläufig“.
An der Beschreibung der Landschaft von Tassie merkt man gleich, dass Alex Winter sich bestens auskennt. Die Vegetation ist üppig und vielfältig, aber leider wird auch Raubbau an dieser einmaligen Landschaft betrieben und dann sieht es streckenweise aus, als wäre man auf einem kahlen Planeten. Gegen die rücksichtslose Abholzung wollen die Naturschützer kämpfen. Es ist eine bunte Gruppe, die scheinbar neben dem Schutz der Wälder auch alle noch ihre eigenen Interessen verfolgen. Als es dann im Camp der Holzfäller einen Brandanschlag gibt, verhärten sich die Fronten. Keiner traut dem anderen. Auch die Einsiedlerin Mrs. Durack, die sich auf den Berg zurückgezogen hat und ihr kleine Refugium gegen jeden ungebetenen Gast mit dem Gewehr verteidigt, wirkt ziemlich verdächtig. Es sind böse Gerüchte über sie im Umlauf. Was hat sie zu verbergen?
Obwohl Tassie nicht Johns Welt ist, findet er sich verblüffend gut zurecht. Seine Amnesie hindert ihn nicht daran, seine Fähigkeiten zu nutzen. Immer häufiger hat er aber auch Flashbacks, die ihm Dinge aus seinem früheren Leben zeigen. Eigentlich hat John mit dem ganzen Konflikt nichts zu tun, aber seine angeborene Neugier und sein kriminalistisches Instinkt lassen es nicht zu, dass er die Sache einfach hinter sich lässt und sein Gespür im Umgang mit Menschen sorgt dafür, dass er sich sowohl im Camp der Naturschützer als auch bei den Holzfällern bewegen kann und auch Mrs. Durack kennenlernt. Während mir fast alle der Naturfreunde unsympathisch waren, mochte ich die undurchsichtige Mrs. Durack von Anfang an. Aber auch Eddy Reese war mir sympathisch.
Daryl Simmons ist Detective und vertritt das Gesetz, aber immer löst er seine Fälle mit einer eigenen Note, denn sein eigenes Verständnis für Gerechtigkeit spielt immer auch eine Rolle.
Diese Geschichte ist bedrohlich und spannend und das Ende außergewöhnlich. Viele Fragen sind inzwischen geklärt, aber es tut sich eine neue Frage auf: Welche Entscheidung wird Daryl treffen?
Da mich die Bücher um diesen außergewöhnlichen Ermittler immer begeistert habe, hoffe ich doch, dass Ungjeeburra ihm den richtigen Weg weist. show less
Wie schon bei den Bänden vorher wird man auch bei dieser Geschichte von Anfang an gepackt. Mir ist es nicht gelungen, das Buch aus der Hand zu legen, bis die letzte Seite gelesen war.
Nun durfte ich schon eine ganz Weile Daryl Simmons bei seinen Ermittlungen begleiten. Ich musste erleben, wie er bei einem Unfall das Gedächtnis verloren hat. Immer wieder war ich gespannt auf einen weiteren Band. Aber nun kündigt der Autor Alex Winter an, dass dies der vorläufig letzte Band der Reihe ist und ich hoffe, die Betonung liegt auf „vorläufig“.
An der Beschreibung der Landschaft von Tassie merkt man gleich, dass Alex Winter sich bestens auskennt. Die Vegetation ist üppig und vielfältig, aber leider wird auch Raubbau an dieser einmaligen Landschaft betrieben und dann sieht es streckenweise aus, als wäre man auf einem kahlen Planeten. Gegen die rücksichtslose Abholzung wollen die Naturschützer kämpfen. Es ist eine bunte Gruppe, die scheinbar neben dem Schutz der Wälder auch alle noch ihre eigenen Interessen verfolgen. Als es dann im Camp der Holzfäller einen Brandanschlag gibt, verhärten sich die Fronten. Keiner traut dem anderen. Auch die Einsiedlerin Mrs. Durack, die sich auf den Berg zurückgezogen hat und ihr kleine Refugium gegen jeden ungebetenen Gast mit dem Gewehr verteidigt, wirkt ziemlich verdächtig. Es sind böse Gerüchte über sie im Umlauf. Was hat sie zu verbergen?
Obwohl Tassie nicht Johns Welt ist, findet er sich verblüffend gut zurecht. Seine Amnesie hindert ihn nicht daran, seine Fähigkeiten zu nutzen. Immer häufiger hat er aber auch Flashbacks, die ihm Dinge aus seinem früheren Leben zeigen. Eigentlich hat John mit dem ganzen Konflikt nichts zu tun, aber seine angeborene Neugier und sein kriminalistisches Instinkt lassen es nicht zu, dass er die Sache einfach hinter sich lässt und sein Gespür im Umgang mit Menschen sorgt dafür, dass er sich sowohl im Camp der Naturschützer als auch bei den Holzfällern bewegen kann und auch Mrs. Durack kennenlernt. Während mir fast alle der Naturfreunde unsympathisch waren, mochte ich die undurchsichtige Mrs. Durack von Anfang an. Aber auch Eddy Reese war mir sympathisch.
Daryl Simmons ist Detective und vertritt das Gesetz, aber immer löst er seine Fälle mit einer eigenen Note, denn sein eigenes Verständnis für Gerechtigkeit spielt immer auch eine Rolle.
Diese Geschichte ist bedrohlich und spannend und das Ende außergewöhnlich. Viele Fragen sind inzwischen geklärt, aber es tut sich eine neue Frage auf: Welche Entscheidung wird Daryl treffen?
Da mich die Bücher um diesen außergewöhnlichen Ermittler immer begeistert habe, hoffe ich doch, dass Ungjeeburra ihm den richtigen Weg weist. show less
Aug 26, 2018German
Der behinderte Aborigine-Junge Robb Tomkins hat die Leiche eines Fischers aus dem Dorf gefunden, als er beim Angeln im Schiffswrack herumkletterte. Da sich der Mordfall nicht klären lässt, ermittelt Detective Daryl Simmons undercover getarnt als Hobbyangler.
In dem kleinen Ort Shelly Beach gibt es recht verschrobene Typen, die nichts von sich preisgeben wollen. Auch die Aborigines unter ihrem Führer Koolkuna scheinen etwas zu verheimlichen. Sie beanspruchen außerdem das Land als ihr show more Stammesland, was für zusätzliche Konflikte sorgt. Als er der Lösung des Falles näherkommt, gerät Daryl in Gefahr.
Daryl ist ein ganz besonderer Typ. Einerseits ist er weiß, andererseits erhielt er die Initiation durch einen Aborigine-Clan. Seine Denkweise ist dadurch geprägt. Er ist ein sympathischer Mensch, der ganz einzigartige Methoden anwendet, um seine Fälle zu klären und Vorschriften gerne umgeht.
Die anderen Protagonisten sind alle entsprechend ihrer Rolle sehr detailliert beschrieben. Ganz besonders erwähnt werden sollte der Aborigine-Junge Robb, der seine Wurzeln sucht und einen kleinen Stoß in die richtige Richtung braucht, damit er sie finden kann. Daryl mit seinen Erfahrungen gibt ihm diesen Anstoß.
Man erfährt einiges über die Traumzeit der Aborigines im Allgemeinen und speziell über die der Nhanta.
Der Schreibstil ist flüssig und lebendig. Der Kriminalfall wird fast zur Nebensache, trotzdem ist die Geschichte spannend und unterhaltsam, was wohl daran liegt, dass das ganze Umfeld sehr interessant ist und das Motiv für den Mord nicht zu erkennen ist. Immer wieder wird man auf eine andere Fährte gebracht und zum Schluss wird es dann richtig dramatisch.
Absolute Leseempfehlung. show less
In dem kleinen Ort Shelly Beach gibt es recht verschrobene Typen, die nichts von sich preisgeben wollen. Auch die Aborigines unter ihrem Führer Koolkuna scheinen etwas zu verheimlichen. Sie beanspruchen außerdem das Land als ihr show more Stammesland, was für zusätzliche Konflikte sorgt. Als er der Lösung des Falles näherkommt, gerät Daryl in Gefahr.
Daryl ist ein ganz besonderer Typ. Einerseits ist er weiß, andererseits erhielt er die Initiation durch einen Aborigine-Clan. Seine Denkweise ist dadurch geprägt. Er ist ein sympathischer Mensch, der ganz einzigartige Methoden anwendet, um seine Fälle zu klären und Vorschriften gerne umgeht.
Die anderen Protagonisten sind alle entsprechend ihrer Rolle sehr detailliert beschrieben. Ganz besonders erwähnt werden sollte der Aborigine-Junge Robb, der seine Wurzeln sucht und einen kleinen Stoß in die richtige Richtung braucht, damit er sie finden kann. Daryl mit seinen Erfahrungen gibt ihm diesen Anstoß.
Man erfährt einiges über die Traumzeit der Aborigines im Allgemeinen und speziell über die der Nhanta.
Der Schreibstil ist flüssig und lebendig. Der Kriminalfall wird fast zur Nebensache, trotzdem ist die Geschichte spannend und unterhaltsam, was wohl daran liegt, dass das ganze Umfeld sehr interessant ist und das Motiv für den Mord nicht zu erkennen ist. Immer wieder wird man auf eine andere Fährte gebracht und zum Schluss wird es dann richtig dramatisch.
Absolute Leseempfehlung. show less
Mar 14, 2021German
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