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Angelika Klüssendorf

Author of Das Mädchen

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Image credit: Angelika Klüssendorf, Leipzig Bookfair 2014 By Lesekreis - Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31648481

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6 reviews
interestingly linked short stories , in the style of John Updike
Im Roman wird ein Mädchen gezeigt, dass sich trotz aller Widrigkeiten nicht zum Opfer machen lässt und sich nimmt, was sie braucht. Der Vater ein Säufer, der sich vor allem durch Abwesenheit auszeichnet, die Mutter lässt ihre unbändige Wut an ihren beiden Kindern aus. Im Suff werden daraus schon mal barbarische Folterspiele. Zum Kindsein ist in einer solchen Umgebung wenig Platz. Der kleine Bruder wird immer merkwürdiger, entwickelt Ticks. Das Mädchen erträgt die Demütigungen, show more verschlingt Romane, Märchen und Brehms Tierleben und träumt von einem Haus im Wald. In der Schule ist sie unbeliebt und für die Lehrer dient sie immer als Beispiel einer verwahrlosten Existenz. Sie reißt mehrmals aus und landet schlussendlich in einem Kinderheim, wo sie endlich ein Leben führen kann, was dem einer Heranwachsenden entspricht; sie macht ihre erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht und findet Freunde. Doch auch in ihr keimt die unkontrollierbare Wut der Mutter, die sie regelmäßig an ihren Heimkameradinnen auslässt.
Die Sprache des Romans ist sehr trocken und schlicht, die Sätze kurz und ohne Ausschmückungen. Die Schrecklichkeiten, die dem Mädchen wiederfahren, werden wie nebenbei erzählt. Auf diese Weise wird das Mädchen nicht zur klischeehaften Opferfigur. Es wird kein Mitleid erzeugt, sondern das Bild einer Heranwachsenden, der man zutraut, dass sie ihren Weg finden wird. Ein ungewöhnlicher Roman.
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in Mädchen wächst in extrem prekären Verhältnissen in der DDR auf. Das Buch beschreibt ihr Großwerden, ihre Gefühle, Erlebnisse, Gedanken.
Zunächst fand ich das Buch fast unerträglich traurig. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr fesselte mich die Resilienz des Mädchens, ihre Strategien und ihr Widerspruchsgeist. Sehr gut beobachtet und erzählt!
"Das Mädchen" erzählt den ersten Teil des Lebens dieser jungen Frau. Nun ist sie erwachsen und kann ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch das gelingt nicht immer, da die Wunden und Prägungen sehr dominant sind. "April", wie sie sich nun nennt, kann aber trotz ihrer Bürden ihr Leben selbstbestimmt leben. Nicht immer ist es einfach, oftmals ist sie für andere und auch für sich selber schwierig zu begreifen. Mal tastet und mal rumpelt sie ins Leben.
Mir hat "Das Mädchen" irgendwie show more besser gefallen, vielleicht, weil es für mich schwieriger ist, einem erwachsenen Menschen zuzusehen, bei dem man ungeduldig erwartet, dass es doch nun endlich klappen möge, dass sie doch nun nicht so schwierig sein soll. Bei einem Kind fällt mir das (vielleicht auch biografisch und beruflich bedingt) leichter. show less
½

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