Judith Visser
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- Birthdate
- 1978-01-29
- Gender
- female
- Occupations
- writer
- Nationality
- Netherlands
- Birthplace
- Rotterdam, Netherlands
Rotterdam, Zuid-Holland, Nederland - Places of residence
- Rockanje, Zuid-Holland, Nederland
- Map Location
- Netherlands
- Associated Place (for map)
- Netherlands
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Reviews
Wie fühlt es sich an, ein autistischer Mensch zu sein, zwischen all den 'normalen'? Was denkt so jemand, was geht in so einer Person vor? Es gibt ja mittlerweile eine Reihe von Romanen, die dieses Thema ernst wie auch humorvoll aufbereitet haben: man denke nur an 'Das Rosie-Projekt'. Doch so nah wie in diesem Buch kommt man einer autistischen Persönlichkeit wohl selten.
Judith Visser, die bereits einige Bücher veröffentlicht hat, beschreibt in diesem 600-Seiten-Wälzer aus eigener show more Erfahrung wie es ist, als autistischer Mensch zwischen ansonsten mehr oder weniger 'normalen' erwachsen zu werden. Schnell ist klar: Ohne ihre liebevollen Eltern, die sie so akzeptieren wie sie ist, hätte sie ihre Kindheit und Jugend bestimmt nicht so gut überlebt. Denn fast jeder Tag ist für die kleine wie auch schon grössere Jasmijn (wie die Protagonistin heisst) ein Kampf ums Überleben - oder zumindest nahe dran. Voller Unsicherheit, wie sie sich verhalten soll, verkrampft sie in Gesellschaft und verstummt, was Andere so deuten, dass sie arrogant oder dumm oder vielleicht sogar beides sei. Doch nichts davon trifft zu, aber Jasmijn gelingt es nicht, sich verständlich zu machen. Nur ihre Hündin Senta ist ihre engste Vertraute und einige Jahre später gesellt sich Elvis hinzu, der verstorbene Superstar. Als es ihr als Teenager gelingt, zu einer Klassenkameradin Freundschaft zu schliessen, macht sie weitere Schritte in Richtung eines 'normalen' Lebens. Doch der Weg ist voller Hindernisse, über die sich unsereins noch nie die geringsten Gedanken gemacht hat.
Es ist ein beeindruckendes und bewegendes Buch, keine Frage. Aber 200 Seiten weniger hätten der Geschichte sicherlich gut getan, denn letzten Endes wiederholen sich stets aufs Neue die Beschreibungen der jeweiligen Überforderungen Jasmijns. Immer wieder und wieder erklärt sie, wie der Schmerz sich in ihrem Schädel und Körper ausbreitet; wie sie Migräneanfälle bekommt und diese übersteht; die Ohnmacht, wenn sie Dinge, die sie tun möchte, nicht tun kann. Natürlich hat dies alles ihr junges Leben bestimmt und ist das Thema des Buches. Aber wenn ich es auf Seite 424 zum 27. Mal lese, dann tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, der mich die Seiten schon etwas schneller umblättern ließ. Schade, denn so habe ich das Buch zugeschlagen mit dem Gedanken: Endlich - jetzt reicht es auch. Denn eigentlich wird dies Jasmijns Geschichte nicht gerecht, die wirklich etwas Besonderes ist. show less
Judith Visser, die bereits einige Bücher veröffentlicht hat, beschreibt in diesem 600-Seiten-Wälzer aus eigener show more Erfahrung wie es ist, als autistischer Mensch zwischen ansonsten mehr oder weniger 'normalen' erwachsen zu werden. Schnell ist klar: Ohne ihre liebevollen Eltern, die sie so akzeptieren wie sie ist, hätte sie ihre Kindheit und Jugend bestimmt nicht so gut überlebt. Denn fast jeder Tag ist für die kleine wie auch schon grössere Jasmijn (wie die Protagonistin heisst) ein Kampf ums Überleben - oder zumindest nahe dran. Voller Unsicherheit, wie sie sich verhalten soll, verkrampft sie in Gesellschaft und verstummt, was Andere so deuten, dass sie arrogant oder dumm oder vielleicht sogar beides sei. Doch nichts davon trifft zu, aber Jasmijn gelingt es nicht, sich verständlich zu machen. Nur ihre Hündin Senta ist ihre engste Vertraute und einige Jahre später gesellt sich Elvis hinzu, der verstorbene Superstar. Als es ihr als Teenager gelingt, zu einer Klassenkameradin Freundschaft zu schliessen, macht sie weitere Schritte in Richtung eines 'normalen' Lebens. Doch der Weg ist voller Hindernisse, über die sich unsereins noch nie die geringsten Gedanken gemacht hat.
Es ist ein beeindruckendes und bewegendes Buch, keine Frage. Aber 200 Seiten weniger hätten der Geschichte sicherlich gut getan, denn letzten Endes wiederholen sich stets aufs Neue die Beschreibungen der jeweiligen Überforderungen Jasmijns. Immer wieder und wieder erklärt sie, wie der Schmerz sich in ihrem Schädel und Körper ausbreitet; wie sie Migräneanfälle bekommt und diese übersteht; die Ohnmacht, wenn sie Dinge, die sie tun möchte, nicht tun kann. Natürlich hat dies alles ihr junges Leben bestimmt und ist das Thema des Buches. Aber wenn ich es auf Seite 424 zum 27. Mal lese, dann tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, der mich die Seiten schon etwas schneller umblättern ließ. Schade, denn so habe ich das Buch zugeschlagen mit dem Gedanken: Endlich - jetzt reicht es auch. Denn eigentlich wird dies Jasmijns Geschichte nicht gerecht, die wirklich etwas Besonderes ist. show less
Jasmijn ist kein ganz normales Mädchen zu Beginn der 80er Jahre in Rotterdam. Sie ist lieber für sich alleine, Lärm und grelles Licht lösen Migränen aus und zu ihren Mitmenschen findet sie nur schwer Kontakt. Ihre Mitschüler finden sie sonderbar, geradezu arrogant, weil sie sich immer absondert. Was stimmt mit diesem stillen Mädchen nicht? Jasmijn und ihre Familie wissen es auch nicht, sie war schon immer so, nur ihr Hund Senta scheint sie zu verstehen. Je älter sie wird, desto show more auffälliger ist ihr Verhalten, aber für Jasmijn ist alles in Ordnung, so lange niemand ihre Routinen stört und sie sich zurückziehen kann.
Als Leser weiß man recht schnell, weshalb Jasmijn in einer anderen Welt lebt und ihre Wahrnehmung so sehr von der ihrer Mitmenschen abweicht. Sie ist als Autistin recht funktional, hat aber ihre Grenzen, die sie auch nicht überschreiten kann. Dank verständnisvoller Eltern kann sie sich entwickeln und sie halten ihr den Rücken frei, auch wenn sie sie immer wieder zu „normalem“ Verhalten ermuntern, üben sie doch keinen großen Druck auf sie aus, was ein Glücksfall ist.
Die Entwicklungsstörungen im Autismus-Spektrum sind für mein Empfinden in den letzten Jahren immer weiter in den gesellschaftlichen Fokus gerückt und haben das einseitige Bild von „Rain Man“ abgelöst. Auch in der Literatur wird das Thema zunehmend aufgegriffen, was ich sehr begrüße, da es Einblick in die Wahrnehmung der Betroffenen gibt und ein vielfältiges Bild der Entwicklungsstörung zeigt. Es sind keine völlig verschrobenen Außenseiter, ganz im Gegenteil, viele Leben wie Jasmijn – oder auch die Autorin selbst - Jahrzehnte ohne Diagnose und Verständnis ihrer Umwelt.
Jasmijn wird authentisch geschildert, vor allem ihre Wahrnehmungen als kleines Kind sind leicht nachvollziehbar und verdeutlichen, weshalb unsere Umwelt mit all den akustischen, optischen und olfaktorischen Eindrücken sie erschlagen. Die fehlende Filterfunktion des Gehirns muss zu einer Überforderung führen, die im Buch sehr deutlich wird. Auch wie sie mit Hilfe von Comics versucht Emotionen in Gesichtern lesen zu lernen oder dass sie sich immer wieder aktiv ins Gedächtnis rufen muss, dass sie ihre Gesprächspartner ansehen muss, zeigen, wie anstrengend der Alltag sich für Autisten gestaltet und welche unterbewussten Mechanismen von ihnen mühsam aktiv angesteuert werden müssen.
Ein liebenswerter Einblick in eine andere Welt, den ich nur nachdrücklich empfehlen kann. show less
Als Leser weiß man recht schnell, weshalb Jasmijn in einer anderen Welt lebt und ihre Wahrnehmung so sehr von der ihrer Mitmenschen abweicht. Sie ist als Autistin recht funktional, hat aber ihre Grenzen, die sie auch nicht überschreiten kann. Dank verständnisvoller Eltern kann sie sich entwickeln und sie halten ihr den Rücken frei, auch wenn sie sie immer wieder zu „normalem“ Verhalten ermuntern, üben sie doch keinen großen Druck auf sie aus, was ein Glücksfall ist.
Die Entwicklungsstörungen im Autismus-Spektrum sind für mein Empfinden in den letzten Jahren immer weiter in den gesellschaftlichen Fokus gerückt und haben das einseitige Bild von „Rain Man“ abgelöst. Auch in der Literatur wird das Thema zunehmend aufgegriffen, was ich sehr begrüße, da es Einblick in die Wahrnehmung der Betroffenen gibt und ein vielfältiges Bild der Entwicklungsstörung zeigt. Es sind keine völlig verschrobenen Außenseiter, ganz im Gegenteil, viele Leben wie Jasmijn – oder auch die Autorin selbst - Jahrzehnte ohne Diagnose und Verständnis ihrer Umwelt.
Jasmijn wird authentisch geschildert, vor allem ihre Wahrnehmungen als kleines Kind sind leicht nachvollziehbar und verdeutlichen, weshalb unsere Umwelt mit all den akustischen, optischen und olfaktorischen Eindrücken sie erschlagen. Die fehlende Filterfunktion des Gehirns muss zu einer Überforderung führen, die im Buch sehr deutlich wird. Auch wie sie mit Hilfe von Comics versucht Emotionen in Gesichtern lesen zu lernen oder dass sie sich immer wieder aktiv ins Gedächtnis rufen muss, dass sie ihre Gesprächspartner ansehen muss, zeigen, wie anstrengend der Alltag sich für Autisten gestaltet und welche unterbewussten Mechanismen von ihnen mühsam aktiv angesteuert werden müssen.
Ein liebenswerter Einblick in eine andere Welt, den ich nur nachdrücklich empfehlen kann. show less
Een heel bijzonder boek over een meisje dat opgroeit in de jaren 80 en 90 in Rotterdam. Ze is autistisch, maar dat is in die tijd nog een vrij onbekende stoornis. Het wordt bijzonder invoelbaar beschreven hoe het voor haar is, hoe ze zich probeert staande te houden terwijl ze zo anders is dan andere kinderen. Steun en toeverlaat is haar hond Senta. Langzaam maar zeker leert ze om te gaan met haar beperking. Het einde is vrij heftig. Er zitten ook humoristische passages in het boek. Ik heb show more ervan genoten. show less
I have a thing with reading books about prostitution. Belle de Jour, Tracy Quan, been there done that. I expected more or less the same from this book, ie, a beautiful girl meeting beautiful succesful men and having sex with them for money. Well I was in for a surprise. This book is anything but a recommendation for prostitution. Visser shows the more realistic, gory, demeaning side of the trade. I sometimes had to put the book down, because it made me sick.
I think it's very brave of Visser show more to write an unglamourous book about the subject.
It has to be said, however, that the book is never dramatic. It's just very realistic. show less
I think it's very brave of Visser show more to write an unglamourous book about the subject.
It has to be said, however, that the book is never dramatic. It's just very realistic. show less
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