
Denise Winn
Author of The Manipulated Mind: Brainwashing, Conditioning and Indoctrination
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Manipulation findet fast überall statt, in Politik, Medien, Werbung, durch KI und Algorithmen, aber auch in der alltäglichen zwischenmenschlichen Kommunikation, bewusst oder unbewusst. Die Motive dafür mögen negativ, positiv oder ambivalent sein. Ob Manipulation aber ein moralisch legitimes Mittel ist, ist aus deontologischer bzw. naturrechtlicher Sicht keine Frage des Motivs. Manipulation ohne Wissen und Einverständnis des Manipulierten schränkt ihn in seiner Freiheit und show more Selbstbestimmung ein.
Als abgrenzendes Beispiel eine Manipulation mit positivem Motiv:
Wenn Anton auf der Straße stolpert und Bruno ihn zum Straßenrand stößt, um Anton das Leben zu retten, handelt Bruno ohne explizites Einverständnis von Anton. Bruno geht aber mit gutem Grund davon aus, dass Anton mit der Rettungsaktion, die ja eine physische Manipulation darstellt, einverstanden ist, da nichts auf das Gegenteil schließen lässt und zum Nachfragen keine Zeit war. In diesem Fall hat also der Zweck das Mittel geheiligt.
Anders wäre die Sachlage, wenn Bruno Anton allgemein für leichtsinnig hielte und ihn deshalb heimlich über längere Zeit hinweg darauf konditionieren würde, sich vor Autos zu fürchten. Das Motiv bliebe dasselbe, aber das eingesetzte Mittel wäre unmoralisch und unverhältnismäßig, weil Anton ohne zwingenden Grund daran gehindert wird, selbständig eine freie, autonome, rationale und informierte Entscheidung zu treffen. Hinzu kommen noch der Vertrauensverlust sowie die unvorhergesehenen Nebenwirkungen einer induzierten Phobie.
Das Buch zeigt die verschiedenen Formen und Techniken der Manipulation auf und hilft vielleicht sogar dabei, ihnen seltener zum Opfer zu fallen. Völlige Immunität sollte man sich allerdings grundsätzlich nicht einbilden. show less
Als abgrenzendes Beispiel eine Manipulation mit positivem Motiv:
Wenn Anton auf der Straße stolpert und Bruno ihn zum Straßenrand stößt, um Anton das Leben zu retten, handelt Bruno ohne explizites Einverständnis von Anton. Bruno geht aber mit gutem Grund davon aus, dass Anton mit der Rettungsaktion, die ja eine physische Manipulation darstellt, einverstanden ist, da nichts auf das Gegenteil schließen lässt und zum Nachfragen keine Zeit war. In diesem Fall hat also der Zweck das Mittel geheiligt.
Anders wäre die Sachlage, wenn Bruno Anton allgemein für leichtsinnig hielte und ihn deshalb heimlich über längere Zeit hinweg darauf konditionieren würde, sich vor Autos zu fürchten. Das Motiv bliebe dasselbe, aber das eingesetzte Mittel wäre unmoralisch und unverhältnismäßig, weil Anton ohne zwingenden Grund daran gehindert wird, selbständig eine freie, autonome, rationale und informierte Entscheidung zu treffen. Hinzu kommen noch der Vertrauensverlust sowie die unvorhergesehenen Nebenwirkungen einer induzierten Phobie.
Das Buch zeigt die verschiedenen Formen und Techniken der Manipulation auf und hilft vielleicht sogar dabei, ihnen seltener zum Opfer zu fallen. Völlige Immunität sollte man sich allerdings grundsätzlich nicht einbilden. show less
Jul 18, 2024German
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