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Ludwig Uhland (1787–1862)

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Includes the name: Ludwig Uhland

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Works by Ludwig Uhland

Gedichte (1844) — Author — 27 copies, 1 review
Uhlands Werke (1920) — Author — 10 copies
Ernst, Herzog von Schwaben (1818) — Author — 10 copies, 1 review
Geschichte der deutschen Poesie im Mittelalter (1991) — Author — 6 copies
Werke Band I : Sämtliche Gedichte (1980) — Author — 4 copies
Hundert Gedichte (1988) 3 copies
Sagenforschungen (1972) 1 copy
Der Mythos von Thor (2013) 1 copy
The Poems of Uhland (2015) 1 copy

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3 reviews
Has an interesting frontispiece portrait of Uhland. Someone has snipped off a section at the top right hand corner of the front free endpaper. It has some foxing.
Extrem des Widerwillens gegen Geschwätz

Im Gegensatz zu allwissenden Schwätzern war Uhland bescheiden, wortkarg, ohne Eitelkeiten. Sein Weg führte ihn früh zur Dichtung, um dann die Umstände des Lebens als Politiker und Abgeordneter und auch als Gelehrter weiter zu gestalten.

Kaum ein Dichter war zu Lebzeiten so bekannt, keiner hatte so viele Auflagen, auch in Frankreich und wenige hatten so früh so viel Erfolg, damals sogar mehr als Goethe. Uhland hatte wohl mehr Ziele als sich von show more klugen Rezensenten und neidischen Kollegen niederschreiben zu lassen. Ein wahrer Könner, dessen Gedichte einfach ein Genuss sind:

Leichter Fang

Der Jäger stürmt durch Berg und Tal
Mit Feuer, Ross und Hunden.
Der Fischer hat das Netz gestellt
Und harret viele Stunden.
Sie schlägt nur still die Augen auf:
Schon trag ich Todesstunden;
sie öffnet ihre Arme kaum:
Schon lieg ich fest gebunden.

Dem Publikum schöntun, ihm ein Graus, juristische Scharwenzelei und Dialektik, nicht sein Ding. Uhland ist einfach Uhland - für mich ein Genie der Einfachheit, der Wirkung und einer poetischen Kraft, wie sie ganz wenige erreicht haben. Als 18-jähriger schreibt er über das Todesgefühl und das zur Neige gehende Leben. Um es ganz anders und politischer, direkter zu leben? Die Reden Uhlands auch heute noch lesbar und richtig, ein Abgeordneter in Frankfurt und Stuttgart, der seinem Gewissen verpflichtet ist, meist am linken, rechten Fleck herzlich schlagend, sagt als Poet und weitergemachter Politiker: "Ich halt es mit dem schlichten Sinn, der aus dem Volke spricht."

Seine Rede zur Wiederherstellung der Pressefreiheit (Landtag 1833) gilt auch heute noch. Ich sehe Seehofer am Wahltag in Bayern durch den Sender scharwenzeln, direkt während LIve-Sendungen geht er hin zu "seinen" Redakteuren und fabuliert: die Volkspartei lebt, er meint damit die bayerische Staatspartei, die sich auch erlauben kann, beim ZDF anzurufen, um missliebige Redakteure abzukanzeln. Genau diese Pressefreiheit ist nicht gemeint, wenn Uhland sagt: "Die Frage von Pressefreiheit ist geeignet, alle übrigen Fragen, welche die freie Entwicklung des Volks-Geistes angesehen, zu vertreten, und in sich aufzunehmen." Sie ist nach Uhland ein Recht, das nicht bloß von Monarchen, sondern von weit höherer Stelle eingefordert werden kann.

Ein früher Poet, der zum Poltiiker sich wandelt, hat naturgemäß Kompromisse und Feinde neben sich, ein Leben lang und lange danach, er ist aber schlicht ein großer Poet, dessen Aussagen mich schon früh berührt haben.

Die Kapelle (1805)

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab.
Drunten singt bei Wies' und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab'.
Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor,
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.

Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.

Vgl. dazu auch: Die schwäbische Schule und die Wurmlinger Kapelle

Das Buch ist eingeteilt in Einleitung (Hermann Bausinger), Gedichte (Liebe, Natur, Tod, Reise, Geselligkeit, Romanzen, Schwäbische Kunde, Vaterland, Politik, Dichter, Freie Kunst, Sängers Fluch, Rechtfertigung) und Reden (Keine Adelskammer, Die Not Polens, An die Stuttgarter Wähler, Wiederherstellung der Pressefreiheit, Einschränkung des Militärs, Freiheit und Einheit, Gegen die Todesstrafe, An den ständischen Ausschuss in Stuttgart, Gegen das Erbkaisertum, Gegen das Standrecht in Baden)

2013
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