Mein Mörder

by Monika Helfer

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ThingScore 75
Es ist immer ein gewagtes Unternehmen, einem Kind das Erzählen der Geschichte zu überlassen. Die Beschränkung des Blickwinkels kann stören, gewollte Naivität künstlich wirken. Monika Helfer hat das Perspektivproblem souverän gelöst. Dass Ferdinand oft wie ein Erwachsener redet, ist ein wichtiges Element der dargestellten Welt. Er ist "Vielfernseher" und durchs Alleinsein gewohnt, sich show more selbst und andere zu beobachten. Für ihn gibt es keine geschlossene Kinderwelt. Manchmal kommt er sich sogar älter als seine Mutter vor, die er in ihren glücklichen und in ihren unglücklichen Stunden mit Empathie beschreibt. "Wem redest du nach?" fragt Tschakko. Der Sechsjährige eignet sich die Sprache der Erwachsenen an und verwendet sie mit trockener Weisheit. Als die Mutter mit dem zurückgekehrten Freund im Schlafzimmer verschwindet, möchte Ferdinand sein Teil zum Glück beitragen. "An diesem Abend war es mein ausdrücklicher Wunsch gewesen, die Küche aufzuräumen." Mit dem aus Fernsehserien gewonnenen Erfahrungsschatz kommentiert er seine Beobachtungen und ordnet sie ein. Die Komik, die dabei entsteht, gibt dem Buch Leichtigkeit, trotz der harten Story. Die Wahl der Bilder verrät immer wieder die Kindersicht, so etwa, wenn Ferdinand sich dem Wunsch der Erwachsenen fügen soll "wie die Wurst in zwei Brothälften". show less
Eva Leipprand, literaturkritik.de
Feb 1, 2000
added by Indy133

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Nonfiction
DDC/MDS
900History & geographyHistoryHistory, geography, and auxiliary disciplines
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PT2668 .E416 .M44Language and LiteratureGerman, Dutch and Scandinavian literaturesGerman literatureIndividual authors or works1961-2000

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