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Yael Inokai

Author of A Simple Intervention

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About the Author

Image credit: Yael Inokai

Works by Yael Inokai

A Simple Intervention (2022) 57 copies, 3 reviews
Mahlstrom : Roman (2017) 9 copies

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Common Knowledge

Birthdate
1989
Occupations
Schriftstellerin
Nationality
Switzerland
Birthplace
Basel, Basel-Stadt, Schweiz
Places of residence
Basel, Basel-Stadt, Schweiz
Wien, Österreich
Berlin, Deutschland
Map Location
Schweiz
Associated Place (for map)
Switzerland

Members

Reviews

3 reviews
Marianne ist die neue Patientin, die die Krankenschwester Meret vor der innovativen Behandlung betreut. Es ist ein simpler, aber wirkungsvoller Eingriff, der Mariannes Wut, die sie schon ihr Leben lang begleitet, endlich für immer eindämmen soll, so dass Marianne ein normales Leben führen kann. Unzählige Mal schon hat der Arzt die Operation erfolgreich durchgeführt, auch wenn die Nebenwirkungen bisweilen erheblich sind, aber das Leiden, das die Frauen zu ihm führten, konnte behoben show more werden. Meret mag ihre Arbeit und vertraut dem Arzt, doch dieses Mal geht etwas schief und die Zweifel, die sie bis dato in ihrem Inneren versteckt hatte, kriechen jetzt langsam hervor. Sie fühlt sich mitschuldig daran, das Verfahren lange Zeit unterstützt zu haben, und muss sich nun in ihrem Leben neu justieren.

Yael Inokai hat mich vor einigen Jahren mit ihrem Roman „Mahlstrom“, für den sie mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde, bereits beeindrucken können. Auch „Ein simpler Eingriff“ spielt wieder in einem sehr kleinen und engen Setting, das die Handlung auf das Wesentliche konzentriert und doch die großen Fragen aufreißt. Vieles bleibt schleierhaft und vage, man weiß weder genau wann, noch wo die Geschichte spielt, aber die Protagonistin, die man als Leser begleitet, durchlebt stellvertretend große Emotionswogen, die einem gleichermaßen mitreißen.

Der Roman bietet ein großes Spektrum an Sinnfragen an, denen man nachhängen kann. Zentral natürlich die ethisch-moralische Frage danach, was Medizin darf und was die Mehrheitsgesellschaft als „normal“ oder „akzeptabel“ definiert. Die psychische Erkrankung der meist jungen Frauen scheint hierbei etwas aus der Zeit gefallen, verbindet man dies doch eher mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, als die typisch weibliche Hysterie die Mediziner faszinierte.

Auch Meretes erste Erfahrungen der Liebe, so natürlich und unschuldig sie entstehen, erscheinen bald für die anderen Figuren als fragwürdig. Gleichermaßen angerissen das Verhältnis zur Schwester, die ausbrach aus dem starren vorgefertigten Rahmen und nach eigenen Maßstäben lebt. Machtverhältnisse von Männern als Chef und Frauen als Untergebenen, aber genauso von älteren Frauen, die qua Erfahrung den Freibrief zur Tyrannei glauben erhalten zu haben – viele Facetten des Lebens werden von Inokai als Angebot zum Nachdenken gemacht. Sie beantwortet diese nicht, gibt keine Lösungen vor oder wertet. Die Sprache, die ich oft nüchtern und sachlich empfand, unterstützt die Distanz, die durch den Erzähler geschaffen wird und so Raum für den Leser und seine Gedanken eröffnet.

Eine Einladung zum Dialog mit sich selbst. Eine Geschichte, die mir erst durch die Nominierung auf der Longlist des Deutschen Buchpreis aufgefallen ist, wo sie ihren Platz mehr als verdient hat.
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Dieses Buch war ok, aber nicht mehr. Ich war mir bis zum Ende nicht sicher, ob dieser eher dystopische Ansatz eines Gehirneingriffs, um Persönlichkeitsprobleme zu lösen, dem Buch gut getan hat, wenn doch durchaus ein realer Eingriff existiert, der hier mit großer Sicherheit Pate gestanden hat.

An sich fand ich die Idee einer Liebesgeschichte, die Grenzen überschreitet und die Protagonistin aus ihrem strukturierten Alltag aufrüttelt und rebellieren lässt, gut, allerdings war mir das in show more Kombination mit den Gewalterfahrungen der Protagonistin in ihrem Elternhaus dann doch zu überfrachtet, sodass am Ende jedes Thema zu kurz kam und die Geschichte seltsam leblos blieb.

Fazit: Idee und Ansatz gut, allerdings hat mir die Ausführung nicht völlig gefallen - da hat mir zu viel gefehlt.
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Meret ist Krankenschwester etwa in den 1950er Jahren. Sie ist eine gute Schwester, empathisch und engagiert. Deshalb wird sie auch eingesetzt, wenn es um den "simplen Eingriff" am Gehirn geht, der aus schwierigen Menschen einfachere Menschen machen soll.
Nicht zuletzt aufgrund ihrer Liebesbeziehung zu einer anderen Krankenschwester zweifelt Meret zunehmend an diesem Eingriff.
Ich mochte das Buch.
½

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4.0
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10
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