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Works by Armin Rohde

Associated Works

Rabbit Without Ears [2007 film] (2007) — Actor — 21 copies
The Trio [1998 film] (1998) — Actor — 14 copies
Maybe... Maybe Not [1994 film] (1994) — Actor — 10 copies, 1 review
Marlene [2000 film] (2000) — Actor — 5 copies, 1 review
So viel Zeit [2018 film] (2018) — Actor — 2 copies
St. Pauli Nacht (1999) — Actor — 1 copy
Famous Five [2012 film] (2012) — Actor — 1 copy

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Wenn die Sonne niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten. Armin Rohde (AR) zitiert Karl Kraus und verweist damit auf andere Schauspielerkollegen, ein gar nicht netter Zug, aber immerhin ehrlich im Bereich jener Charaktereigenschaft, die Schauspieler wohl auszeichnen muss: erhebliche Selbstüberschätzung. Daneben erfahren wir wirklich Spannendes, z.B. jenen Moment, der bei Schauspieler alle Hüllen fallen lässt: wenn sie erkennen, dass sie nur eines können und nur eines spielen: show more wahre Menschlichkeit.

AR umschreibt es so: „Letztlich geht es immer wieder darum, die Sehnsucht, die Kraft, die Angst und den Mut, den Hass und die Liebe, die Verwundbarkeit und Verrücktheit zu durchleuchten und produktiv zuzulassen.“ AR spielt schon früh Lagerfeuer und Indianer, er wird vor das Gericht vorgeladen, weil es zu heftig brannte, und konnte sich (einstudiert) an nichts mehr erinnern. Seine erste Rolle neben jenen am eigenen Puppentheater.

Der erste Schauspieler, bei dem er begriff, dass er ein Schauspieler ist, war Mario Adorf. Zurecht wie ich meine und völlig in Ordnung für mich, dass AR viel von Mario abkupferte. Asiatischen Tigerstaaten gibt er dieses Recht der Bewunderung nicht, die ja immerhin über Nachahmung zum Original gereift sind. In jedem Fall, die kollegialsten Kollegen sind jene, die auch nachts um 4 noch anspielen (also eine Szene für einen anderen triggern, in der nur einer spielt, der andere angesprochen wird, aber nicht zu sehen ist), die Faxen machen können, so wie er, aber auch Schweigen, wenn es not tut.

Schön finde ich diese Formulierung: Wenn es heißt, Ruhe bitte, wir drehen, setzt eine Stille ein, die wirkt, als hätte man gerade den Lauf der Welt angehalten. Und in diese gleißende, fordernde Stille hinein erfolgt die erste Bewegung, das erste Wort, wird eine erfundene Situation zum Blühen gebracht, und die Welt dreht sich weiter.

AR beschreibt seine sadistischen Lehrer und sich selbst als Klassenclown, er springt zwischen damals und heute hin und her bzw. umschreibt treffend, welche Verwandlungen und Klischees Schauspieler beherrschen müssen, welche Rollen sie zunächst bekommen und welche sie annehmen sollten. Auch schüchterne Menschen können gute Schauspieler sein, stellt er fest und springt wieder zu Karl May oder Jerry Cotton, seiner Entwicklung von Träumen und dem schweren Erwachsenwerden.

Ein Tausendsassa mit viele Interessen, getrieben von irgendwoher, natürlich geht es nach Amerika und er scheitert dort kläglich, immerhin der erste Musical-Auftritt und eine Band, mit der er tourt, für jemand der Easy Rider gesehen hat, nahezu Pflicht. Es gelingt AR in diesem Buch ganz hervorragend, die Adaption, das Erarbeiten von Rollen zu beschreiben, mir hat dies sehr gut gefallen.

Ich frage mich trotzdem, obwohl ich wenig Filme schaue, warum ich ihn in keiner einzigen seiner Rollen je gemocht habe. Ich glaube, er schäumt etwas zu weit über, er geht nicht wirklich in die Rollen zurück, er zeigt zu viel Narzissmus und will mir sagen: schau, was ich für ein toller Schauspieler bin. Alles eine Nummer zu aufdringlich, zu dumpf. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er eigentlich immer negative Rollen spielt, schade, ich weiß es nicht.
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