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Works by Jochen Peichl

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Das Buch setzt psychologische Grundkenntnisse voraus, und war für mich als interessierten Laien nicht immer leicht verständlich. Dennoch hat sich die Lektüre mehr als gelohnt.

Peichl wechselt z.B. zwischen englischen und deutschen Begriffen und deren Abkürzungen, wie andere Autoren im Roman Vor- und Nachname, Titel und Berufsbezeichnung für ein und dieselbe Person verwenden. Wem die Begriffe neu sind, der sollte sich gleich zu Anfang ein Verzeichnis der wenigen Personen - äh - Syndrome show more anlegen:
• Post Traumatic Stress Disorder (PTSD) = Post-Traumatische Belastungsstörung (PTBS)
• Dissoziative Identitätsstörung (DIS) = Dissociative Identity Disorder (DID) = Multiple Persönlichkeit (MP) = Multiple Personality Disorder (MPD)
• usw.

Auch wenn ich alle Fremdwörter schon kannte - gelegentliche Sätze wie "... dass es sich [bei Ego States] um metaphorische Beschreibungen handelt und nicht um Entitäten und dass deren morphologisches Korrelat in unserem Gehirn einem gerade aktiven neuronalen Netzwerk entspricht, das für die augenblicklich bewusste Selbstwahrnehmung steht" musste ich doch mehrmals lesen. Wer etwas in das Buch hineinschmökern will, findet auf der Seite des Verlagsneben dem Inhaltsverzeichnis auch 2 Abschnitte zur Probe. Ich hatte vorher das ältere (1997), aber leichter lesbare Buch Ego-States: Theorie und Therapie von Watkins und Watkins gelesen (zumindest das erste Drittel), was mir den Einstieg sehr erleichtert hat.

Nach den Einführungs-Kapiteln geht es dann richtig zur Sache. Der Autor hat eine Fülle von wertvollen Informationen zusammengetragen und mit seiner eigenen Erfahrung verknüpft. Die Kapitel sind knapp und trotzdem anschaulich. Vieles, was in einem Kapitel nur als grobe Übersicht dargestellt wurde, wird dann in späteren Kapiteln ausführlicher erklärt und vertieft. Das ermöglicht mir, den Stoff direkt aufzunehmen und mit dem bisher gelernten zu verknüpfen, ohne dass ich mich (wie in mancher Vorlesung) fragen muss, worauf der Autor eigentlich hinaus will.

Der Schwerpunkt liegt auf den Extremfällen, also Traumatisierung in der Kindheit, in der Folge dann Borderline- oder Dissoziative Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeit). Wer z.B. nur eine Post-Traumatische Belastungsstörung besser verstehen will, wird aber dennoch viele gute Anregungen finden.

Die letzen 70 Seiten (von 230, Anhang nicht mitgerechnet) behandeln dann Techniken der Ego State Therapie. Dieser Teil ist für mich (noch?) nicht so relvant, daher habe ich ihn nur kurz überflogen.
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