Susanne Röckel
Author of Der Vogelgott (German Edition)
About the Author
Image credit: Susanne Röckel in the Literaturhaus München, 5 December 2018, 22:07:28.
Works by Susanne Röckel
Die Treibjagd 1 copy
Associated Works
Being Mortal: Medicine and What Matters in the End (2014) — Übersetzer, some editions — 6,514 copies, 315 reviews
Stamped from the Beginning: The Definitive History of Racist Ideas in America (2016) — Übersetzer, some editions — 3,989 copies, 80 reviews
A Lucky Child: A Memoir of Surviving Auschwitz as a Young Boy (2007) — Übersetzer, some editions — 791 copies, 42 reviews
The World in Six Songs: How the Musical Brain Created Human Nature (2008) — Übersetzer, some editions — 737 copies, 15 reviews
The house of Wittgenstein : a family at war (2008) — Übersetzer, some editions — 472 copies, 5 reviews
Beautiful Shadow: A Life of Patricia Highsmith (2003) — Translator, some editions — 371 copies, 6 reviews
Great Catherine: The Life of Catherine the Great, Empress of Russia (1994) — Translator, some editions — 340 copies, 7 reviews
La Reine Liberté, tome 3 : L'Epée flamboyante (1901) — Übersetzer, some editions — 222 copies, 7 reviews
The Morning They Came For Us: Dispatches from Syria (2016) — Translator, some editions — 191 copies, 7 reviews
Elf Jahre: Ein Bericht aus deutschen Konzentrationslagern (2011) — Übersetzer, some editions — 6 copies, 1 review
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Common Knowledge
- Canonical name
- Röckel, Susanne
- Other names
- Spielmann, Anne
- Birthdate
- 1953-06-14
- Gender
- female
- Nationality
- Germany
- Birthplace
- Darmstadt, Hessen, Deutschland
- Associated Place (for map)
- Germany
Members
Reviews
Richtig genial finde ich gruselige Romane, wenn sie nah an der Realität sind; dass die beschriebenen Schrecken eigentlich ganz nachvollziehbare Ursachen haben könnten. Eigentlich .... Denn ein paar kleine Dinge sind da immer, die doch nicht so einfach zu erklären sind. Susanne Röckel gelingt das in diesem Buch hervorragend - und nicht nur das!
Es beginnt mit dem Bericht einer bereits länger zurückliegenden Reise eines Mannes, der unvorhergesehener Weise in einem merkwürdigen Dorf Halt show more macht, wo er einen außergewöhnlichen Vogel sieht und beschließt, diesen gegen den Willen der DorfbewohnerInnen zu fangen, um ihn auszustopfen.
Danach gibt es einen zeitlichen Sprung und (vermutlich) die drei Kinder des Reisenden berichten von ihren eigenen Erlebnissen, die ihre Leben völlig veränderten. Geschickt bauen die drei Teile aufeinander auf: Der Jüngste (Thedor) schildert eine erlebte Begebenheit im Hier und Jetzt, die ihn in eine Klinik bringt (keine Sorge, das steht direkt am Anfang :-)). Die mittlere Schwester Dora hingegen beschäftigt sich erst aus beruflichem Interesse, dass jedoch bald den Großteil ihres Lebens bestimmt, mit der Geschichte eines Malers des 17. Jahrhunderts, dessen Erlebnisse eng mit denen ihres Bruders Thedor zusammenhängen, ohne dass sie davon weiß. Und der älteste Bruder Lorenz, der wie der Vater ein Mann des Verstandes ist und mit aller Kraft versucht, etwas aufzudecken, was nicht aufgedeckt werden und niemand wissen will. Was den Geschwistern nicht bewusst ist, ist, dass im Hintergrund aller drei Geschehnisse offenbar etwas wirkt, der auf unerklärte Art Einfluss auf ihre Leben nimmt.
Es gibt hier keinen Grusel mit Geistern oder anderen übersinnlichen Begebenheiten, sondern eher normale, unangenehme Dingen, deren Ursachen sich eigentlich leicht erklären lassen müssten: schlechte Gerüche, unsympathische Personen, Fragen ohne Antworten, die eigenen schlechten Gefühle. Alles zusammen jedoch hinterlässt ein immer stärkeres Unbehagen und die Ahnung wird zunehmend stärker, dass da etwas sein muss. Etwas, das hinter allem steht.
Am Ende gibt es eine Art Auflösung, die viele Zusammenhänge klärt (daher das Buch am besten zweimal lesen, im Zusammenhang ist plötzlich vieles verständlich), aber dennoch eine Menge an Fragen offen lässt. Und das Schaudern bleibt. Gut so, denn es soll ja noch eine Weile anhalten ;-) show less
Es beginnt mit dem Bericht einer bereits länger zurückliegenden Reise eines Mannes, der unvorhergesehener Weise in einem merkwürdigen Dorf Halt show more macht, wo er einen außergewöhnlichen Vogel sieht und beschließt, diesen gegen den Willen der DorfbewohnerInnen zu fangen, um ihn auszustopfen.
Danach gibt es einen zeitlichen Sprung und (vermutlich) die drei Kinder des Reisenden berichten von ihren eigenen Erlebnissen, die ihre Leben völlig veränderten. Geschickt bauen die drei Teile aufeinander auf: Der Jüngste (Thedor) schildert eine erlebte Begebenheit im Hier und Jetzt, die ihn in eine Klinik bringt (keine Sorge, das steht direkt am Anfang :-)). Die mittlere Schwester Dora hingegen beschäftigt sich erst aus beruflichem Interesse, dass jedoch bald den Großteil ihres Lebens bestimmt, mit der Geschichte eines Malers des 17. Jahrhunderts, dessen Erlebnisse eng mit denen ihres Bruders Thedor zusammenhängen, ohne dass sie davon weiß. Und der älteste Bruder Lorenz, der wie der Vater ein Mann des Verstandes ist und mit aller Kraft versucht, etwas aufzudecken, was nicht aufgedeckt werden und niemand wissen will. Was den Geschwistern nicht bewusst ist, ist, dass im Hintergrund aller drei Geschehnisse offenbar etwas wirkt, der auf unerklärte Art Einfluss auf ihre Leben nimmt.
Es gibt hier keinen Grusel mit Geistern oder anderen übersinnlichen Begebenheiten, sondern eher normale, unangenehme Dingen, deren Ursachen sich eigentlich leicht erklären lassen müssten: schlechte Gerüche, unsympathische Personen, Fragen ohne Antworten, die eigenen schlechten Gefühle. Alles zusammen jedoch hinterlässt ein immer stärkeres Unbehagen und die Ahnung wird zunehmend stärker, dass da etwas sein muss. Etwas, das hinter allem steht.
Am Ende gibt es eine Art Auflösung, die viele Zusammenhänge klärt (daher das Buch am besten zweimal lesen, im Zusammenhang ist plötzlich vieles verständlich), aber dennoch eine Menge an Fragen offen lässt. Und das Schaudern bleibt. Gut so, denn es soll ja noch eine Weile anhalten ;-) show less
Es ist ein düsterer und etwas unheimlicher Roman, den uns die Autorin Susanne Röckel mit dem Buch „Der Vogelgott“ präsentiert. Erzählt wird in vier Teilen die Geschichte der Familie Weyde. Der Vater und seine drei Kinder haben zu unterschiedlichen Zeiten und auf unterschiedliche Art Begegnungen mit dem Vogelgott.
Im Prolog erleben wir den Vater Konrad, der Hobbyornithologe ist. Er hat sich in die Berge begeben, um Wanderfalken aufzuspüren. In dieser unwirklichen Gegend sieht er show more riesige unbekannte Vögel. Was geschieht mit ihm, als er sich ihnen nähert? Er spricht nie darüber.
In den weiteren drei Teilen berichtet jeweils eines der drei Kinder, die auch auf ihre Weise von Vögeln fasziniert sind.
Thedor bricht sein Medizinstudium ab und geht nach Afrika, um ein Hilfsprojekt zu unterstützen und erlebt dort verwirrende Dinge, die ihn fast um den Verstand bringen und er landet im Sanatorium. Thedors Schwester Dora ist angehende Kunsthistorikerin, die auf ein übermaltes Bild stößt; unter dem Madonnenbild werden schreckliche Gestalten sichtbar. Der Journalist Lorenz will Albträumen bei Kindern auf den Grund gehen.
Über allem liegt der Mythos eines Vogelgottes, der jedes der Familienmitglieder fasziniert. Es herrscht die ganze Zeit eine bedrohliche Atmosphäre, obwohl eigentlich nichts Dramatisches passiert. Die Geschichte ist unheimlich und man spürt eine unterschwellige Angst.
Es ist ein irritierender Roman, den wohl jeder auf seine eigene Weise interpretieren kann. Man muss sich auf dieses Buch einlassen können.
Eine schauerliche Geschichte. show less
Im Prolog erleben wir den Vater Konrad, der Hobbyornithologe ist. Er hat sich in die Berge begeben, um Wanderfalken aufzuspüren. In dieser unwirklichen Gegend sieht er show more riesige unbekannte Vögel. Was geschieht mit ihm, als er sich ihnen nähert? Er spricht nie darüber.
In den weiteren drei Teilen berichtet jeweils eines der drei Kinder, die auch auf ihre Weise von Vögeln fasziniert sind.
Thedor bricht sein Medizinstudium ab und geht nach Afrika, um ein Hilfsprojekt zu unterstützen und erlebt dort verwirrende Dinge, die ihn fast um den Verstand bringen und er landet im Sanatorium. Thedors Schwester Dora ist angehende Kunsthistorikerin, die auf ein übermaltes Bild stößt; unter dem Madonnenbild werden schreckliche Gestalten sichtbar. Der Journalist Lorenz will Albträumen bei Kindern auf den Grund gehen.
Über allem liegt der Mythos eines Vogelgottes, der jedes der Familienmitglieder fasziniert. Es herrscht die ganze Zeit eine bedrohliche Atmosphäre, obwohl eigentlich nichts Dramatisches passiert. Die Geschichte ist unheimlich und man spürt eine unterschwellige Angst.
Es ist ein irritierender Roman, den wohl jeder auf seine eigene Weise interpretieren kann. Man muss sich auf dieses Buch einlassen können.
Eine schauerliche Geschichte. show less
Der Vogelgott - eine seltsam mystische Figur, die dem Hobby-Ornithologen Konrad Weyde und seinen drei Kindern nacheinander rätselhaft ins Leben greift und seltsame Deutungen impliziert. Dabei erschien mir die Geschichte Doras, der Kunsthistorikerin, am interessantesten. Sie promoviert über ein Altarbild (die Walderdbeermadonna), bei dem sie nach und nach aufdeckt, wie es ein Jahrhunderte zurückliegendes Massaker enthüllt.
Insgesamt fand ich das Buch äußerst seltsam. Das ist nicht show more unbedingt schlimm. Aber es hat mir nicht wirklich seinen Sinn, seine Botschaft enthüllt. show less
Insgesamt fand ich das Buch äußerst seltsam. Das ist nicht show more unbedingt schlimm. Aber es hat mir nicht wirklich seinen Sinn, seine Botschaft enthüllt. show less
Ich gebe zu, dass ich meine Bücher normalerweise danach auswähle, ob mich die Geschichte anspricht und ich erwarten kann, dass mich die Geschichte auf eine anregende oder entspannende Gedankenreise mitnehmen kann, die mich für die Zeit des Lesens aus der Gegenwart entführt.
Der Klappentext machte hier auf mich den Eindruck, dass es auch mit dieser Geschichte gelingen kann - erwartet habe ich eine durchgehende Geschichte, die mir den Mythos des Vogelgotts vorstellt, ausgehend vom show more Kirchenbild nachverfolgt bis hin zu "der elenden Gegend [..] wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergebn als ihm ausgeliefert zu sein scheinen." Um dann vielleicht einen Weg aus dem "ausgeliefert sein" zu finden. (ja, die Vielzahl an gelesenen Fantasy-Romanen hat hier meine Erwartung geprägt - die das Buch aber nicht hat erfüllen können).
Bekommen habe ich in diesem Roman vier Geschichten, die lose miteinander verzahnt waren und die die Begegnung mit dem Mythos jeweils aus Sicht von Vater Konrad Weyde, den Söhnen Theodor und Lorenz und der Tochter Dora beschreiben. Während Konrad und Theodor dem Mythos in der weit entfernten, elenden Gegend begegnen, kommen Dora und Lorenz mit dem Mythos in ihrer Stadt in Kontakt und können sich den depressiv machenden Éinflüssen nicht entziehen. Die Sünde des Vaters wird gebüßt durch die Kinder? Vielleicht. Der Vogelgott als Sinnbild für einen (selbst)zerstörerischen Lebensstil? Auch die Idee kam mir, finde ich hier aber auch nicht ganz passend. Und das Ende lässt mich irgendwie unbefriedigt zurück.
Ich kann verstehen, warum es dieser Roman auf die Shortlist geschafft hatte - ich werde es sicher auch in Zukunft immer mal wieder mit Titeln von der Shortlist versuchen, meinen persönlichen Lesespaß habe ich in den Büchern aber bislang nicht gefunden.
Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Klappentext: Natürlich soll er das Buch bewerben, aber hier finde ich ihn schon fast irreführend, den weder wurden alle Mitglieder der Familie durch "eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgotts hineingezogen" - nach meinem Verständnis war das ausschließlich für Dora der Anknüpfungspunkt - und aus Doras Geschichte geht auch hervor, dass es nicht die Natur war die ihre Freundschaft aufkündigte, sondern die (dem Bild zugrunde liegende Aggression) wohl doch eher menschlich war.
Keine aufbauende Geschichte, aber wohl eine, die (zu folgern aus den quergelesenen Rezensionen) den Freunden der hochwertigen Literatur gefällt. show less
Der Klappentext machte hier auf mich den Eindruck, dass es auch mit dieser Geschichte gelingen kann - erwartet habe ich eine durchgehende Geschichte, die mir den Mythos des Vogelgotts vorstellt, ausgehend vom show more Kirchenbild nachverfolgt bis hin zu "der elenden Gegend [..] wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergebn als ihm ausgeliefert zu sein scheinen." Um dann vielleicht einen Weg aus dem "ausgeliefert sein" zu finden. (ja, die Vielzahl an gelesenen Fantasy-Romanen hat hier meine Erwartung geprägt - die das Buch aber nicht hat erfüllen können).
Bekommen habe ich in diesem Roman vier Geschichten, die lose miteinander verzahnt waren und die die Begegnung mit dem Mythos jeweils aus Sicht von Vater Konrad Weyde, den Söhnen Theodor und Lorenz und der Tochter Dora beschreiben. Während Konrad und Theodor dem Mythos in der weit entfernten, elenden Gegend begegnen, kommen Dora und Lorenz mit dem Mythos in ihrer Stadt in Kontakt und können sich den depressiv machenden Éinflüssen nicht entziehen. Die Sünde des Vaters wird gebüßt durch die Kinder? Vielleicht. Der Vogelgott als Sinnbild für einen (selbst)zerstörerischen Lebensstil? Auch die Idee kam mir, finde ich hier aber auch nicht ganz passend. Und das Ende lässt mich irgendwie unbefriedigt zurück.
Ich kann verstehen, warum es dieser Roman auf die Shortlist geschafft hatte - ich werde es sicher auch in Zukunft immer mal wieder mit Titeln von der Shortlist versuchen, meinen persönlichen Lesespaß habe ich in den Büchern aber bislang nicht gefunden.
Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Klappentext: Natürlich soll er das Buch bewerben, aber hier finde ich ihn schon fast irreführend, den weder wurden alle Mitglieder der Familie durch "eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgotts hineingezogen" - nach meinem Verständnis war das ausschließlich für Dora der Anknüpfungspunkt - und aus Doras Geschichte geht auch hervor, dass es nicht die Natur war die ihre Freundschaft aufkündigte, sondern die (dem Bild zugrunde liegende Aggression) wohl doch eher menschlich war.
Keine aufbauende Geschichte, aber wohl eine, die (zu folgern aus den quergelesenen Rezensionen) den Freunden der hochwertigen Literatur gefällt. show less
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