Inge Jens (1927–2021)
Author of Frau Thomas Mann: Das Leben der Katharina Pringsheim
About the Author
Image credit: Inge Jens. Photo by Etan Tal (איתן טל).
Works by Inge Jens
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Common Knowledge
- Canonical name
- Jens, Inge
- Birthdate
- 1927-02-11
- Date of death
- 2021-12-23
- Gender
- female
- Relationships
- Jens, Walter (husband)
Jens, Tilman (son) - Nationality
- Germany
- Burial location
- Stadtfriedhof Tübingen, Tübingen, Baden-Württemberg, Germany
- Associated Place (for map)
- Baden-Württemberg, Germany
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Reviews
Die Lebensgeschichten zweier ungewöhnlicher Frauen und ihrer Familien, der Pringsheims und der Manns, erscheinen nun erstmals in einem Band. Mit den Schicksalen Hedwig Pringsheims und ihrer Tochter Katia, die den Schriftsteller Thomas Mann heiratet, eröffnet sich zugleich ein faszinierender Blick auf die Geschichte einer ganzen Epoche.
Inge Jens kann auf ein langes Leben zurückblicken, in dem sie sich immer engagiert hat. Das Buch liest sich sehr interessant. Sie spart Trauriges nicht aus, zieht aber eine sehr positive Bilanz.
Sicherlich ist sie auch privilegiert gewesen, etwa durch ihr bildungsbürgerliches Aufwachsen, aber sie war auch couragiert (zumindest nach 1945).
Ich denke oft über die Demenz ihres Mannes nach. Sie hatten ja beide die Patientenverfügung, nicht weiterleben zu wollen, wenn man anderen zur Last show more fällt. Im Alter dann, mit dem dementen Walter Jens, hinterfragt sie das nochmal und findet eine Dignität auch in diesem Leben. Das kommt in diesem Buch weniger raus, eher in ihrem anderen Buch ("Langsames Entschwinden") und verschiedenen Artikeln (z.B. hier: https://www.sueddeutsche.de/kultur/erfahrungsbericht-die-ploetzliche-liebe-zu-ti.... Da gebe ich ihr Recht, es ist auch für eine Geistesgröße ein Leben möglich, in dem nicht mehr der Geist, sondern das Gefühl zählt, auch wenn es schwierig ist, das spart die Autorin nicht aus. show less
Sicherlich ist sie auch privilegiert gewesen, etwa durch ihr bildungsbürgerliches Aufwachsen, aber sie war auch couragiert (zumindest nach 1945).
Ich denke oft über die Demenz ihres Mannes nach. Sie hatten ja beide die Patientenverfügung, nicht weiterleben zu wollen, wenn man anderen zur Last show more fällt. Im Alter dann, mit dem dementen Walter Jens, hinterfragt sie das nochmal und findet eine Dignität auch in diesem Leben. Das kommt in diesem Buch weniger raus, eher in ihrem anderen Buch ("Langsames Entschwinden") und verschiedenen Artikeln (z.B. hier: https://www.sueddeutsche.de/kultur/erfahrungsbericht-die-ploetzliche-liebe-zu-ti.... Da gebe ich ihr Recht, es ist auch für eine Geistesgröße ein Leben möglich, in dem nicht mehr der Geist, sondern das Gefühl zählt, auch wenn es schwierig ist, das spart die Autorin nicht aus. show less
Das Buch ist eine Übersicht über die Geschichte der Universität Tübingen, von der Gründung bis in die 1970er. Der selbsternannte roman vrai liest sich dabei meistens flüssig, wenn auch mehr wie eine Liebeserklärung als eine objektive Geschichtsdarstellung. Letzteres ist aber auch nicht der Anspruch. Walter und Inge Jens haben ein leicht verdauliches Werk geschaffen, das einen guten Überblick über die Geschichte gibt, immer wieder bereichert durch beispielhafte Anekdoten und show more vertiefte Analyse einzelner Aspekte. Ebenso wird hauptsächlich mit Originalquellen gearbeitet und der Quellenanhang gibt die Möglichkeit zur vertiefenden Recherche.
An manchen Stellen wird das Buch etwas langatmig, wenn der Stil enumerative Züge annimmt und eher wie das Manuskript einer leicht misslungenen Rede wirkt. Auch besagte vertiefte Analysen dauern manchmal etwas lange, ohne dass ihre Länge mit ihrem Inhalt korrespondiert. Im 20. Jahrhundert wird die Darstellung dann relativ dünn (besonders im Vergleich zum Vormärz und generell dem 19. Jahrhundert, das sehr ausführlich analysiert wird), der NS und die WR wird noch halbwegs behandelt, die Nachkriegszeit hingegen fast komplett ausgespaart. Dafür ist eher auf andere Werke zu verweisen
Insgesamt ist das Buch, zumindest als Einstieg in die Geschichte deutscher Universitäten definitiv zu empfehlen, für die Geschichte der Eberhardina allemal. show less
An manchen Stellen wird das Buch etwas langatmig, wenn der Stil enumerative Züge annimmt und eher wie das Manuskript einer leicht misslungenen Rede wirkt. Auch besagte vertiefte Analysen dauern manchmal etwas lange, ohne dass ihre Länge mit ihrem Inhalt korrespondiert. Im 20. Jahrhundert wird die Darstellung dann relativ dünn (besonders im Vergleich zum Vormärz und generell dem 19. Jahrhundert, das sehr ausführlich analysiert wird), der NS und die WR wird noch halbwegs behandelt, die Nachkriegszeit hingegen fast komplett ausgespaart. Dafür ist eher auf andere Werke zu verweisen
Insgesamt ist das Buch, zumindest als Einstieg in die Geschichte deutscher Universitäten definitiv zu empfehlen, für die Geschichte der Eberhardina allemal. show less
Oct 2, 2025German
Das Buch ist eine interessante und fleißig erstellte Biografie.
Allerdings habe ich wohl insgesamt schon zu viel über die Manns gelesen, denn es gab für mich nichts Neues und andere Biografien der Familie Mann gefielen mir besser, fand ich informativer.
Am nettesten waren die Anekdoten über Thomas Mann als ausgelassenen Familienvater, wobei ich auch gleich dazu sage, dass das nicht so oft vorkam.
Und wahrscheinlich ist die Ausdrucksweise dem Alter des Autorenpaares Jens geschuldet, aber show more Thomas Mann war nicht "androgyn", wie es im Buch heißt, sondern doch eher bisexuell, würde ich vermuten. Das sind ja keine Synonyme. show less
Allerdings habe ich wohl insgesamt schon zu viel über die Manns gelesen, denn es gab für mich nichts Neues und andere Biografien der Familie Mann gefielen mir besser, fand ich informativer.
Am nettesten waren die Anekdoten über Thomas Mann als ausgelassenen Familienvater, wobei ich auch gleich dazu sage, dass das nicht so oft vorkam.
Und wahrscheinlich ist die Ausdrucksweise dem Alter des Autorenpaares Jens geschuldet, aber show more Thomas Mann war nicht "androgyn", wie es im Buch heißt, sondern doch eher bisexuell, würde ich vermuten. Das sind ja keine Synonyme. show less
Apr 9, 2018 (Edited)German
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