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Michael Kobr

Author of Milchgeld

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Image credit: Michael Kobr, Leipzig Book Fair 2013 By Lesekreis - Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48308037

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Works by Michael Kobr

Milchgeld (2003) 287 copies, 10 reviews
Erntedank (2004) 213 copies, 2 reviews
Seegrund (2008) 199 copies, 3 reviews
Laienspiel (2008) 195 copies, 1 review
Rauhnacht (2009) 183 copies, 5 reviews
Schutzpatron (2011) 131 copies, 4 reviews
Herzblut (2013) 102 copies, 2 reviews
Grimmbart (2014) 80 copies, 4 reviews
Himmelhorn (2016) 61 copies, 2 reviews
Kluftinger (2018) — Author — 54 copies, 2 reviews
Funkenmord (2020) — Autor — 44 copies, 3 reviews
Draussen (2019) 25 copies, 2 reviews
In der ersten Reihe sieht man Meer (2016) 21 copies, 1 review
Lückenbüßer: Kluftinger ermittelt (2024) 14 copies, 2 reviews

Associated Works

Urlaub mit Punkt Punkt Punkt (2012) — Contributor — 4 copies

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49 reviews
Endlich wieder ein Kluftinger, den man gern liest!

Die letzten beiden Kluftinger-Krimis fand ich nicht gut; der letzte, “Affenhitze”, war eine vollkommene Klamauk-Katastrophe mit Kluftinger als widerlichem, mobbendem alten weissen Mann. Danach sollte Schluss mit Kluftinger und seinen beiden aus der Zeit gefallenen Autoren für mich sein.

Dann kam “Druckfrisch” mit Denis Scheck, der Regional-Krimis - oft zurecht - üblicherweise gar nicht mag, und ausgerechnet Scheck fand diesen neuen show more Band “Tierisch gut”. Und auch in diesem Fall hat er Recht: “Lückenbüßer” präsentiert uns einen Kluftinger, der, mittlerweile Interims-Polizeipräsident, plötzlich wieder denkt, seine Kolleg_innen (meist) anständig behandelt und von dem ich mich nicht mehr von Ekel erfüllt abwenden muss.

In der kurzzeitig etwas zu sehr raumgreifenden Nebengeschichte treten Kluftinger und Langhammer bei den Lokalwahlen gegeneinander an. Kluftinger, der sich eigentlich nur als der titelgebende Lückenbüßer aufstellen ließ, läßt sich schnell vom Wahlkampffieber mit- und hinreißen. Als jedoch Langhammer… Aber das müsst Ihr bei Interesse schon selbst lesen.

Und gut lesbar ist dieser Roman des Autoren-Duos, dessen wohl geistig gesündere Hälfte sich durchgesetzt hat, allemal: Der zu untersuchende Mord tritt zwar zeitweise ein wenig zu sehr in den Hintergrund und seine eher antiklimaktische Auflösung hat mich nicht vollständig überzeugt, aber endlich ist “Klufti” wieder unterhaltsam und man kann sich (weitgehend) ohne Fremdschämen im fiktiven Altusried wieder zuhause fühlen.

Dabei gibt es wieder viele dieser typischen "Klufti-Momente"...

»Unten angekommen, ließ er Leipert allerdings erst nach mehrmaliger Ermahnung, strengstes Stillschweigen zu wahren und niemandem gegenüber ein Sterbenswörtchen zu verlieren, ins Auto steigen. Wer konnte schon voraussehen, welche negativen Konsequenzen es haben würde, wenn der Journalist seine geheimen Pilzplätze verriet?

»Ach so, ja, und bitt’schön nix wegen den Ermittlungen in die Zeitung!«, schob er noch halbherzig nach und verabschiedete sich.«

… nicht zuletzt auch im Umgang mit seinem Arzt(-freund) Langhammer. Trotzdem grenzt es fast an Satire, wenn Langhammer über seine Angestellten spricht:

»Aber in der Praxis habe ich ja meine Mädels.«
»Weibliche Bodyguards?«
»Meine Sprechstundenhilfen.«
Kluftinger verstand nicht. »Was nützen die Ihnen denn?«
»Das sind meine menschlichen Schutzschilde.«

Dies zeigt, dass die Autoren zwar immer noch eine Menge Spaß mit ihren Figuren haben, der Humor aber treffsicherer und angenehmer dosiert wurde als in den letzten Büchern.

Erfreulich fand ich auch, dass die Autoren ohne Scheu und fast “unverschleiert” den Neo-Nazis der AfD einen erzählerischen Tritt in die Weichteile verpassen. Merke: Wer Nazis wählt, ist ein Nazi. (Das gilt natürlich gleichermaßen auch für US-Amerikaner, die einen verurteilten Straftäter, Rassisten und Vergewaltiger anstatt einer kompetenten Frau zum Präsidenten wählen.)

Wer die letzten Kluftinger-Krimis nicht mochte, die Vorgängerbände aber vielleicht doch zu schätzen wusste, kann beruhigt zu dieser Lektüre greifen. Einzig der Preis (eBook: EUR 20, Hardcover: EUR 25) trübt ein wenig das positive Bild - aber das ist der Verlag, Ullstein, und die unsägliche Buchpreisbindung.

Vier von fünf Sternen.

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Ceterum censeo Putin esse delendam
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Das war in meinen Augen ein neuer Höhepunkt der Kluftinger-Reihe. Bei den letzten Bänden ist mir der Humor teilweise ein wenig zu sehr in die Slapstick-Ecke abgerutscht, hier bin ich allerdings mit der Dosierung und der Art des Humors wieder völlig zufrieden.

Dieser Fall betrifft Kluftinger ganz persönlich und der Leser erfährt eine Menge über die Vergangenheit des Kommissars und seiner Familie (und ja, wir erfahren endlich seinen Vornamen!). Offensichtlich will jemand an Kluftinger show more Rache nehmen - aber wer genau und wofür? Rückblenden zeigen seine Jugend und seine ersten Jahre bei der Polizei. Aber auch in der Gegenwart spielen sich dramatische Dinge ab, die das zuweilen etwas statisch wirkende Team der Mordkommission durcheinanderbringen - ich bin in der Hinsicht durchaus gespannt auf den nächsten Roman. show less
Ich liebe Klufti - definitiv keine Reihe, von der ich mehrere Bände hintereinander lesen könnte, aber definitiv eine der besten Lokalkrimi-Reihen, die ich kenne. Die Kombination aus intelligentem Kriminalfall und humor- und durchaus auch liebevoller Zeichnung der Charaktere ist immer wieder gelungen und schafft es jedes Mal, mich hervorragend zu unterhalten.
Das Allgäu - bilderbuchmäßige Landschaft, gemütliche Menschen (böse Zungen würden eher sagen, behäbig), die Uhren scheinen hier etwas langsamer zu ticken als im Rest der Welt. Und genau so ist der Krimi. Bzw. der Teil des Buches, den man als Krimi bezeichnen kann.
Hauptbestandteil von Kluftingers (der Kommissar) erstem Fall ist nämlich die Beschreibung der Gegend und der darin vorkommenden Menschen - überwiegend Allgäuer. Zugegeben, wenn man das Allgäu mag und sich dort ein wenig show more auskennt, macht das Spass zu lesen. Wer aber dem Krimi mehr Gewicht beimisst, wird eher enttäuscht. Die Story schleppt sich hin, trotz zweier Toter entsteht kaum Spannung - am ehesten noch gegen Ende. Die Lösung ist zwar wirklich überraschend, doch erhöht dies den Reiz des Ganzen nicht.
Fazit: Für Allgäuliebhaber ein Muss, wer aber dem Krimi größeres Interesse einräumt, wird enttäuscht sein.
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