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A fascinating glimpse into the world of one prosperous man, set upon by the forces of the new world. Bernd Willenbrock is the owner of a used-car dealership in the newly unified Germany. In the nascent free market of Central Europe, the former East German engineer seems to be the paradigm of the new world: a successful businessman, an owner of real estate, and a generous husband. Prosperity seems guaranteed by a steady stream of cash-only clients from Eastern Europe, and plans for a glitzy show more new showroom are firmly underway. Yet little by little, a series of ever-more menacing incidents--an attempted break-in, the theft of several cars, a vicious beating--erode his innermost certainties. No amount of locks and latches, it seems, can contain his growing obsession with external safety or stop the coming violence. show less

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Im Berlin der Nachwendezeit ist Bernd Willenbrock als auf den ersten Blick erfolgreicher Gebrauchtwagenhändler tätig und wenn er in einer ersten Periode des Geschehens von sich als „rundum glücklichen Menschen“ spricht, so nimmt man ihm das auf dem ersten Blick mal ab: das Geschäft läuft; er hat eine attraktive Frau und hat doch gleichzeitig öfters mal ein Abenteuerchen...
Nach und nach versteht man, dass er in der „DDR“ als Ingenieur arbeitete, aber aufgrund von Aussagen ehemaliger Kollegen von Auslandsreisen abgehalten wurde. Weitere Gründe werden später aufgedeckt. Doch dann geschehen in diesem zufriedenem Leben jene Dinge, die nach und nach den Seelenfrieden rauben: Autos verschwinden; der damals für die Verleumdung show more verantwortliche Kollege wird ihm bekannt und erinnert an eine leidliche Zeit; ein Raubüberfall auf sein Geschäft passiert; Eindringlinge überraschen ihn und seine Frau in ihrem Wochenendhaus am Stettiner Haff und bringen die Bedrohlichkeit und Ausgesetztheit in ihr Leben; ein etwas anruchiger russischer Geschäftsfreund bietet ihm zum Schutz eine Waffe an: Nichts ist mehr wie früher, etwas ist angeschlagen, verändert.

In einer meist sehr nüchternen Sprache erzählt Hein meisterhaft das langsame Anwachsen des Gefühls der Ungesichertheit und der Bedrohung. Dabei verliert er nie – auch wenn es so scheinen sollte – eine Art Linie aus den Augen: da gibt es keine Schnörkeleien oder überflüssige Szenen, alles scheint irgendwie zum Ganzen beizutragen. Zwar handelt es sich natürlich nicht um einen Horrorroman oder einen puren Krimi, und doch erzeugte dieser Roman in seiner Beschreibung einer gewissen Unausweichlichkeit der Gefahr als auch der zu erfolgenden Gegenwehr in mir eine Art Unruhe und Beklemmung, die wiederum eher an andere Kategorien denken lässt. In dieser Spannungserzeugung, mit sehr nüchternen Mitteln, wurde mir allerdings auch anderweitig etwas unwohl zumute, da die hier beschriebene Bedrohung, sicherlich sehr bezeichnend für das Empfinden in den 90iger Jahren in Berlin, aus dem Osten zu kommen scheint: Kriminalität etc. Damit will ich Hein natürlich nicht irgendwelcher Vorurteile oder auch Mitschwimmertum bezichtigen, aber die Frage ist schon, ob man die Bedrohung so relativ eindeutig zuschreiben darf, bzw. in dieser Form wörtlich zu verstehen hat. Doch hierin ist Hein ohne Zweifel am Empfinden und Erleben vieler Deutscher in dieser Nachwendezeit und erzählt indirekt auch viel von der Befindlichkeit vieler Menschen, auch im Rahmen der deutsch-deutschen Vergangenheit.

MIT diesem Fragezeichen versehen, doch ein ausgezeichnetes Buch!
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En virkelig god bok fra tida etter Tysklands samling
May 29, 2009Norwegian

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ThingScore 100
Christoph Heins Erzählweise ist schlicht meisterhaft. Kurz, knapp und präzise sind die Sätze; sie folgen der Perspektive Willenbrocks, aber zielen auf die selbsttätige Fantasie des Lesers; sie wirken streng, ökonomisch, sachlich, kalt; sie vollführen fast unmerklich eine Figur, die nur als Spirale der Gewalt interpretiert werden kann. Im Leser entfachen die Sätze das Feuer show more leidenschaftlicher Leselust, wie nur große, reife Erzählkunst es vermag. Vereinzelte, seltene Patzer sind als Figurenrede entschuldbar ("Sie berauben mich um mein Vergnügen") oder einfach der Aufmerksamkeit des Lektors entgangen ("einer tödlichen Schusswaffe, dessen Besitz bereits strafbar war"). Christoph Hein erzählt eine aktuelle Geschichte von unerhörter Brisanz, denn er zeigt die Festung Deutschland, die Festung Europa im Stadium ihrer Auflösung. Die alte Welt, die den neuen Gefahren kaum gewachsen ist: den Gefahren der einbrechenden bürgerlichen Moral; des Außendrucks der ehemaligen Ostblock-Länder; des entfesselten Turbo-Kapitalismus´ nach dem Ende der sozialen Utopien. Den moralisch erhobenen Zeigefinger freilich wird man hier vergebens suchen: Willenbrock ist selbst kein Heiliger, sondern fehlbar und verführbar, korrupt und asozial, herzlos und auf den eigenen Vorteil bedacht. Er ist ein Deutscher in der Welt. show less
Lutz Hagestedt, literaturkritik.de
Jul 1, 2000
added by Indy133

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Christoph Hein (born 8 April 1944): As a poet, playwright, essayist, and novelist, Christoph Hein is considered one of the most important and respected literary voices in Germany today. Widely acclaimed in Germany and abroad, Hein's works have been translated into 17 languages. The Tango Player, Hein's second novel to appear in English, was show more acclaimed as an ingenious and provocative novel by the Times Literary Supplement. The Tango Player gives the reader an insight into life in East Germany. Other novels by Hein include The Distant Lover and Death of Horn. Hein was awarded the prestigious Heinrich Mann Prize and the West German Kritikerpreis in 1983 and was the first recipient of the Erich Fried Prize in 1990. (Bowker Author Biography) show less

Some Editions

Boehm, Philip (Translator)
Graham, David (Cover artist)

Awards and Honors

Common Knowledge

Important places
Berlin, Germany

Classifications

Genres
Fiction and Literature, General Fiction, Suspense & Thriller
DDC/MDS
833.914Literature & rhetoricGerman & related literaturesGerman fiction1900-1900-19901945-1990
LCC
PT2668 .E3747 .W55Language and LiteratureGerman, Dutch and Scandinavian literaturesGerman literatureIndividual authors or works1961-2000
BISAC

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