Das bin doch ich: Roman

by Thomas Glavinic

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Komisk og dog realistisk skildres en forfatters (Thomas Glavinic) næsten håbløst besværlige arbejde med en ny roman. Han håber på at få ligeså store oplagstal, som hans bedste ven og kollega (Daniel Kehlmann) har fået med sin sidste bog, men alle slags uheld og ubehageligheder tårner sig op for ham, og han ser sig gal på alt og alle og skåner ingen, mindst af alt sig.

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Canonical title*
Das bin doch ich
Original title
Das bin doch ich
Original publication date
2007
People/Characters*
Thomas Glavinic; Daniel Kehlmann; Jonathan Safran Foer; Thomas Maurer
Important places*
Wien, Österreich; Graz, Steiermark, Österreich
Epigraph
"Hell is empty, and all the devils are here." - Shakespare, The Tempest
First words
Ich gehe ins Bad.
Quotations
Er fragt mich, ob dies eine typisch österreichische Gastwirtschaft ist. Bedauernd schüttelte ich den Kopf: "It's a bit too clean and the waiter is too polite."
Das Essen ist ausgezeichnet dort, aber jeden Tag? Ja, denn woanders könnte es ja schlecht schmecken und dann wäre ich verärgert usw. Thomas Glavinic ist ein Achtjähriger, und ich muss mit ihm leben.
In der kalten Jahreszeit riecht in Wien so mancher Taxifahrer, und man freut sich, wenn mal einer keine hygienischen Auffälligkeiten zeigt, den Weg findet und keine Torheiten über Politk redet (Inländer) bzw. nicht alle vo... (show all)r ihm fahrenden Frauen als Huren beschimpft (Orientale).
Bei "Perlentaucher" lese ich, jemand schreibt in der "Süddeutschen", Daniel sei der beste Autor seiner Generation. Ich zucke zusammen. Das bin doch ich! mein erster Gedanke.
Ich kann ihnen nicht einmal einen Vorwurf machen, ich rede ja vermutlich selbst Blödsinn. Aber immerhin ahne ich es.
Dafür isst er seinem Papa das halbe Frühstücksbrot weg. Das heißt, er isst das Brot nicht, er leckt die Butter ab, was er mit lautem: "Puta! Puta!"-Geschrei kommentiert. Solange er das tut, fahre ich mit ihm nicht nach Sp... (show all)anien auf Urlaub.
Ich bin ein friedfertiger Mensch, aber auch ein Knecht meiner Idiosynkrasien.
Ich fühle mich in meine Schulzeit zurückversetzt, da konnte mich auch niemand leiden (mit gutem Grund). Offenbar wirke ich zeitlos abschreckend.
Meine Familie hat die Angewohnheit, in Gasthäusern aufzutreten wie die Entourage des Zuckerkönigs, sie sind überzeugt, jedermann muss sich über ihren Besuch unbändig freuen.
Es hilft nichts, ich muss gegen die Übelkeit Paspertin schlucken, das ich aus Abneigung gegen die Zustände, in denen ich es nehme, französisch ausspreche.
Ich setze mich, weise dankend den Kaffee zurück, die "Kronen Zeitung" nehme ich an (man muss wissen, was der Feind denkt: Sun-tzu).
Besonders ernst nehme ich nicht, was er sagt, denn Daniel ist auch so freundlich, Menschen mit Flugangst während des Fluges von mysteriösen Geräuschen zu erzählen.
Selbst wenn mich Michael Krüger morgen anruft und sagt, bis auf einen Kerl in Greifswald lieben alle Kritiker mein Buch, werde ich verzweifelt sein, denn dieser Jemand in Greifswald ist das Böse unter der Sonne.
Ein Genie? Stanislaus ist zwei Jahre und vier Monate alt und erkennt nach wenigen Sekunden eine Mozart-Sinfonie. Was bedeutet das? Stanislaus ist kein Genie. Mozart ist das Genie.
In Stammkneipen entwickeln sich eben manchmal Beziehungen und Konstellationen, die überall sonst undenkbar wären, die aber an diesem einen Ort funktionieren.
Zeichnerisch war ich schon immer ohne jedes Talent, ein Vierjähriger zeichnet besser als ich, ein Handloser, und vermutlich sogar ein handloser Vierjähriger.
Ich muss es sein. Ich bin es immer. Das sind die Geheimnisse des Seins. Ich glaube an Netze, ich glaube an Felder, ich glaube daran, dass alles auf rätselhafte Weise miteinander verwoben ist, dass sich bestimmte Dinge, die z... (show all)usammenhängen, immer wieder finden. Nur: Wieso finden mich die Gestörten und Verrückten?
Aber wie meint Gore Vidal? Zwei Dinge darf ein Schriftsteller nicht ablehnen: eine Einladung ins Fernsehen und eine Möglichkeit zum Sex. Ich kriege erstere übrigens häufiger. Ist auch gut so.
Borges hat einen Satz geschrieben, den ich schon als Kind, also lange ehe ich ihn kannte, verinnerlicht hatte, an den ich immer schon geglaubt habe: "Die Wirklichkeit pflegt mir dem Vorausgesehenen nicht übereinzustimmen. Da... (show all)raus folgt, dass etwas vorhersehen soviel heißt wie verhindern, dass es eintritt."
"Jedenfalls, wenn man drei Stunden auf einem österreichischen Bahnhof zubringt und ständig mit diesem unendlichen Ausmaß des Misslingens zu tun hat, begintt man zu verstehen, warum jemand wie Trotzki überall Saboteure ges... (show all)ehen hat."
Last words
(Click to show. Warning: May contain spoilers.)"Das mache ich ganz bestimmt. Danke. Vielen Dank."
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Genres
Fiction and Literature, General Fiction
DDC/MDS
830Literature & rhetoricGerman & related literaturesGerman literature and literatures of related languages
LCC
PT2667 .L53 .B56Language and LiteratureGerman, Dutch and Scandinavian literaturesGerman literatureIndividual authors or works1961-2000

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