Im Sperrkreis: Tagebuch aus dem Zweiten Weltkrieg
by Felix Hartlaub
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Felix Hartlaub, geb. 1913, war Historiker. 1939-40 als Flaksoldat bei der Ballonsperre im Küsten- und Indistrieschutz in Deutschland eingesetzt, kurze Tätigkeit bei einer historischen Archivkommission im besetzten Paris 1941, Gefreiter bei der Ballonsperre in Rumänien 1941-42, ab Sommer 1942 als Obergefreiter bei den Akten des offiziellen Kriegstagebuches (geführt von Helmuth Greiner 1939-43, dann von Percy Ernst Schramm ) im Führerhauptquartier –im Sperrkreis: dem „windstillen Auge des Taifuns“ – beschäftigt, vermisst in den letzten Kriegstagen in Berlin 1945. Diese 1955 veröffentlichten geheimen Aufzeichnungen sind durch einen glücklichen Zufall erhalten.
Es ist eine Art Tagebuch, nur dass Hartlaub sich selbst fast show more garnicht erwähnt und wenn, dann nur in der dritten Person. Und über Ereignisse wird auch kaum geschrieben. Zum 20. Juli heißt es: „Hatte es [den Knall] überhaupt nur mit halben Ohr gehört, es gab damals ja so viele Arten von Radau, Sprengungen der OT., Flakschießen; die Front war ja auch ziemlich nah. Am hellichten Mittag hatte er damals auf der Wiese beim Stabshelferinnenheim im Grase gekauert, neben dem Liegestuhl von Fräulein ..., der Schreiberin, rein verrückt war er damals nach der, vollkommenr verblendet; [... es folgt eine lange Beschreibung dieser idyllischen Szene] Aber auf dem Weg zum Mittagessen war er dann auf den Volkswagen mit dem verwundeten Marinekapitän gestoßen, der als erster aus dem Bunker herausgetaumelt war, ...“ (141,142). Auch wie es dieses Beispiel aufzeigt, sind seine Aufzeichnungen eigentlich Bilder und Filmszenen in Worten – Hartlaub war sowohl bildnerisch als auch literarisch begabt. Ein einmaliges Dokument aus einer unerwartet überraschenden Sicht heraus geschrieben. (XII-14) show less
Es ist eine Art Tagebuch, nur dass Hartlaub sich selbst fast show more garnicht erwähnt und wenn, dann nur in der dritten Person. Und über Ereignisse wird auch kaum geschrieben. Zum 20. Juli heißt es: „Hatte es [den Knall] überhaupt nur mit halben Ohr gehört, es gab damals ja so viele Arten von Radau, Sprengungen der OT., Flakschießen; die Front war ja auch ziemlich nah. Am hellichten Mittag hatte er damals auf der Wiese beim Stabshelferinnenheim im Grase gekauert, neben dem Liegestuhl von Fräulein ..., der Schreiberin, rein verrückt war er damals nach der, vollkommenr verblendet; [... es folgt eine lange Beschreibung dieser idyllischen Szene] Aber auf dem Weg zum Mittagessen war er dann auf den Volkswagen mit dem verwundeten Marinekapitän gestoßen, der als erster aus dem Bunker herausgetaumelt war, ...“ (141,142). Auch wie es dieses Beispiel aufzeigt, sind seine Aufzeichnungen eigentlich Bilder und Filmszenen in Worten – Hartlaub war sowohl bildnerisch als auch literarisch begabt. Ein einmaliges Dokument aus einer unerwartet überraschenden Sicht heraus geschrieben. (XII-14) show less
Dec 29, 2014German
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- Im Sperrkreis: Aufzeichnungen aus dem zweiten Weltkrieg
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- 1955
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