Klaus Biesenbach
Author of Henry Darger
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Nicht historisch angelegt
"Es ist eine Kunstausstellung und keine über die RAF", betonte Biesenbach wieder und wieder. Sie habe keine politischen Ambitionen und sei auch nicht historisch angelegt. Den von den Medien produzierten Bildern über die RAF werde Kunst entgegengesetzt, um so eine andere Form der Zeitzeugenschaft sichtbar zu machen. Ziel sei es, die Reflexionen zur RAF in den Medien einerseits und die künstlerischen Positionen, die sich mit der Geschichte der RAF auseinander show more setzten andererseits, erstmalig gemeinsam zu präsentieren.
Insgesamt sind mehr als 100 Arbeiten von 50 Künstlern zu sehen, die sich seit den 70er Jahren mit der Roten Armee Fraktion auseinander gesetzt haben. Unter den Künstlern sind so prominente wie Gerhard Richter, Joseph Beuys, Martin Kippenberger, Sigmar Polke, Klaus Staeck und Jörg Immendorff - insgesamt drei Künstlergenerationen, die Arbeiten zur RAF gemacht haben. Ihnen gegenüber gestellt ist eine "mediale Zeitleiste": Sie dokumentiert anhand von Zeitungsausschnitten und Fernsehnachrichten, wie die Medien auf die RAF reagierten, beispielsweise auf den Selbstmord von Ulrike Meinhof oder die Ermordung von Arbeitgeberpräsident Schleyer.
Künstlerische Beschäftigung mit Tätern und Opfern
Die Mehrzahl der Arbeiten beschäftigt sich mit den Tätern. Eindrucksvoll ist Gerhard Richters Arbeit "Atlas" (1989), in der er unscharfe und kaum noch zu erkennende Fotos von Andreas Baader und Ulrike Meinhof zeigt und so darauf aufmerksam macht: Die Wahrnehmung der medial erzeugten Realität kann vielschichtig sein und sollte hinterfragt werden.
Auf hohen Betonstelen, auf die die Namen von Terroristen gepinselt sind, stehen abgeklemmte Autobatterien. "Entladung der Militanz" nennt Rudolf Herz sein Werk. Und von Beuys sind zwei Schilder zu sehen, die in Pantoffeln stecken. "Dürer, ich führe persönlich Baader + Meinhof durch die Dokumenta V" ist auf ihnen zu lesen.
Es gibt aber auch Arbeiten, die sich mit den Opfern der RAF beschäftigen. Ein Ölgemälde von Felix Droese zeigt eine kaputte Landschaft, auf die die Namen von Schleyer, Ponto, Herrhausen und Buback gepinselt sind. Marcel Odenbach zeigt das berühmte Bild von Schleyer, in der er das Schild "Gefangener der RAF, 6.9.1977" in der Hand hält. Die RAF-Opfer seien keinesfalls vergessen worden, sagte Kurator Felix Ensslin, dessen Mutter Gudrun Ensslin Mitbegründerin der RAF war. Die Ausstellung ermögliche eine Auseinandersetzung mit der Macht der Bilder.
Für die Öffentlichkeit wird die Ausstellung am Sonntag zugänglich. Sie ist bis zum 16. Mai in den Kunst-Werken zu sehen. Danach wandert sie in die Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz. Zur Ausstellung ist ein knapp tausendseitiger Katalog erschienen. show less
"Es ist eine Kunstausstellung und keine über die RAF", betonte Biesenbach wieder und wieder. Sie habe keine politischen Ambitionen und sei auch nicht historisch angelegt. Den von den Medien produzierten Bildern über die RAF werde Kunst entgegengesetzt, um so eine andere Form der Zeitzeugenschaft sichtbar zu machen. Ziel sei es, die Reflexionen zur RAF in den Medien einerseits und die künstlerischen Positionen, die sich mit der Geschichte der RAF auseinander show more setzten andererseits, erstmalig gemeinsam zu präsentieren.
Insgesamt sind mehr als 100 Arbeiten von 50 Künstlern zu sehen, die sich seit den 70er Jahren mit der Roten Armee Fraktion auseinander gesetzt haben. Unter den Künstlern sind so prominente wie Gerhard Richter, Joseph Beuys, Martin Kippenberger, Sigmar Polke, Klaus Staeck und Jörg Immendorff - insgesamt drei Künstlergenerationen, die Arbeiten zur RAF gemacht haben. Ihnen gegenüber gestellt ist eine "mediale Zeitleiste": Sie dokumentiert anhand von Zeitungsausschnitten und Fernsehnachrichten, wie die Medien auf die RAF reagierten, beispielsweise auf den Selbstmord von Ulrike Meinhof oder die Ermordung von Arbeitgeberpräsident Schleyer.
Künstlerische Beschäftigung mit Tätern und Opfern
Die Mehrzahl der Arbeiten beschäftigt sich mit den Tätern. Eindrucksvoll ist Gerhard Richters Arbeit "Atlas" (1989), in der er unscharfe und kaum noch zu erkennende Fotos von Andreas Baader und Ulrike Meinhof zeigt und so darauf aufmerksam macht: Die Wahrnehmung der medial erzeugten Realität kann vielschichtig sein und sollte hinterfragt werden.
Auf hohen Betonstelen, auf die die Namen von Terroristen gepinselt sind, stehen abgeklemmte Autobatterien. "Entladung der Militanz" nennt Rudolf Herz sein Werk. Und von Beuys sind zwei Schilder zu sehen, die in Pantoffeln stecken. "Dürer, ich führe persönlich Baader + Meinhof durch die Dokumenta V" ist auf ihnen zu lesen.
Es gibt aber auch Arbeiten, die sich mit den Opfern der RAF beschäftigen. Ein Ölgemälde von Felix Droese zeigt eine kaputte Landschaft, auf die die Namen von Schleyer, Ponto, Herrhausen und Buback gepinselt sind. Marcel Odenbach zeigt das berühmte Bild von Schleyer, in der er das Schild "Gefangener der RAF, 6.9.1977" in der Hand hält. Die RAF-Opfer seien keinesfalls vergessen worden, sagte Kurator Felix Ensslin, dessen Mutter Gudrun Ensslin Mitbegründerin der RAF war. Die Ausstellung ermögliche eine Auseinandersetzung mit der Macht der Bilder.
Für die Öffentlichkeit wird die Ausstellung am Sonntag zugänglich. Sie ist bis zum 16. Mai in den Kunst-Werken zu sehen. Danach wandert sie in die Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz. Zur Ausstellung ist ein knapp tausendseitiger Katalog erschienen. show less
Editor and P.S. 1/MoMA curator Klaus Biesenbach credits the late Susan Sontag with sparking the idea for this survey of Body and Action art in the course of their conversations about artistic approaches that describe and question the human condition. Into Me / Out of Me gathers work focused on the imagined, descriptive and performative acts of passing into, through and out of the human body--explorations and visualizations of the wet and the dry, the inner and the outer--and the physical show more exchange of the body with the material world. Spanning over 40 years and featuring an international group of more than 130 artists, it addresses the primordial relationship between the internal and the external in three chapters: "Metabolism" (eating, drinking, excreting); "Reproduction" (intercourse, conception, birth); and "Violence" (shooting, impaling, perforation). Featured works range from Hannah Wilke's unflinching self-portraits in illness to Matthew Barney's performance-based installations to Kara Walker's antebellum figures. show less
Since the beginning of her career in Belgrade in the late 1960s, Marina Abramovic has been a pioneer of performance art, creating some of the most important works in the field. Marina Abramovic: The Artist is Present accompanies an exhibition at The Museum of Modern Art that documents approximately fifty of the artists ephemeral, time- and media-based works from throughout her career. The book will also discuss a unique element of the Museums retrospective, live performance: a new work show more created for the occasion, and performed by the artist herself; and recreations of Abramovics works by other performers the first such to be undertaken in a museum setting. The book spans over four decades of Abramovics early interventions, and sound pieces, video works, installations, photographs, solo performances and collaborative performances made with the Dutch artist Ulay (Uwe Laysiepen). Its essays examine Abramovics ideas of time, duration, and the reperformance of performance art as a way to extend it into posterity. Marina Abramovic also includes a CD, an audio recording of the artists own voice, guiding the reader through the publication. The artist is present not only in the exhibition but also in the experience of the book. show less
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