Max Goldt
Author of Ä. Kolumnen.
About the Author
Works by Max Goldt
Quitten für die Menschen. Zwischen Emden und Zittau. Aus Onkel Max' Kulturtagebuch. (2005) 110 copies, 1 review
Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker. Ausgesuchte Texte 1991-1994. (1994) 53 copies, 1 review
Ein Buch namens Zimbo: Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird. Texte 2007-2008, einer von 2006, vier von 2009 (2009) 45 copies, 1 review
Ein Leben auf der Flucht vor der Koralle: Schließ einfach die Augen und stell Dir vor, ich wäre Heinz Kluncker (1997) 27 copies
Texte aus den in die Vergriffenheit entlassenen Büchern "Quitten" und "Kugeln" (2009) 8 copies, 1 review
Katz und Goldt sowie der Berliner Fernsehturm aus der Sicht von jemandem, der zu faul ist, seinen Kaktus beiseite zu schieben (2012) 5 copies
Chefinnen in bodenlangen Jeansröcken - Fotokopie ("Faksimile") vierer typografischer Sammlerstücke (2014) 4 copies
Lippen abwischen und lächeln: Die prachtvollsten Texte 2003 bis 2014 (und einige aus den Neunzigern) (2016) 3 copies
2008 1 copy
Tagged
Common Knowledge
- Canonical name
- Goldt, Max
- Legal name
- Ernst, Matthias
- Birthdate
- 1958-09-15
- Gender
- male
- Occupations
- writer
columnist - Awards and honors
- Kleist-Preis (2008)
- Nationality
- Germany
- Birthplace
- Göttingen, Niedersachsen, Deutschland
- Places of residence
- Berlin, Deutschland
- Associated Place (for map)
- Deutschland
Members
Reviews
Dieses muss mein absolutes Lieblingsbuch von Gold sein, oder liegt es nur daran, dass ich es grade gelesen habe? Ach, die herrliche Sprache in der ich mich am liebsten wälzen würde wenn das ginge, wie ein Hund am Strand, überglücklich im Seetang und... irgendwas, was später lange in den Sofakissen nachzuschnuppern bleibt. Und erst seine Gedanken dahinter - immer wieder eine große Freude. Ah.
Kolumen
Ä ist bereits der dritte Band mit Max Goldts sagenhaft orginellen Kolumnen aus dem Satiremagazin Titanic. Der 1958 geborene, in Berlin lebende Autor, ist allerspätestens durch Die Radiotrinkerin zur Kultfigur innerhalb der deutschsprachigen Literaturszene geworden, und liest man die Texte aus Ä, begreift man auch wieso. Goldt ist sprachlich ganz nah am Puls der Zeit, seine Texte entwickeln sich mehr als schräg. So beginnt "Finanztantenhappen in Freiheit heißen Hering" mit der show more Einkommens- und Umsatzsteuerpflicht, handelt jedoch bald vom Laienrichtertum und dem zu verhandelnden Fall einer 2CV-fahrenden, schwangeren und obendrein nervösen Lehrerin, die von einem Motorradfahrer "mit Ungentlemanlikem bekübelt wurde", nachdem er ihr "eine reingehaut hatte". Goldt verläßt daraufhin das Gericht und geht ins gegenüberliegende Lokal. Dort entdeckt er auf der Speisekarte eine "Gerichtsdiener-Terrine", einen "Ratsherrentopf" oder einen "Senatorenhappen", der sich als Hering in Tunke aus der Dose herausstellt, wo doch jeder weiß, daß diese "Fischdosen hergestellt werden, damit betrunkene Heimkommende was Weiches und Würziges zum Reinschaufeln haben". Woraus Goldt schließt, die Konservenhersteller würden die Bevölkerungsgruppe der Senatoren pauschal der Besoffenheit bezichtigen, wenngleich er einräumt, daß "sicher auch ein Senator mal seine Sorgen in ein Glaserl Wein schüttet, weil seine Existenz verschattet ist". "Doch auch Finanztanten (um zum Ausgangspunkt, der Einkommens- und Umsatzsteuerpflicht zurückzufinden) haben ihren Anteil an Sorge, Schatten & Wein. Der Fisch könnte ebenso Finanztantenhappen heißen". Ä ist ein unbeschreibliches Buch, besonders empfehlenswert zum Beispiel für "Björk"-Konzertbesucher oder so. --Mike Markart show less
Ä ist bereits der dritte Band mit Max Goldts sagenhaft orginellen Kolumnen aus dem Satiremagazin Titanic. Der 1958 geborene, in Berlin lebende Autor, ist allerspätestens durch Die Radiotrinkerin zur Kultfigur innerhalb der deutschsprachigen Literaturszene geworden, und liest man die Texte aus Ä, begreift man auch wieso. Goldt ist sprachlich ganz nah am Puls der Zeit, seine Texte entwickeln sich mehr als schräg. So beginnt "Finanztantenhappen in Freiheit heißen Hering" mit der show more Einkommens- und Umsatzsteuerpflicht, handelt jedoch bald vom Laienrichtertum und dem zu verhandelnden Fall einer 2CV-fahrenden, schwangeren und obendrein nervösen Lehrerin, die von einem Motorradfahrer "mit Ungentlemanlikem bekübelt wurde", nachdem er ihr "eine reingehaut hatte". Goldt verläßt daraufhin das Gericht und geht ins gegenüberliegende Lokal. Dort entdeckt er auf der Speisekarte eine "Gerichtsdiener-Terrine", einen "Ratsherrentopf" oder einen "Senatorenhappen", der sich als Hering in Tunke aus der Dose herausstellt, wo doch jeder weiß, daß diese "Fischdosen hergestellt werden, damit betrunkene Heimkommende was Weiches und Würziges zum Reinschaufeln haben". Woraus Goldt schließt, die Konservenhersteller würden die Bevölkerungsgruppe der Senatoren pauschal der Besoffenheit bezichtigen, wenngleich er einräumt, daß "sicher auch ein Senator mal seine Sorgen in ein Glaserl Wein schüttet, weil seine Existenz verschattet ist". "Doch auch Finanztanten (um zum Ausgangspunkt, der Einkommens- und Umsatzsteuerpflicht zurückzufinden) haben ihren Anteil an Sorge, Schatten & Wein. Der Fisch könnte ebenso Finanztantenhappen heißen". Ä ist ein unbeschreibliches Buch, besonders empfehlenswert zum Beispiel für "Björk"-Konzertbesucher oder so. --Mike Markart show less
Kann man Goldt Bücher überhaupt übersetzen? Hat man es versucht? Solche Perfektion der Sprache und Humors kann nicht übertragbar, und auch nicht übersetzbar sein. In meinem Kopf summt irgendwas beim Lesen, summt und freut sich, das Grinsen ist schon leicht nervig, es spannt im Gesicht, aber man kann es nicht ausschalten. Beim Goldt freut es mich immer, dass ich die Sprache nicht nur verstehen, sondern auch wirklich genießen kann. Was für eine Freude!
Max Goldts Satiren zeichnen sich durch geniale Lakonik kombiniert mit bis aufs Nötigste pointierten, einfallsreichen sprachlichen Volten aus. Allein die fintenreicher Titel seiner Glossen machen einen neugierig auf deren Inhalt. Auch in dieser Sammlung findet man einzelne Texte, die einen wünschen lassen, man könne je so etwas selber schreiben. Mein Liebling in diesem Band: eine halbherzige Initiative zur Einführung eines (dem Osterfest vergleichbaren) Herbstfestes namens Masern samt show more Beschreibung des durchschnittlichen deutschen Masermontags... show less
Lists
Awards
You May Also Like
Associated Authors
Statistics
- Works
- 56
- Members
- 1,346
- Popularity
- #19,116
- Rating
- 4.0
- Reviews
- 20
- ISBNs
- 103
- Favorited
- 6
















