
Robert Pfaller
Author of Wofür es sich zu leben lohnt: Elemente materialistischer Philosophie
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Robert Pfaller is Professor of Philosophy and Cultural Theory at the University of Art and Industrial Design of Linz, Austria.
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'Interpassivity' is a nifty neologism; it's commodity fetishism gone amok. In favour of individualist self-optimisation, commodities become prostheses for omitting pleasure. Issue is, this text extrapolates a concept outlined in a brief paragraph by Slavoj Žižek in his Sublime Object of Ideology and contributes relatively little (beyond enhancing its examples). It is repetitive, as acknowledged by Pfaller, with some bizarre conclusionary remarks that seem to venerate interpassivity (the show more distance between profiteering CEOs reaping surplus-value in a passive state doesn't quite reconcile with the worker position...) while the strongest aspects are condemning it. The "pseudo-emancipatory politics" leading to self-exploitation and nod to Foucault in this injunction to produce/confess (which Pfaller contradicts in suggesting passivity desubjectifies the individual?) reminds me of Byung-Chul Han's Burnout Society -- a great and equally relevant book. All aside, it helps to cement many Žižekian ideas via brute force. show less
Über 32 unterschiedliche Fragekategorien mit einer Vielzahl von Perspektiven beantwortet Robert Pfaller in diesem Buch. Es geht um Lust, Glück, Fernsehen, Öffentlichkeit, Askese, Rituale, Philosophie, Höflichkeit, Genuss, Politik, Philosophie, Kunst, Arbeit, Stars, Alter, Tod, Autos und vieles, vieles mehr.
Es gibt viele Antworten, die ich mag und ebenso viele, denen ich nicht zustimmen würde. Im ersten Moment – sie haben aber oft eine gewisse Nachwirkung und führen zu anders show more gelagerten Einschätzungen – alleine schon durch elegante, klare und überraschende Erklärungen.
Es stimmt, Ruhe und Gelassenheit sind in einer schnellen Zeit die wahren Luxusgüter. Sich des Öfteren die Frage zu stellen, wofür es sich zu leben lohnt, ist vor allem in größten Stresssituationen von Nutzen. Sich in einem alten Peugeot 306 zu bewegen, wie der Autor, hat in einer übermotorisierten automobilen Welt seinen Charme.
Von solchen ganz konkreten Antworten bis hin zu grenzüberschreitenden Fragen wird in diesem Buch eine breite Palette möglicher Lebensaspekte diskutiert, denen man gerne folgt. Durch die Interviewform wird der Inhalt aufgelockert und die Antworten lassen erkennen, dass der Autor einem der schönsten Genüsse überhaupt ausgiebig frönen kann: dem müßigen Nachdenken.
Es stimmt, junge Menschen finden heute kein Modell für einen Genuss vor, der ihnen von der Gesellschaft nahe gelegt und gegönnt wird. Der öffentliche Raum ist zu einem Austausch von spießigen Provokateuren und Scheingenüssen geworden, alles wird irgendwie inszeniert.
Wirklich genießen können Menschen nur, wenn sie gesellschaftlich mitwirken, interessiert denken und im Austausch mit anderen sind. Jener, der nur privat lebte, wurde im antiken Griechenland so genannt: Idiot. Jemand der Philosophie betreibt, darf es vor nichts grausen, stellt Pfaller auf Seite 65 fest. show less
Es gibt viele Antworten, die ich mag und ebenso viele, denen ich nicht zustimmen würde. Im ersten Moment – sie haben aber oft eine gewisse Nachwirkung und führen zu anders show more gelagerten Einschätzungen – alleine schon durch elegante, klare und überraschende Erklärungen.
Es stimmt, Ruhe und Gelassenheit sind in einer schnellen Zeit die wahren Luxusgüter. Sich des Öfteren die Frage zu stellen, wofür es sich zu leben lohnt, ist vor allem in größten Stresssituationen von Nutzen. Sich in einem alten Peugeot 306 zu bewegen, wie der Autor, hat in einer übermotorisierten automobilen Welt seinen Charme.
Von solchen ganz konkreten Antworten bis hin zu grenzüberschreitenden Fragen wird in diesem Buch eine breite Palette möglicher Lebensaspekte diskutiert, denen man gerne folgt. Durch die Interviewform wird der Inhalt aufgelockert und die Antworten lassen erkennen, dass der Autor einem der schönsten Genüsse überhaupt ausgiebig frönen kann: dem müßigen Nachdenken.
Es stimmt, junge Menschen finden heute kein Modell für einen Genuss vor, der ihnen von der Gesellschaft nahe gelegt und gegönnt wird. Der öffentliche Raum ist zu einem Austausch von spießigen Provokateuren und Scheingenüssen geworden, alles wird irgendwie inszeniert.
Wirklich genießen können Menschen nur, wenn sie gesellschaftlich mitwirken, interessiert denken und im Austausch mit anderen sind. Jener, der nur privat lebte, wurde im antiken Griechenland so genannt: Idiot. Jemand der Philosophie betreibt, darf es vor nichts grausen, stellt Pfaller auf Seite 65 fest. show less
Mar 5, 2023German
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