Identitti
by Mithu Sanyal
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Description
"A satirical debut about a German Indian student whose world is upended when she discovers that her beloved professor who passed for Indian is, in fact, white"--Tags
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4.5
this book is soooo fucking funny and unhinged in the best way and very relevant to berkeley i think bc of the combo of "woke" academic environment + satire on identity politics + lots of opinionated mentally unstable 20-something intellectuals lol. raises lots of interesting questions about what qualifies someone to be white/BIPOC, limitations of discourse applied irl, how much nuance is too much nuance. author is clearly very well read in the topic and offers lots of thoughtful sometimes non-PC takes on race/identity i think r necessary in adding complexity to whole fuck white ppl rhetoric ppl parrot nowadays. my only gripe is that it leaned so much on the commentary sometimes it was bordering nonfic but i was so interested in the show more commentary anyways it didnt bother me much lol and the author does such a good job of writing like an unhinged 20 something it was funny asf even if a little too intellectual. honestly i cant believe how relevant this book is for being something i randomly picked up off a shelf but damn, thoroughly enjoyed show less
this book is soooo fucking funny and unhinged in the best way and very relevant to berkeley i think bc of the combo of "woke" academic environment + satire on identity politics + lots of opinionated mentally unstable 20-something intellectuals lol. raises lots of interesting questions about what qualifies someone to be white/BIPOC, limitations of discourse applied irl, how much nuance is too much nuance. author is clearly very well read in the topic and offers lots of thoughtful sometimes non-PC takes on race/identity i think r necessary in adding complexity to whole fuck white ppl rhetoric ppl parrot nowadays. my only gripe is that it leaned so much on the commentary sometimes it was bordering nonfic but i was so interested in the show more commentary anyways it didnt bother me much lol and the author does such a good job of writing like an unhinged 20 something it was funny asf even if a little too intellectual. honestly i cant believe how relevant this book is for being something i randomly picked up off a shelf but damn, thoroughly enjoyed show less
Für Nivedita ist ihre Professorin Dr. Saraswati die Erleuchtung. Endlich jemand, der sie versteht, der ihr die Augen öffnet und zu der Identität verhilft, die sie schon so lange gesucht hat. Mit einem indischen Vater und einer polnischen Mutter war sie nie richtige Deutsche und nie die typische Ausländerin. In ihrem Studium der Postcolonial Studies nun werden Rassismus, Othering und auch Identität greifbar für sie. Doch dann der Schock: Professor Saraswati ist weiß. Sie hat sich ihre Rasse nur konstruiert, sie identifiziert sich selbst als Person of Colour, dabei ist sie nichts dergleichen. Der Internet Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, aber Nivedita ist noch nicht so schnell fertig mit ihr.
Mithu M. Sanyals Roman show more greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen.
Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde.
Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber?
Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben.
Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis. show less
Mithu M. Sanyals Roman show more greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen.
Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde.
Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber?
Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben.
Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis. show less
Romandebuut van een auteur die normaalgesproken non-fictie schrijft. Het verhaal is geïnspireerd door de case van Rachel Dolezal in de VS, een blanke vrouw die zich voordeed als zwart. Identitti draait om een professor in Duitsland. Ze doceert over zaken als decolonization en racisme. Iedereen denkt dat zij van Indiase afkomst is, maar dan blijkt ze eigenlijk een witte Duitse vrouw te zijn (met pigmentbehandeling, geverfd haar en mooie Indiase kledij). Mag dat, jezelf voordoen als iemand van een andere herkomst? Waarom zou je wel je gender mogen veranderen maar niet je etniciteit? Dat zijn zomaar wat vragen die tijdens het lezen worden opgeworpen.
Om de zaak nog wat complexer te maken wordt het verhaal verteld vanuit één van de show more studentes van de professor, een jonge vrouw die half-Indiaas is, maar in Duitsland is opgegroeid en weinig van de Indiase cultuur heeft meegekregen. Zij zag in de professor een voorbeeld, maar is ze dat nu nog wel? En dan wordt er ook nog een personage opgevoerd dat geadopteerd is vanuit India. Allemaal net andere invalshoeken; mensen die gediscrimineerd worden omdat ze er nu eenmaal uitzien zoals ze eruit zien, versus iemand die er zelf voor kiest
Het is een boek dat je aan het denken zet, en dankzij de uitgebreide bronnenlijst kan je je nog veel verder verdiepen in deze onderwerpen als je zou willen. Tegelijk vond ik het boek als roman matig, vanwege niet al te best uitgewerkte personages, een aantal bizarre plotwendingen en lelijke kromme zinnen (kan ook aan de vertaling liggen). show less
Om de zaak nog wat complexer te maken wordt het verhaal verteld vanuit één van de show more studentes van de professor, een jonge vrouw die half-Indiaas is, maar in Duitsland is opgegroeid en weinig van de Indiase cultuur heeft meegekregen. Zij zag in de professor een voorbeeld, maar is ze dat nu nog wel? En dan wordt er ook nog een personage opgevoerd dat geadopteerd is vanuit India. Allemaal net andere invalshoeken; mensen die gediscrimineerd worden omdat ze er nu eenmaal uitzien zoals ze eruit zien, versus iemand die er zelf voor kiest
Het is een boek dat je aan het denken zet, en dankzij de uitgebreide bronnenlijst kan je je nog veel verder verdiepen in deze onderwerpen als je zou willen. Tegelijk vond ik het boek als roman matig, vanwege niet al te best uitgewerkte personages, een aantal bizarre plotwendingen en lelijke kromme zinnen (kan ook aan de vertaling liggen). show less
I read this book as an English translation. The author poses an interesting question--can an individual choose, and change, their racial identity?--but fails to develop her arguments in her chosen form of a novel. It is apparent that she is a scholarly researcher who does not know how to write fiction: there is no plot progression, characters behave inconsistently, and conversations sound unnatural. One character often yells for no reason, while another character, a university professor, alternates between extreme indignation, sarcasm, and seductive charm--all directed at her students, which is wildly inappropriate and unsafe. Not recommended.
Plot:
Nivedita studies postcolonial theory in Düsseldorf with Professor Saraswati. The classes have been eye-opening for her, prompting her to reflect her own difficult relationship with her German-Polish-Indian ancestry in Germany, bein both a PoC and never feeling like she is Indian enough. She is writing a lot about this on her blog and social media accounts under the name Identitti. But then the unthinkable is revealed: Saraswati isn’t actually Indian like she said. She is white, and has been pretending for years and years. As some of her colleagues start to protest their professor, Nivedita starts to spiral, trying to figure out what this means for and to her – and why Saraswati did it in the first place.
Identitti is a show more political novel, and the emphasis might be more on the politics part than on the novel part. I found it interesting and engaging, but also a tad dense. For a debut, it’s definitely promising, though.
Read more on my blog: https://kalafudra.com/2023/03/31/identitti-mithu-sanyal/ show less
Nivedita studies postcolonial theory in Düsseldorf with Professor Saraswati. The classes have been eye-opening for her, prompting her to reflect her own difficult relationship with her German-Polish-Indian ancestry in Germany, bein both a PoC and never feeling like she is Indian enough. She is writing a lot about this on her blog and social media accounts under the name Identitti. But then the unthinkable is revealed: Saraswati isn’t actually Indian like she said. She is white, and has been pretending for years and years. As some of her colleagues start to protest their professor, Nivedita starts to spiral, trying to figure out what this means for and to her – and why Saraswati did it in the first place.
Identitti is a show more political novel, and the emphasis might be more on the politics part than on the novel part. I found it interesting and engaging, but also a tad dense. For a debut, it’s definitely promising, though.
Read more on my blog: https://kalafudra.com/2023/03/31/identitti-mithu-sanyal/ show less
Great plot, solid characters and super funny read - the whole scenario presented was so absurd and hilarious. Buuut 3 stars because I didn’t warm up to the writing, perhaps because it’s a translation. I found the writing lacking a flow that’s fun to read
Auf dem Buchrücken steht in den dort abgedruckten Kritiken mehrfach, das Buch sei witzig. Und ich dachte mir "Da bin ich ja mal gespannt, wie kann ein Buch über Rassimus witzig sein". Aber es ist tatsächlich witzig und ich habe es sehr gern gelesen.
Saraswati ist eine gefeierte Professorin für Intercultural Studies und Postkoloniale Theorie. Selbst dunkelhäutig kann sie Diskriminierungserfahrungen aus erster Hand nachvollziehen und ist authentisch. Aber dann stellt sich heraus, dass sie in Wirklichkeit weiß ist und ihrer indisch-anmutenden Erscheinung nachgeholfen hat. Ist sie nun eine Betrügerin? Oder gibt es ein trans race genauso wie ein trans gender? Was macht diese Entdeckung mit den vielen PoC, die sie mit ihrer Botschaft show more empowered hat?
Das Buch ist wirklich äußerst klug und wie gesagt witzig geschrieben. Die Autorin läst keine Finte der Debatte aus und nimmt einen mit auf einen atemlosen Argumentationsritt durch die Rassimusdiskussion. Stilistisch interessant ist, dass sich Mithu M. Sanyal verschiedener Mittel bedient, zum Beispiel der Blogeinträge ihrer Protagonistin Nivedita und der Twitter- oder sonstiger Posts realer Personen. Das ist äußerst überzeugend und sehr spannend.
Eine Antwort auf das ganz Rätsel ist für mich, dass vor dem realen agressiven tödlichen Rassismus (im Buch u.a. Hanau, George Floyd) die ganze Debatte an Kraft verliert. Solange Menschen wegen Hautfarben getötet werden, sind wir nicht mal annähernd auf dem richtigen Weg. Wie Mithu M. Sanyal schreibt: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov waren nicht irgendwie besondere Menschen, sondern Bürger:innen dieses Landes, genau wie ich. Und das ist dann doch die Botschaft: Alle Debatten um Race und Identität sollten ein Ziel haben: Gegenseitige Anerkennung, Achtung, Frieden und Liebe. show less
Saraswati ist eine gefeierte Professorin für Intercultural Studies und Postkoloniale Theorie. Selbst dunkelhäutig kann sie Diskriminierungserfahrungen aus erster Hand nachvollziehen und ist authentisch. Aber dann stellt sich heraus, dass sie in Wirklichkeit weiß ist und ihrer indisch-anmutenden Erscheinung nachgeholfen hat. Ist sie nun eine Betrügerin? Oder gibt es ein trans race genauso wie ein trans gender? Was macht diese Entdeckung mit den vielen PoC, die sie mit ihrer Botschaft show more empowered hat?
Das Buch ist wirklich äußerst klug und wie gesagt witzig geschrieben. Die Autorin läst keine Finte der Debatte aus und nimmt einen mit auf einen atemlosen Argumentationsritt durch die Rassimusdiskussion. Stilistisch interessant ist, dass sich Mithu M. Sanyal verschiedener Mittel bedient, zum Beispiel der Blogeinträge ihrer Protagonistin Nivedita und der Twitter- oder sonstiger Posts realer Personen. Das ist äußerst überzeugend und sehr spannend.
Eine Antwort auf das ganz Rätsel ist für mich, dass vor dem realen agressiven tödlichen Rassismus (im Buch u.a. Hanau, George Floyd) die ganze Debatte an Kraft verliert. Solange Menschen wegen Hautfarben getötet werden, sind wir nicht mal annähernd auf dem richtigen Weg. Wie Mithu M. Sanyal schreibt: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov waren nicht irgendwie besondere Menschen, sondern Bürger:innen dieses Landes, genau wie ich. Und das ist dann doch die Botschaft: Alle Debatten um Race und Identität sollten ein Ziel haben: Gegenseitige Anerkennung, Achtung, Frieden und Liebe. show less
Feb 2, 2022German
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Author Information
Some Editions
Awards and Honors
Common Knowledge
- Canonical title
- Identitti
- Original title
- Identitti
- Original publication date
- 2021
- People/Characters*
- Nivedita; Saraswati; Priti
- Important places*
- Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
- Dedication
- For Durga—and Matti
- First words
- About me:
The last time I spoke to the devil he was naked, visibly aroused, and female. - Last words
- (Click to show. Warning: May contain spoilers.)Let love flow like a river.
- Blurbers
- Bronsky, Alina; McGinnis, Jarred
- Original language*
- Deutsch
*Some information comes from Common Knowledge in other languages. Click "Edit" for more information.
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