Zukunftsmusik
by Katerina Poladjan
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Description
Der neue Roman von Katerina Poladjan über vier Generationen von Frauen, eine Kommunalka und das Ende einer Epoche. In der sibirischen Weite, tausende Werst östlich von Moskau, leben in einer Kommunalka auf engstem Raum Großmutter, Mutter, Tochter und Enkelin unter dem bröckelnden Putz einer vergangenen Zeit. Es ist der 11. März 1985, Beginn einer Zeitenwende, von der noch niemand etwas ahnt. Alle gehen ihrem Alltag nach. Der Ingenieur von nebenan versucht, sein Leben in Kästchen zu show more sortieren, Warwara hilft einem Kind auf die Welt, Maria träumt von der Liebe, Janka will am Abend in der Küche singen. "Zukunftsmusik" ist ein großer Roman über vier Leben am Wendepunkt, über eine untergegangene Welt, die bis heute nachwirkt, über die Absurdität des Daseins und die große Frage des Hier und Jetzt: Was tun? Katerina Poladjan wurde in Moskau geboren, wuchs in Rom und Wien auf und lebt in Deutschland. Sie schreibt Theatertexte und Essays, auf ihr Prosadebüt "In einer Nacht, woanders" folgte "Vielleicht Marseille" und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht "Hinter Sibirien". Sie war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert wie auch für den European Prize of Literature und nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. Für "Hier sind Löwen" erhielt sie Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und von der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. 2021 wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. Mit "Zukunftsmusik" stand Katerina Poladjan auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 und wurde mit dem Rheingau Literatur Preis 2022 ausgezeichnet. Literaturpreise: - Rheingau Literatur Preis 2022 - Chamisso-Preis Dresden 2022 - Nelly-Sachs-Preis 2021 - Alfred-Döblin-Stipendium 2019 - Stipendium Deutscher Literaturfonds 2016/2017 - Residenzstipendium Kulturakademie Tarabya Istanbul 2016 - Stipendium der Stiftung Preussische Seehandlung 2016 - Shortlist für den European Union Prize for Literature 2016 - Nominierung für den Alfred-Döblin-Preis 2015 - Literaturpreis "Der kleine Hai" der Buchhandlung Wist, Potsdam 2015 - Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2015 - Senatsstipendium der Stadt Berlin 2015 - Alfred-Döblin-Stipendium 2014 - Grenzgänger Stipendium der Robert Bosch Stiftung 2014 - Stipendium der Neuen Gesellschaft für Literatur 2003 show lessTags
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This very good little book gives us a close-up view of what life might have been like in the final days of the Soviet Union. When the State crowds so many people into a very small apartment, the occupants either learn to cope or go at each others' throats.
Jul 25, 2025 (Edited)English (UK)
“Hurz!” oder "Willkommen im sowjetischen Absurdistan!"
Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an “Hurz!” aus dem Jahre 1991 von und mit Hape Kerkeling, der einem Bildungspublikum eine absurde Oper vortrug und versuchte, dieses Publikum aufs Glatteis zu führen. Was ihm allerdings nur bedingt gelang.
So etwa wie jenes Publikum sich gefühlt haben dürfte - irritiert, verwirrt, leicht genervt - so fühlte ich mich bei der Lektüre dieser dankenswert kurzen Novelle.
War Kerkelings medialer Streich in seiner Einfachheit letztlich absurd und doch in sich clever, so war “Zukunftsmusik” von Katerina Poladjan leider eher uninteressant und über weite Teile ganz schlicht banal.
Es ist 1985 und Tschernenko ist just am Tage vor Beginn der show more Handlung gestorben; sein Nachfolger wird Michail Gorbatschow, der sich anschickt, die Welt zu verändern. Aber soweit sind wir noch nicht: Noch leben in einer Kommunalka (eine Art sowjetische Wohngemeinschaft) vier Generationen Frauen/Mädchen einer Familie und ein paar Statisten, die auch schon einmal das Fenster öffnen und davon fliegen, zusammen.
Leider lies mich das alles völlig kalt: 1985 war für mich ein ganz normales Jahr Kindheit. Die Sowjetunion war mir damals vollkommen egal. Allenfalls nahm ich sie im “Spiegel” oder James-Bond-Filmen wahr.
Für mich besteht diese Novelle aus einer Mischung von gähnender Langeweile…
»Creme roch pudrig. Ippolit bevorzugte blumige Düfte. Die Natur hatte ihm keine bemerkenswerten Züge verliehen, und doch hielt er sich nach wie vor für einen schönen Mann. Wenn er das Kinn hob und seine Unterlippe leicht nach vorne schob, sah er aus wie der Schauspieler Lembit Peterson aus dem Film Hotel zum verunglückten Alpinisten.«
… gekünstelter Pseudo-Intellektualität…
»Vielleicht haben all diese Gegenstände und Objekte den Menschen erst zum Menschen gemacht, sagte Maria, weil der Mensch anhand der Objekte die Welt bewältigte.«
(Selbst wenn man sich darauf einlassen möchte: Nein, der Mensch hat diese Objekte überhaupt erst geschaffen und sein Menschsein resultiert nicht aus sich selbst.)
… sowie merkwürdig kontextloser Ideen:
»Gab es einen Zusammenhang zwischen Wohlstand und einem Antonow-Apfel?«
(Auch hier wiederum: Sollte Poladjan sich auf die Kurzgeschichte “Antonäpfel” von Iwan Bunin beziehen wollen, so fände ich es doch sehr gewagt, Kenntnis einer Kurzgeschichte von 1900 vorauszusetzen…)
Am Ende bleibt alles vage und offen: Was war wirklich, was Fantasie? Ich weiß es nicht und ich habe, offen gestanden, auch gar kein Interesse es herauszufinden.
Ja, die im Klappentext angesprochene Frage „Was tun?“ stellen sich unsere uninteressanten Protagonisten, aber der langatmigen Nicht-Antwort ist es nie gelungen, mein Interesse zu wecken.
Zwei Sterne für den Versuch.
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Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an “Hurz!” aus dem Jahre 1991 von und mit Hape Kerkeling, der einem Bildungspublikum eine absurde Oper vortrug und versuchte, dieses Publikum aufs Glatteis zu führen. Was ihm allerdings nur bedingt gelang.
So etwa wie jenes Publikum sich gefühlt haben dürfte - irritiert, verwirrt, leicht genervt - so fühlte ich mich bei der Lektüre dieser dankenswert kurzen Novelle.
War Kerkelings medialer Streich in seiner Einfachheit letztlich absurd und doch in sich clever, so war “Zukunftsmusik” von Katerina Poladjan leider eher uninteressant und über weite Teile ganz schlicht banal.
Es ist 1985 und Tschernenko ist just am Tage vor Beginn der show more Handlung gestorben; sein Nachfolger wird Michail Gorbatschow, der sich anschickt, die Welt zu verändern. Aber soweit sind wir noch nicht: Noch leben in einer Kommunalka (eine Art sowjetische Wohngemeinschaft) vier Generationen Frauen/Mädchen einer Familie und ein paar Statisten, die auch schon einmal das Fenster öffnen und davon fliegen, zusammen.
Leider lies mich das alles völlig kalt: 1985 war für mich ein ganz normales Jahr Kindheit. Die Sowjetunion war mir damals vollkommen egal. Allenfalls nahm ich sie im “Spiegel” oder James-Bond-Filmen wahr.
Für mich besteht diese Novelle aus einer Mischung von gähnender Langeweile…
»Creme roch pudrig. Ippolit bevorzugte blumige Düfte. Die Natur hatte ihm keine bemerkenswerten Züge verliehen, und doch hielt er sich nach wie vor für einen schönen Mann. Wenn er das Kinn hob und seine Unterlippe leicht nach vorne schob, sah er aus wie der Schauspieler Lembit Peterson aus dem Film Hotel zum verunglückten Alpinisten.«
… gekünstelter Pseudo-Intellektualität…
»Vielleicht haben all diese Gegenstände und Objekte den Menschen erst zum Menschen gemacht, sagte Maria, weil der Mensch anhand der Objekte die Welt bewältigte.«
(Selbst wenn man sich darauf einlassen möchte: Nein, der Mensch hat diese Objekte überhaupt erst geschaffen und sein Menschsein resultiert nicht aus sich selbst.)
… sowie merkwürdig kontextloser Ideen:
»Gab es einen Zusammenhang zwischen Wohlstand und einem Antonow-Apfel?«
(Auch hier wiederum: Sollte Poladjan sich auf die Kurzgeschichte “Antonäpfel” von Iwan Bunin beziehen wollen, so fände ich es doch sehr gewagt, Kenntnis einer Kurzgeschichte von 1900 vorauszusetzen…)
Am Ende bleibt alles vage und offen: Was war wirklich, was Fantasie? Ich weiß es nicht und ich habe, offen gestanden, auch gar kein Interesse es herauszufinden.
Ja, die im Klappentext angesprochene Frage „Was tun?“ stellen sich unsere uninteressanten Protagonisten, aber der langatmigen Nicht-Antwort ist es nie gelungen, mein Interesse zu wecken.
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Dec 1, 2022German
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Common Knowledge
- Canonical title*
- Zukunftsmusik
- Original title
- Zukunftsmusik
- Original publication date
- 2022
- Dedication*
- Für Alva
- First words*
- Tausende Werst oder Meilen oder Kilometer östlich von Moskau ragte des Skelett einer Radarstation in den Nachthimmel, schwach beleuchtet von den Lampen der Glühbirnenfabrik, die immer brannten.
- Last words*
- (Click to show. Warning: May contain spoilers.)Sie winkte den Karisen zu, die zwischen den Hügeln davonzogen, und verbeugte sich tief.
- Blurbers*
- Rinck, Monika
- Original language*
- Deutsch
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- 34
- Popularity
- 838,192
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- (3.15)
- Languages
- Dutch, German
- Media
- Paper, Audiobook, Ebook
- ISBNs
- 4
- ASINs
- 3





























































