Die Mutter
by Karin Struck
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Vesttysk psykologisk skildring af en gravid kvindes tanker om modermyten, og om moderskabets vilkår i det kapitalistiske samfund.Tags
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Das Buch erschien im Frühjahr 1975, der Text ist jetzt also über 40 Jahre alt. Er lässt mich mit deutlich gemischten Gefühlen zurück. Einzelne Kapitel gehen gerne auch mal über mehr als 100 Seiten, der Text besteht durchgängig eigentlich nur aus Gedankenfetzen - lässt sich aber dafür dennoch sehr gut lesen und transportiert unglaublich viel aus der Gefühlswelt der Autorin, die sowohl mit ihrer eigenen Mutterrolle als auch mit ihrer Mutter hadert (der Text gehört, wie ich dann gelernt habe, zur Gattung 'Neue Subjektivität').
"Es ist ein Verbrechen, die Mütter unbeachtet und unbelohnt ein Lebenlang arbeiten zu lassen."
Die Hauptperson Nora fühlt sich zu ihren eigenen Kindern entfremdet, beklagt regelmäßig, dass sie nicht show more spielen könne und reibt sich an der fehlenden Anerkennung des Mutter-Daseins. Gleichzeitig fühlt sie sich entwurzelt (ihre Eltern mussten zunächst aus Pommern fliehen und landeten als Bauern im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Von dort erfolgte in den 50er Jahren eine zweite Flucht mit den Kindern über Berlin nach Westdeutschland).
Mich hat der Text gefühlsmäßig durchaus angesprochen, vermutlich, weil es familienbiographisch einige Berührungspunkte gibt. Zehn Seiten am Stück zu lesen war aber schon viel, da der Text bis auf die grobe Struktierung in sechs Kapiteln keine weitere Strukturierung aufweist, teils seitenweise ohne Absatz auskommt und inhaltlich immer zwischen verschiedenen Ebenen springt (darum meine Beschreibung als "Gedankenfetzen".
Alles in allem hat sich die Lektüre aber gelohnt.
Im Archiv der ZEIT findet sich eine Rezension vom 21.03.1975. show less
"Es ist ein Verbrechen, die Mütter unbeachtet und unbelohnt ein Lebenlang arbeiten zu lassen."
Die Hauptperson Nora fühlt sich zu ihren eigenen Kindern entfremdet, beklagt regelmäßig, dass sie nicht show more spielen könne und reibt sich an der fehlenden Anerkennung des Mutter-Daseins. Gleichzeitig fühlt sie sich entwurzelt (ihre Eltern mussten zunächst aus Pommern fliehen und landeten als Bauern im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Von dort erfolgte in den 50er Jahren eine zweite Flucht mit den Kindern über Berlin nach Westdeutschland).
Mich hat der Text gefühlsmäßig durchaus angesprochen, vermutlich, weil es familienbiographisch einige Berührungspunkte gibt. Zehn Seiten am Stück zu lesen war aber schon viel, da der Text bis auf die grobe Struktierung in sechs Kapiteln keine weitere Strukturierung aufweist, teils seitenweise ohne Absatz auskommt und inhaltlich immer zwischen verschiedenen Ebenen springt (darum meine Beschreibung als "Gedankenfetzen".
Alles in allem hat sich die Lektüre aber gelohnt.
Im Archiv der ZEIT findet sich eine Rezension vom 21.03.1975. show less
May 8, 2015German
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suhrkamp taschenbuch (0489)
Common Knowledge
- Original title
- Die Mutter
- Original publication date
- 1975
- Epigraph*
- Unfreundlich ist und schwer zu gewinnen die verschlossene, der ich entkommen, die Mutter.
(Friedrich Hölderlin: Die Wanderung) - First words*
- Nora will ihre Mutter suchen und erschaffen, ehe sie stirbt oder ehe sie Selbstmord begeht.
- Quotations*
- Es ist ein Verbrechen, die Mütter unbeachtet und unbelohnt ein Lebenlang arbeiten zu lassen. (S. 333)
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