Eduard Mörike (1804–1875)
Author of Mozart's Journey From Vienna To Prague
About the Author
Morike withdrew from the social and political upheavals of his day to live as a reclusive country parson in his native Swabia. He is best known for his lyric poems which, in their directness, are close to folksongs. He also wrote a novel entitled Maler Nolten (Painter Nolten) (1832) and many short show more tales. The extreme simplicity of his diction and the subtlety of his rhythms render the work of Morike particularly difficult to translate. Largely for this reason he remains, despite his importance in German literature, little known to the English-speaking public, though his poems are scattered in various anthologies. (Bowker Author Biography) show less
Image credit: Photo © ÖNB/Wien
Series
Works by Eduard Mörike
Erzählungen und Märchen — Author — 5 copies
Lucie Gelmeroth 4 copies
Griechische Lyrik 4 copies
Ausgewählte Gedichte und Erzählungen. Herausgegeben von Will Vesper. Mit Zeichnungen zur "Schoenen Lau" von Moritz von Schwind. (1919) 3 copies
(Eduard) Mörikes Werke (German Edition) — Author — 3 copies
Werke und Briefe. Bd. 12, Briefe, 1833 - 1838 / hrsg. von Hans-Ulrich Simon (1968) — Author — 2 copies
Tyske noveller. 3 2 copies
Novelle 1 copy
Der Spuk im Pfarrhaus zu Cleversulzbach (Eine Horrorgeschichte): Klassische Gespenstergeschichte (German Edition) (2014) 1 copy
Gesammelte Werke 1 copy
Liriche scelte 1 copy
A varázscipő 1 copy
Eduard Mörike Werke und Briefe - Historisch-kritische Gesamtausgabe: Briefe 1868-1875 Erster Teil (1968) — Author — 1 copy
Vier Erzählungen 1 copy
Eduard Mörike Werke und Briefe - Historisch-kritische Gesamtausgabe: Bearbeitung fremder Werke / Kritische Beratungen - Zu einzelnen Autoren (1968) — Author — 1 copy
Eduard Mörike Werke und Briefe - Historisch-kritische Gesamtausgabe: Bearbeitung fremder Werke / Kritische Beratungen - Beratung Karl Mayers (1968) — Author — 1 copy
Eduard Mörike Werke und Briefe - Historisch-kritische Gesamtausgabe: Bearbeitungen fremder Gedichte / Kritische Beratungen - Bearbeitungen von Gedichten Wilhelm Waiblingers (1995) — Author — 1 copy
Gedichte von Eduard Mörike 1 copy
Ausgewählte Kostbarkeiten 1 copy
Gesammelte Erzählungen. 1 copy
Gesamtausgabe - 1 Band — Author — 1 copy
Geheimnisvolles Saitenspiel 1 copy
Erzahlungen und Gedichte 1 copy
Elfenlied - Song of the Elf 1 copy
Erzählung und Gedichte. 1 copy
Sämtliche Werke, 2 Bde., Ln, Bd.2, Maler Nolten (Neufass.); Nachlese der Gedichte; Vermischte Schriften; Übersetzungen (1996) 1 copy
Werke. Liederheft - Gedichte 1 copy
Werke. Maler Nolten I 1 copy
Eduard Mörike : Höhepunkte seines Schaffens [aus der Reihe: Deutsche Klassiker Jubiläums-Bibliothek] 1 copy
Werke in drei Bänden 1 copy
Werke in 2 Bänden — Author — 1 copy
Römische Lyrik 1 copy
Werke. Märchen, Novellen. 1 copy
Proč bolíš, radosti? 1 copy
Maler Nolten, Dramatisches 1 copy
Gedichte : Feldauswahl 1 copy
Gedichte : Mondscheingärten 1 copy
Werke. Briefe I 1 copy
Am Geisterbrunnen 1 copy
Kouzelná země Orplid 1 copy
Poesie Gedichte 1 copy
Der Zauberleuchtturm 1 copy
Der letzte König von Orplid 1 copy
Mörikes Werke Dritter Band / Meyers Klassiker (Erzählungen / Dramatisches / Übersetzungen) — Author — 1 copy
Werke. Briefe II 1 copy
Eduard Mörike Werke 1 copy
Traum und Tag 1 copy
Spillner 1 copy
Mörikes Sämtliche Werke 1 copy
Mörikes Werke Vol III: Novellen und Märchen, Bruchstücke und Vermischte Schriften, Dramatisches 1 copy
Eduard Mörikes sämtliche Werke : in sechs Bänden; mit einem Brief als Handschriftprobe Bd. 1/3 [...] 1 copy
Poesie 1 copy
Associated Works
World Poetry: An Anthology of Verse from Antiquity to Our Time (1998) — Contributor — 496 copies, 2 reviews
Deutschland erzählt. Von Johann Wolfgang von Goethe bis Ludwig Tieck (1970) — Contributor — 26 copies
German Novellas of Realism I: Stifter, Droste-Hülshoff, Gotthelf, Grillparzer, Mörike (1989) — Author — 16 copies
Uit het leven van een nietsnut en andere verhalen — Contributor — 5 copies
Dichtung der Romantik (10. Band) Volkstum I Lied, Märchen, Sage, Legende. Übersetztes aus fremdem Volkstum — Illustrator — 3 copies
Lebensgut — Ein deutsches Lesebuch für Mädchen — 5. Teil (9. Schuljahr) — Contributor — 1 copy
Tagged
Common Knowledge
- Canonical name
- Mörike, Eduard
- Legal name
- Mörike, Eduard Friedrich Phillip
- Birthdate
- 1804-09-08
- Date of death
- 1875-06-04
- Gender
- male
- Education
- Tübinger Stift, Tübingen, Germany
Gymnasium Illustre, Stuttgart
Evangelical Seminary Urach
Seminary of Tübingen, Germany - Occupations
- pastor
poet
novelist - Nationality
- Germany
- Birthplace
- Ludwigsburg, Duchy of Württemberg
- Places of residence
- Ludwigsburg, Duchy of Württemberg (now Germany)
Stuttgart, Germany - Place of death
- Stuttgart, Duchy of Württemberg
- Burial location
- Pragfriedhof, Stuttgart, Germany
- Associated Place (for map)
- Germany
Members
Reviews
Was für eine wunderschöne kleine Novelle! Ein Tag im Leben von Mozart, der 14. September 1787: Mozart und Konstanze auf der Reise nach Prag zur Premiere des Don Juan, ein Halt, eine unerwartete Einladung als Gast auf dem Schlosse des Grafen ..*. Beschreibungen, Reminiszenzen und Anekdoten Mozarts und Konstanzes, die heitere Unterhaltung, alles in einer behutsame Sprache, die schon vor 150 Jahren, als Mörike dies schrieb, wohl manchmal etwas altmodisch klang, ihre sanfte Leichtigkeit hier show more und da mit einem Schimmer von Melankolie getönt. Ein kleines Juwel dies!
Einige Sätze daraus:
Und geht es nicht mit allem so? O pfui, ich darf nicht daran denken, was man alles verpaßt, verschiebt und hängen läßt! – so Mozart anläßlich einer lang geplanten, immer aufgeschobenen Mondbetrachtung.
Und des Erzählers (Mörikes) Kommentar: - Doch solche Dinge lassen sich für die Erzählung kaum festhalten, sie wollen eigentlich nicht wiederholt sein, weil eben das, was sie an ihrem Ort unwiederstehlich macht, die allgemein erhöhte Stimmung, der Glanz ... in Wort und Bild fehlt.
Und eine Bemerkung zur Begegnung mit tragischer Kunst: –
Der Mensch verlangt und scheut zugleich, aus seinem gewöhnlichen Selbst vertrieben zu werden, er fühlt, das Unendliche werde ihn berühren, das seine Brust zusammenzieht, indem es sie ausdehnen und den Geist gewaltsam an sich reißen will.
Wenn dich die Erzählung beim ersten Lesen anspricht, du spürst, dass dort mehr noch verborgen liegt und du es ergründen möchtest, so lies die Einführung und Analyse von Franz H Mautner, dann lies es wieder, besser noch: horche auf die Laute und den Rhythmus der Sprache. (XII-12) show less
Einige Sätze daraus:
Und geht es nicht mit allem so? O pfui, ich darf nicht daran denken, was man alles verpaßt, verschiebt und hängen läßt! – so Mozart anläßlich einer lang geplanten, immer aufgeschobenen Mondbetrachtung.
Und des Erzählers (Mörikes) Kommentar: - Doch solche Dinge lassen sich für die Erzählung kaum festhalten, sie wollen eigentlich nicht wiederholt sein, weil eben das, was sie an ihrem Ort unwiederstehlich macht, die allgemein erhöhte Stimmung, der Glanz ... in Wort und Bild fehlt.
Und eine Bemerkung zur Begegnung mit tragischer Kunst: –
Der Mensch verlangt und scheut zugleich, aus seinem gewöhnlichen Selbst vertrieben zu werden, er fühlt, das Unendliche werde ihn berühren, das seine Brust zusammenzieht, indem es sie ausdehnen und den Geist gewaltsam an sich reißen will.
Wenn dich die Erzählung beim ersten Lesen anspricht, du spürst, dass dort mehr noch verborgen liegt und du es ergründen möchtest, so lies die Einführung und Analyse von Franz H Mautner, dann lies es wieder, besser noch: horche auf die Laute und den Rhythmus der Sprache. (XII-12) show less
1
Mozart auf der Reise nach Prag
OA 1856 (Vorabdruck 1855 in Morgenblatt für gebildete Stände) Form Novelle Epoche Spätromantik/Realismus
Die Künstlernovelle ist die bekannteste und beliebteste Erzählung von Eduard Mörike, die einen Tag im Leben des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756–91) schildert. Das Werk ist eine zu jener Zeit durchaus übliche kulturhistorische Erzählung
Entstehung: Mozarts Oper Don Giovanni (1787) war das Schlüsselerlebnis, was Mörike zu dem Werk show more veranlasste. Da sein Lieblingsbruder August einige Tage nach dem Besuch der Oper 1824 gestorben war, verband er das Werk immer mit dem Gedanken an den Tod. Seit 1852 arbeitete Mörike an seiner schon lange geplanten Mozart-Novelle, die er Mitte des Jahres 1855 abschloss.
Inhalt: Mozart ist gemeinsam mit seiner Frau Konstanze im Herbst 1787 auf dem Weg nach Prag, weil dort seine Oper Don Giovanni uraufgeführt werden soll. Aus den Plaudereien der beiden erfährt der Leser von Mozarts extremer Arbeitsbelastung, von seiner mangelnden Zeit für Frau und Kinder, seiner großen Hoffnung auf die Prager Aufführung. Bei einer Zwischenstation gerät Mozart in den Garten eines gräflichen Schlosses. Dort pflückt er, ganz in Gedanken versunken, eine Frucht vom Pomeranzenbaum und zerteilt sie mit einem Taschenmesser. Damit hat er das vom Grafen sinnreich ersonnene Verlobungsgeschenk für seine Nichte zerstört. Als die Bewohner des Schlosses erfahren, wer der Frevler war, ist die Freude groß. Alle Mitglieder der Familie sind Musikliebhaber und besonders Eugenie, die Nichte, ist im Gesang geschult.
Das Ehepaar Mozart wird zur Verlobung der Nichte geladen. Der Komponist erklärt den Raub der Pomeranze mit einer Erinnerung an seinen Aufenthalt in Neapel. Dort hatte er als Junge gemeinsam mit seinem Vater eine inszenierte Bootsfahrt erlebt, bei der Mädchen und junge Männer sich Orangen zuwarfen und das erotische Spiel mit dem Raub der Mädchen endete. Diese Szenen inspirierten Mozart zur Komposition des Wechselgesangs Zerlina, Masetto und Bauernchor (Giovinette, che fatte all’amore). Zum Entzücken der Zuhörer spielt der Komponist diese Melodie den Gästen vor.
Den Höhepunkt des Geschehens bildet Mozarts konzertante Aufführung des dämonischen Schlusses seiner Oper. Alle Zuhörer sind ergriffen, doch einzig Eugenie ahnt in der Musik seinen frühen Tod.
Struktur: Das Geschehen ereignet sich an einem einzigen Tag, der allwissende Erzähler kann mithilfe der im Schloss versammelten Menschen verschiedene Perspektiven aufzeigen, die ein mal melancholisches, mal heiteres Bild des Genius Mozart entwerfen. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Vernichtung des Ancien Régime und der Warnung Mozarts vor den falschen Propheten nach seinem Tod entwirft Mörike auch ein historisches Szenario: ein höchst gefährdeter Mensch in einer äußerst fragilen Zeit.
Wirkung: Die Novelle stieß auf große Resonanz bei zeitgenössischen Autoren; Kritiker schrieben lobende Besprechungen. Vermittelt durch den Lyriker Emanuel Geibel (1815–84) erhielt der bayerische König Maximilian II. (1811–64) ein Exemplar des Werks und zeigte sich entzückt. 1939 wurde die Novelle unter dem Titel Eine kleine Nachtmusik verfilmt. D. Ma. show less
OA 1856 (Vorabdruck 1855 in Morgenblatt für gebildete Stände) Form Novelle Epoche Spätromantik/Realismus
Die Künstlernovelle ist die bekannteste und beliebteste Erzählung von Eduard Mörike, die einen Tag im Leben des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756–91) schildert. Das Werk ist eine zu jener Zeit durchaus übliche kulturhistorische Erzählung
Entstehung: Mozarts Oper Don Giovanni (1787) war das Schlüsselerlebnis, was Mörike zu dem Werk show more veranlasste. Da sein Lieblingsbruder August einige Tage nach dem Besuch der Oper 1824 gestorben war, verband er das Werk immer mit dem Gedanken an den Tod. Seit 1852 arbeitete Mörike an seiner schon lange geplanten Mozart-Novelle, die er Mitte des Jahres 1855 abschloss.
Inhalt: Mozart ist gemeinsam mit seiner Frau Konstanze im Herbst 1787 auf dem Weg nach Prag, weil dort seine Oper Don Giovanni uraufgeführt werden soll. Aus den Plaudereien der beiden erfährt der Leser von Mozarts extremer Arbeitsbelastung, von seiner mangelnden Zeit für Frau und Kinder, seiner großen Hoffnung auf die Prager Aufführung. Bei einer Zwischenstation gerät Mozart in den Garten eines gräflichen Schlosses. Dort pflückt er, ganz in Gedanken versunken, eine Frucht vom Pomeranzenbaum und zerteilt sie mit einem Taschenmesser. Damit hat er das vom Grafen sinnreich ersonnene Verlobungsgeschenk für seine Nichte zerstört. Als die Bewohner des Schlosses erfahren, wer der Frevler war, ist die Freude groß. Alle Mitglieder der Familie sind Musikliebhaber und besonders Eugenie, die Nichte, ist im Gesang geschult.
Das Ehepaar Mozart wird zur Verlobung der Nichte geladen. Der Komponist erklärt den Raub der Pomeranze mit einer Erinnerung an seinen Aufenthalt in Neapel. Dort hatte er als Junge gemeinsam mit seinem Vater eine inszenierte Bootsfahrt erlebt, bei der Mädchen und junge Männer sich Orangen zuwarfen und das erotische Spiel mit dem Raub der Mädchen endete. Diese Szenen inspirierten Mozart zur Komposition des Wechselgesangs Zerlina, Masetto und Bauernchor (Giovinette, che fatte all’amore). Zum Entzücken der Zuhörer spielt der Komponist diese Melodie den Gästen vor.
Den Höhepunkt des Geschehens bildet Mozarts konzertante Aufführung des dämonischen Schlusses seiner Oper. Alle Zuhörer sind ergriffen, doch einzig Eugenie ahnt in der Musik seinen frühen Tod.
Struktur: Das Geschehen ereignet sich an einem einzigen Tag, der allwissende Erzähler kann mithilfe der im Schloss versammelten Menschen verschiedene Perspektiven aufzeigen, die ein mal melancholisches, mal heiteres Bild des Genius Mozart entwerfen. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Vernichtung des Ancien Régime und der Warnung Mozarts vor den falschen Propheten nach seinem Tod entwirft Mörike auch ein historisches Szenario: ein höchst gefährdeter Mensch in einer äußerst fragilen Zeit.
Wirkung: Die Novelle stieß auf große Resonanz bei zeitgenössischen Autoren; Kritiker schrieben lobende Besprechungen. Vermittelt durch den Lyriker Emanuel Geibel (1815–84) erhielt der bayerische König Maximilian II. (1811–64) ein Exemplar des Werks und zeigte sich entzückt. 1939 wurde die Novelle unter dem Titel Eine kleine Nachtmusik verfilmt. D. Ma. show less
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