Peter Scholl-Latour (1924–2014)
Author of Death in the Rice Fields: Thirty Years of War in Indochina
About the Author
Disambiguation Notice:
(yid) VIAF:19672993
Image credit: wikipedia.de
Works by Peter Scholl-Latour
Rußland im Zangengriff: Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam (2006) — Author — 58 copies, 3 reviews
Allah ist mit den Standhaften. Begegnungen mit der islamischen Revolution (1983) 50 copies, 1 review
Matata am Kongo 2 copies
Stern 1983, Nr. 49 — Editor — 2 copies
Im Sog des Generals 1 copy
1986 1 copy
Tagged
Common Knowledge
- Canonical name
- Scholl-Latour, Peter
- Legal name
- Scholl-Latour, Peter Roman
- Birthdate
- 1924-03-09
- Date of death
- 2014-08-16
- Gender
- male
- Education
- Mainz University (medicine ∙ philology ∙ poltical sciences)
Sorbonne
Sciences Po [Paris, France]
Université Saint-Joseph, Beirut, Lybia (diploma in Arab Studies ∙ 1958) - Occupations
- journalist
- Organizations
- Commando Ponchardier
Bundesverband Privater Rundfunk und Telekommunikation (BPRT)
Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT)
Deutsch-Arabische Gesellschaft - Awards and honors
- Goldene Kamera (1969)
Straßburger Goldmedaille für deutsch-französische Annäherung ("Aristide-Briand-Preis") (1971)
Goldener Bambi (1974)
Adolf-Grimme-Preis (1977)
Elsie-Kühn-Leitz-Preis (1989)
Bayerischer Fernsehpreis (1991) (show all 17)
Telestar (1991)
Sonderpreis Deutsch-Französischer Kulturrat (1992)
honorary professor, Ruhr-Universität Bochum, Germany (1999)
Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik (1999)
Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreises (2001)
Henri-Nannen-Preis (2005)
Karl-Carstens-Preis des „Freundeskreises der Bundesakademie für Sicherheitspolitik“ (2005)
Hermann-Sinsheimer-Preis (2007)
Steiger Award (2007)
Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizisten der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung (2008)
Mercator Professor, University Duisburg-Essen, Germany (2009) - Nationality
- Germany (dual citizenship)
France (dual citizenship) - Birthplace
- Bochum, Prussia, Germany
- Places of residence
- Berlin-Charlottenburg, Germany
Paris, France
Tourrettes-sur-Loup, France
Rhöndorf, Northrhine-Westphalia, Germany - Place of death
- Rhöndorf, Bad Honnef, Northrhine-Westphalia, Germany
- Burial location
- Forest cemetery, Rhöndorf, Northrhine-Westphalia, Germany
- Associated Place (for map)
- Germany
Members
Reviews
A German journalist writes about his experiences in Indochina (North/South Vietnam, Laos, Cambodia, Thailand and China) from 1945 to 1979 when the book was published. He divides the book into the first, second and third Indochina Wars. The first being the French, the second (incorrectly in my opinion) the American and the third is the Vietnamese invasion of Cambodia and the resulting war between Vietnam and China. His long experience gives a good perspective on the period and he has some show more interesting insights. It is also a good read with the chapters being of a good size. show less
Peter Scholl Latour verfasste nach seinem größten Erfolg - Begleitung und Interview mit Khomeini anl. dessen Rückkehr nach Teheran - seine 30-jährigen Erfahrungen, Gespräche und Analysen mit und über Mohammedaner in diesem Buch, mit dem Titel aus Sure 8:
„Allah ist mit den Standhaften“.
Innen als erstes Motto ist dem Weckruf des Muezzins vorangestellt Sure 2, Vers 115:
Allahs (Reich) ist der Orient, Allahs (Reich) ist der Okzident.
Für den, der zu lesen versteht, ist damit schon fast show more alles gesagt.
PSL macht den Kunstgriff, statt Allah Gott zu schreiben: klar, so wird allen recht geschrieben und suggeriert, dass Allah auch der christliche Gott sei (Zur Erinnerung: wir sind im Jahr 1982). Tatsächlich redet er innen aber ganz klare Worte, jenem, der versteht zu lesen.
"Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr.“ Ich stimme PSL zu, möchte aber doch hinzufügen, dass es ein großes, alternativloses Dogma gibt: frei floatende, gedankenlose Toleranz - auch jenen gegenüber, die von unserer Verfassung, der Demokratie und uns Ungläubigen nichts, aber auch gar nichts halten.
PSL stand Religionen in gewisser Weise skeptisch gegenüber, er hat sich niemals gegen/für den Islam geäußert, aber er bietet einen Fundus, aus dem man herauslesen kann, zwischen den Zeilen. Er hätte niemals so viel erfahren und wäre den Mächtigen so nahegestanden, wenn er sich schwarz-weiß geäußert hätte. Stattdessen hörte man bei ihm leider oft Unklares, nicht Festgelegtes, Vages.
Norbert Schreiber sagte dies über ihn:
"680 [=Schlacht von Kerbela] entstanden die drei wichtigsten Richtungen des Islam: Schiiten, Sunniten und Peter Scholl-Latour.“
Er erzählt halt nette Geschichten, über die man denken kann, was man will und oftmals endet er in diesen Floskeln: "Das ist alles entsetzlich kompliziert“. Ist es nicht!
Seine vagen Geschichten (hier von 1950 bis 1982) können als Anerkennung für den Islam verstanden werden oder auch als kritische Durchleuchtung, je nachdem, wo man steht. Nur so ist zu erklären, dass er oft den Satz sagen konnte: "Ich habe seltsamerweise eine Einladung erhalten“, von jenem oder jenem Potentaten oder Imam. Man gesteht ihm also - von beiden Seiten, Mohammedanern und Nicht-Mohammedanern - eine Art Transparenz zu, unabhängig scheint er, der niemand herabwürdigt. PSL wollte einfach nur schreiben, nah dran sein am Geschehen der Weltpolitik, ein Journalist reinsten Wassers also. Bei ihm dreht sich alles immer darum: Bodenschätze und Handel zum einen, historische, religiöse und kulturelle Gegebenheiten zum anderen.
Auf Seite 344 lesen wir: „Der Koran ist allumfassend, lässt keine Ausweitung zu, erlaubt keine Neuinterpretationen“. Wie wahr! Also bleibt jedem von uns nur, die Trilogie des Mohammedanismus (Koran, Hadithe, Biografie Mohammeds) zu lesen, um dann zu verstehen. PSL kommt immer wieder darauf zurück und sieht ganz klar: „Mohammed war Legislator. Er schuf bewusst die unlösliche Einheit zwischen Religion und Staat, er war der komplette Mensch. Laiszierung bedeutet Bruch mit dem Koran“.
Kann man es noch deutlicher sagen? Lesen Sie dieses Buch, um aus unterschiedlichen Perspektiven über 30 Jahre an eine Thema geführt zu werden, das Ihnen den Atem verschlägt. Sure 2, Vers 115: "Allahs (Reich) ist der Orient, Allahs (Reich) ist der Okzident." Es ist im Grunde ganz einfach zu verstehen und die Standhaftigkeit wird deutlich, wenn man im letzten Kapitel die Moscheenbesuche in Berlin Kreuzberg aufmerksam durchliest.
Für alle, die den Islam wirklich verstehen und die langfristige (unveränderte) Perspektive erkennen wollen:
dieses Buch ist ein Standardwerk. show less
„Allah ist mit den Standhaften“.
Innen als erstes Motto ist dem Weckruf des Muezzins vorangestellt Sure 2, Vers 115:
Allahs (Reich) ist der Orient, Allahs (Reich) ist der Okzident.
Für den, der zu lesen versteht, ist damit schon fast show more alles gesagt.
PSL macht den Kunstgriff, statt Allah Gott zu schreiben: klar, so wird allen recht geschrieben und suggeriert, dass Allah auch der christliche Gott sei (Zur Erinnerung: wir sind im Jahr 1982). Tatsächlich redet er innen aber ganz klare Worte, jenem, der versteht zu lesen.
"Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr.“ Ich stimme PSL zu, möchte aber doch hinzufügen, dass es ein großes, alternativloses Dogma gibt: frei floatende, gedankenlose Toleranz - auch jenen gegenüber, die von unserer Verfassung, der Demokratie und uns Ungläubigen nichts, aber auch gar nichts halten.
PSL stand Religionen in gewisser Weise skeptisch gegenüber, er hat sich niemals gegen/für den Islam geäußert, aber er bietet einen Fundus, aus dem man herauslesen kann, zwischen den Zeilen. Er hätte niemals so viel erfahren und wäre den Mächtigen so nahegestanden, wenn er sich schwarz-weiß geäußert hätte. Stattdessen hörte man bei ihm leider oft Unklares, nicht Festgelegtes, Vages.
Norbert Schreiber sagte dies über ihn:
"680 [=Schlacht von Kerbela] entstanden die drei wichtigsten Richtungen des Islam: Schiiten, Sunniten und Peter Scholl-Latour.“
Er erzählt halt nette Geschichten, über die man denken kann, was man will und oftmals endet er in diesen Floskeln: "Das ist alles entsetzlich kompliziert“. Ist es nicht!
Seine vagen Geschichten (hier von 1950 bis 1982) können als Anerkennung für den Islam verstanden werden oder auch als kritische Durchleuchtung, je nachdem, wo man steht. Nur so ist zu erklären, dass er oft den Satz sagen konnte: "Ich habe seltsamerweise eine Einladung erhalten“, von jenem oder jenem Potentaten oder Imam. Man gesteht ihm also - von beiden Seiten, Mohammedanern und Nicht-Mohammedanern - eine Art Transparenz zu, unabhängig scheint er, der niemand herabwürdigt. PSL wollte einfach nur schreiben, nah dran sein am Geschehen der Weltpolitik, ein Journalist reinsten Wassers also. Bei ihm dreht sich alles immer darum: Bodenschätze und Handel zum einen, historische, religiöse und kulturelle Gegebenheiten zum anderen.
Auf Seite 344 lesen wir: „Der Koran ist allumfassend, lässt keine Ausweitung zu, erlaubt keine Neuinterpretationen“. Wie wahr! Also bleibt jedem von uns nur, die Trilogie des Mohammedanismus (Koran, Hadithe, Biografie Mohammeds) zu lesen, um dann zu verstehen. PSL kommt immer wieder darauf zurück und sieht ganz klar: „Mohammed war Legislator. Er schuf bewusst die unlösliche Einheit zwischen Religion und Staat, er war der komplette Mensch. Laiszierung bedeutet Bruch mit dem Koran“.
Kann man es noch deutlicher sagen? Lesen Sie dieses Buch, um aus unterschiedlichen Perspektiven über 30 Jahre an eine Thema geführt zu werden, das Ihnen den Atem verschlägt. Sure 2, Vers 115: "Allahs (Reich) ist der Orient, Allahs (Reich) ist der Okzident." Es ist im Grunde ganz einfach zu verstehen und die Standhaftigkeit wird deutlich, wenn man im letzten Kapitel die Moscheenbesuche in Berlin Kreuzberg aufmerksam durchliest.
Für alle, die den Islam wirklich verstehen und die langfristige (unveränderte) Perspektive erkennen wollen:
dieses Buch ist ein Standardwerk. show less
Mar 5, 2023German
Wie immer routinert über die Krisenherde dieser Welt geschrieben. Er nennt die Fehler beim Namen, er hat halt nicht die beschränkte Sicht eines Politikers.
Apr 30, 2011German
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