The Author of Himself: The Life of Marcel Reich-Ranicki
by Marcel Reich-Ranicki
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Description
Marcel Reich-Ranicki is remarkable for both his unlikely life story and his brilliant career as the "pope of German letters." His sublimely written autobiography is at once a fascinating adventure tale, an unusual account of German-Jewish relations, a personal rumination on who's who in German culture, and a love letter to literature.Reich-Ranicki's life took him from middle-class childhood to wartime misery to the heights of intellectual celebrity. Born into a Jewish family in Poland in show more 1920, he moved to Berlin as a boy. There he discovered his passion for literature and began a complex affair with German culture. In 1938, his family was deported back to Poland, where German occupation forced him into the Warsaw Ghetto. As a member of the Jewish resistance, a translator for the Jewish Council, and a man who personally experienced the ghetto's inhumane conditions, Reich-Ranicki gained both a bird's-eye and ground-level view of Nazi barbarism. Written with subtlety and intelligence, his account of this episode is among the most compelling and dramatic ever recorded.He escaped with his wife and spent two years hiding in the cellar of Polish peasants--an incident later immortalized by Günter Grass. After liberation, he joined and then fell out with the Communist Party and was temporarily imprisoned. He began writing and soon became Poland's foremost critical commentator on German literature.When Reich-Ranicki returned to Germany in 1958, his rise was meteoric. In short order, he claimed national celebrity and notoriety as the head of the literary section of the leading newspaper and host of his own television program. He frequently flabbergasted viewers with his bold pronouncements and flexed his power to make or break a writer's career. His list of friends and enemies rapidly expanded to include every influential player on the German literary scene, including Grass and Heinrich Böll. This, together with his keen critical instincts, makes his memoir an indispensable guide to contemporary German culture as well as an absorbing eyewitness history of some of the twentieth century's most important events. show lessTags
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Member Reviews
Ein wirklich schönes Buch, allerdings kann man vieles nur verstehen wenn man mindenstens 20 Jahre in Deutschland gelebt und gelesen hat. Für mich war es eine Erinnerung an all die guten Bücher die Deutsche Autoren geschrieben haben.
Die Lebensgeschichte Reich Ranicki`s ist eine Zeitreise von den furchtbaren Vorkriegsjahren zum Holocaust zum kalten Krieg bis in die Gegenwart, er beschreibt viele Gespräche die er als Kritiker mit Autoren geführt hat , seine Ehe und kritische Anmerkungen über die Literatur.
Ich wünsche ihm noch ein langes und gesundes Leben.
Die Lebensgeschichte Reich Ranicki`s ist eine Zeitreise von den furchtbaren Vorkriegsjahren zum Holocaust zum kalten Krieg bis in die Gegenwart, er beschreibt viele Gespräche die er als Kritiker mit Autoren geführt hat , seine Ehe und kritische Anmerkungen über die Literatur.
Ich wünsche ihm noch ein langes und gesundes Leben.
The Pope of German literature; a Pole. Was the translator for Czerniakow in the Warsaw ghetto. Went on to a long and happy career in West Germany to this day.
Marcel Reich-Ranicki ist sowohl für seine unwahrscheinliche Lebensgeschichte als auch für seine brillante Karriere als "Papst der deutschen Briefe" bemerkenswert. Seine erhaben geschriebene Autobiographie ist zugleich eine faszinierende Abenteuergeschichte, eine ungewöhnliche Darstellung der deutsch-jüdischen Beziehungen, ein persönliches Grübeln über das Who-is-who der deutschen Kultur und ein Liebesbrief an die Literatur.
Reich-Ranickis Leben führte ihn von der bürgerlichen Kindheit über das Kriegselend bis zu den Höhen der intellektuellen Berühmtheit. 1920 als Sohn einer jüdischen Familie in Polen geboren, zog er als Junge nach Berlin. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für Literatur und begann eine komplexe Affäre show more mit der deutschen Kultur. 1938 wurde seine Familie zurück nach Polen deportiert, wo ihn die deutsche Besatzung in das Warschauer Ghetto zwang. Als Mitglied des jüdischen Widerstands, als Übersetzer für den Jüdischen Rat und als ein Mann, der die unmenschlichen Bedingungen des Ghettos persönlich erlebte, gewann Reich-Ranicki sowohl eine Vogelperspektive als auch einen bodenständigen Blick auf die Barbarei der Nazis. Seine mit Feingefühl und Intelligenz geschriebene Schilderung dieser Episode gehört zu den fesselndsten und dramatischsten, die je aufgezeichnet wurden.
Er entkam mit seiner Frau und versteckte sich zwei Jahre lang im Keller polnischer Bauern - ein Vorfall, der später von Gunter Grass verewigt wurde. Nach der Befreiung schloss er sich der Kommunistischen Partei an, stürzte sich dann mit ihr und wurde vorübergehend inhaftiert. Er begann zu schreiben und wurde bald Polens wichtigster kritischer Kommentator der deutschen Literatur.
Als Reich-Ranicki 1958 nach Deutschland zurückkehrte, war sein Aufstieg kometenhaft. In kurzer Zeit erlangte er als Leiter des literarischen Teils der führenden Zeitung und Moderator seiner eigenen Fernsehsendung nationale Berühmtheit und Bekanntheit. Er verblüffte die Zuschauer häufig mit seinen kühnen Äußerungen und ließ seine Macht spielen, um die Karriere eines Schriftstellers zu bestimmen oder zu unterbrechen. Die Liste seiner Freunde und Feinde erweiterte sich rasch und umfasste alle einflussreichen Akteure der deutschen Literaturszene, darunter Grass und Heinrich Boll. Dies, zusammen mit seinem scharfen kritischen Instinkt, macht seine Memoiren zu einem unentbehrlichen Führer durch die deutsche Gegenwartskultur und zu einem fesselnden Augenzeugenbericht über einige der wichtigsten Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts.
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Reich-Ranickis Leben führte ihn von der bürgerlichen Kindheit über das Kriegselend bis zu den Höhen der intellektuellen Berühmtheit. 1920 als Sohn einer jüdischen Familie in Polen geboren, zog er als Junge nach Berlin. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für Literatur und begann eine komplexe Affäre show more mit der deutschen Kultur. 1938 wurde seine Familie zurück nach Polen deportiert, wo ihn die deutsche Besatzung in das Warschauer Ghetto zwang. Als Mitglied des jüdischen Widerstands, als Übersetzer für den Jüdischen Rat und als ein Mann, der die unmenschlichen Bedingungen des Ghettos persönlich erlebte, gewann Reich-Ranicki sowohl eine Vogelperspektive als auch einen bodenständigen Blick auf die Barbarei der Nazis. Seine mit Feingefühl und Intelligenz geschriebene Schilderung dieser Episode gehört zu den fesselndsten und dramatischsten, die je aufgezeichnet wurden.
Er entkam mit seiner Frau und versteckte sich zwei Jahre lang im Keller polnischer Bauern - ein Vorfall, der später von Gunter Grass verewigt wurde. Nach der Befreiung schloss er sich der Kommunistischen Partei an, stürzte sich dann mit ihr und wurde vorübergehend inhaftiert. Er begann zu schreiben und wurde bald Polens wichtigster kritischer Kommentator der deutschen Literatur.
Als Reich-Ranicki 1958 nach Deutschland zurückkehrte, war sein Aufstieg kometenhaft. In kurzer Zeit erlangte er als Leiter des literarischen Teils der führenden Zeitung und Moderator seiner eigenen Fernsehsendung nationale Berühmtheit und Bekanntheit. Er verblüffte die Zuschauer häufig mit seinen kühnen Äußerungen und ließ seine Macht spielen, um die Karriere eines Schriftstellers zu bestimmen oder zu unterbrechen. Die Liste seiner Freunde und Feinde erweiterte sich rasch und umfasste alle einflussreichen Akteure der deutschen Literaturszene, darunter Grass und Heinrich Boll. Dies, zusammen mit seinem scharfen kritischen Instinkt, macht seine Memoiren zu einem unentbehrlichen Führer durch die deutsche Gegenwartskultur und zu einem fesselnden Augenzeugenbericht über einige der wichtigsten Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts.
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May 14, 2020 (Edited)German
Mijn leven is de boeiende autobiografie van de literatuurcriticus voor Die Zeit en de Frankfurter Algemeine, Marcel Reich-Ranicki. Het is zelfs meer dan dat, het is een geschiedenisboek met een tijdsbeeld van de 20e eeuw en een gids door het Duitse culturele landschap van die tijd.
De auteur werd in Polen geboren maar verhuisde al op jonge leeftijd naar Berlijn met zijn ouders. Hij was een fervent lezer en daardoor een beetje een buitenbeentje. Hoewel het schrijven nog niet machtig mag hij al een klas overslaan. Reich-Ranicki is een groot cultuurliefhebber en bezoekt zo vaak mogelijk toneelvoorstellingen en concerten. Aan de vooravond van de Tweede Wereldoorlog wordt hij gedeporteerd naar Warschau en moet daar in een getto wonen met zijn show more ouders en broer. Dat is meteen één van de aangrijpendste delen van het boek, de verschrikkingen zijn er groot;
Bij het straatbeeld in het getto hoorde een ontelbaar aantal bedelaars, die, tegen een huismuur geleund, op de hoek van de straat zaten en luid jammerend om wat brood smeekten; hun toestand deed vermoeden dat ze spoedig niet meer zouden zitten, maar liggen – bedekt met kranten.
De beelden zijn er nog. Dagelijks worden er mensen aangewezen, achteloos, met een rijzweepje door een Duits officier, om op transport te worden gesteld naar Treblinka. Rechtstreeks naar de gaskamers. Dat gebeurt ook met zijn ouders. Zijn broer wordt doodgeschoten. Reich-Ranicki en zijn vrouw Tosia weten lange tijd de dans te ontspringen omdat hij als vertaler werkt voor de Joodse Raad in het getto. Uiteindelijk worden ze aangewezen. Ze rennen weg uit de rij en weten te ontsnappen. Na even ondergedoken te hebben ontsnappen ze uit het getto en vinden onderdak voor de rest van de oorlog bij een zetter, Bolek. Die doet één van de mooiste uitspraken in het boek, één die ik de auteur in latere interviews heb horen herhalen;
‘Adolf Hitler, Europa’s machtigste man, heeft besloten: deze twee mensen hier moeten sterven. En ik, een kleine zetter uit Warschau, heb besloten: ze blijven leven. Nu zullen we eens zien wie er wint.’
Ze overleven en de auteur wordt instructeur bij de Poolse geheime dienst en later even consul in Engeland. Uiteindelijk keert hij, na een flirt met het communisme, terug naar Polen. Later naar de Bondsrepubliek. Dat klinkt makkelijker dan het was, er werd voor gewaakt dat hij naar het buitenland zou vluchten. Het lukt en hij komt zonder bezittingen aan in de Bondsrepubliek.
Hier begint het tweede deel van het boek eigenlijk en we zien hoe hij zich ontwikkelt tot de bekendste literatuurcriticus van, uiteindelijk, Duitsland. Hij ontmoet schrijvers als Heinrich Böll, Günter Grass en Ulla Hahn, hij wordt geïnterviewd door een jonge Ulrike Meinhof en heeft een pijnlijke ontmoeting met Albert Speer, de tweede man van Hitler. We lezen over het trieste verhaal van de dichteres Ingeborg Bachmann en zijn vermeende relaties met andere vrouwen.
Dat laatste is, zoals vaak, het minpunt van een autobiografie. Ik had wel meer willen weten over zijn verhouding met zijn vrouw. Hij ontmoette haar op een vreemd moment, toen haar vader zelfmoord pleegde in het getto. Hij ontfermde zich over haar, ze trouwden in het getto omdat echtgenotes eerder werden vrijgesteld van deportatie en zijn altijd bij elkaar gebleven. De auteur laat echter weinig los over zijn andere relaties.
Hij ontwikkelt een reputatie als meedogenloos criticus. Als hij een boek aanbeveelt wordt het goed verkocht, raadt hij het af, dan kan een auteur wel inpakken. Voor televisie werd een programma om hem heen gebouwd, Das literarische Quartett, waarin hij gedurende een uur of langer zijn mening kon ventileren over dat wat hem na aan het hart lag. Onderstaand een video met wat hoogtepunten, ik vind het mooi om te zien.
Uiteindelijk is het een boek over overleven, over geluk en over liefde. Liefde voor de literatuur en (Duitse) kunst in het algemeen en de liefde voor een vrouw. Geluk en overleven worden mooi samengevat in het gesprek wat hij na de oorlog met actrice Angelika Hurwicz had. Ze waren elkaar in het getto al tegengekomen en hadden hun dromen toen al uitgesproken;
‘Midden in het Derde Rijk hebben wij, twee halfvolwassen joden in een wanhopige, hopeloze situatie, over een toekomst gesproken waaraan we geen moment werkelijk konden geloven. Hoe had destijds een jodin toneelspeelster en een jood criticus kunnen worden? Maar die luxe hebben wij ons toch gepermitteerd…En het is bijna niet te geloven: onze dromen zijn werkelijk in vervulling gegaan. Terwijl onze mensen werden vermoord, zijn wij gespaard gebleven: wij werden niet doodgeslagen, niet vermoord, niet uitgeroeid, niet vergast. We hebben het overleefd, zonder het verdiend te hebben. We hebben het alleen aan het toeval te danken. We zijn om onbegrijpelijke redenen uitverkoren kinderen van de verschrikking. We zijn getekenden, en we zullen het blijven tot het eind onzer dagen. Ben je je daarvan bewust, weet je dat?’ – ‘Ja,’ zei ik, ‘daarvan ben ik me bewust.’
Vertaling; Gerda Meijerink show less
De auteur werd in Polen geboren maar verhuisde al op jonge leeftijd naar Berlijn met zijn ouders. Hij was een fervent lezer en daardoor een beetje een buitenbeentje. Hoewel het schrijven nog niet machtig mag hij al een klas overslaan. Reich-Ranicki is een groot cultuurliefhebber en bezoekt zo vaak mogelijk toneelvoorstellingen en concerten. Aan de vooravond van de Tweede Wereldoorlog wordt hij gedeporteerd naar Warschau en moet daar in een getto wonen met zijn show more ouders en broer. Dat is meteen één van de aangrijpendste delen van het boek, de verschrikkingen zijn er groot;
Bij het straatbeeld in het getto hoorde een ontelbaar aantal bedelaars, die, tegen een huismuur geleund, op de hoek van de straat zaten en luid jammerend om wat brood smeekten; hun toestand deed vermoeden dat ze spoedig niet meer zouden zitten, maar liggen – bedekt met kranten.
De beelden zijn er nog. Dagelijks worden er mensen aangewezen, achteloos, met een rijzweepje door een Duits officier, om op transport te worden gesteld naar Treblinka. Rechtstreeks naar de gaskamers. Dat gebeurt ook met zijn ouders. Zijn broer wordt doodgeschoten. Reich-Ranicki en zijn vrouw Tosia weten lange tijd de dans te ontspringen omdat hij als vertaler werkt voor de Joodse Raad in het getto. Uiteindelijk worden ze aangewezen. Ze rennen weg uit de rij en weten te ontsnappen. Na even ondergedoken te hebben ontsnappen ze uit het getto en vinden onderdak voor de rest van de oorlog bij een zetter, Bolek. Die doet één van de mooiste uitspraken in het boek, één die ik de auteur in latere interviews heb horen herhalen;
‘Adolf Hitler, Europa’s machtigste man, heeft besloten: deze twee mensen hier moeten sterven. En ik, een kleine zetter uit Warschau, heb besloten: ze blijven leven. Nu zullen we eens zien wie er wint.’
Ze overleven en de auteur wordt instructeur bij de Poolse geheime dienst en later even consul in Engeland. Uiteindelijk keert hij, na een flirt met het communisme, terug naar Polen. Later naar de Bondsrepubliek. Dat klinkt makkelijker dan het was, er werd voor gewaakt dat hij naar het buitenland zou vluchten. Het lukt en hij komt zonder bezittingen aan in de Bondsrepubliek.
Hier begint het tweede deel van het boek eigenlijk en we zien hoe hij zich ontwikkelt tot de bekendste literatuurcriticus van, uiteindelijk, Duitsland. Hij ontmoet schrijvers als Heinrich Böll, Günter Grass en Ulla Hahn, hij wordt geïnterviewd door een jonge Ulrike Meinhof en heeft een pijnlijke ontmoeting met Albert Speer, de tweede man van Hitler. We lezen over het trieste verhaal van de dichteres Ingeborg Bachmann en zijn vermeende relaties met andere vrouwen.
Dat laatste is, zoals vaak, het minpunt van een autobiografie. Ik had wel meer willen weten over zijn verhouding met zijn vrouw. Hij ontmoette haar op een vreemd moment, toen haar vader zelfmoord pleegde in het getto. Hij ontfermde zich over haar, ze trouwden in het getto omdat echtgenotes eerder werden vrijgesteld van deportatie en zijn altijd bij elkaar gebleven. De auteur laat echter weinig los over zijn andere relaties.
Hij ontwikkelt een reputatie als meedogenloos criticus. Als hij een boek aanbeveelt wordt het goed verkocht, raadt hij het af, dan kan een auteur wel inpakken. Voor televisie werd een programma om hem heen gebouwd, Das literarische Quartett, waarin hij gedurende een uur of langer zijn mening kon ventileren over dat wat hem na aan het hart lag. Onderstaand een video met wat hoogtepunten, ik vind het mooi om te zien.
Uiteindelijk is het een boek over overleven, over geluk en over liefde. Liefde voor de literatuur en (Duitse) kunst in het algemeen en de liefde voor een vrouw. Geluk en overleven worden mooi samengevat in het gesprek wat hij na de oorlog met actrice Angelika Hurwicz had. Ze waren elkaar in het getto al tegengekomen en hadden hun dromen toen al uitgesproken;
‘Midden in het Derde Rijk hebben wij, twee halfvolwassen joden in een wanhopige, hopeloze situatie, over een toekomst gesproken waaraan we geen moment werkelijk konden geloven. Hoe had destijds een jodin toneelspeelster en een jood criticus kunnen worden? Maar die luxe hebben wij ons toch gepermitteerd…En het is bijna niet te geloven: onze dromen zijn werkelijk in vervulling gegaan. Terwijl onze mensen werden vermoord, zijn wij gespaard gebleven: wij werden niet doodgeslagen, niet vermoord, niet uitgeroeid, niet vergast. We hebben het overleefd, zonder het verdiend te hebben. We hebben het alleen aan het toeval te danken. We zijn om onbegrijpelijke redenen uitverkoren kinderen van de verschrikking. We zijn getekenden, en we zullen het blijven tot het eind onzer dagen. Ben je je daarvan bewust, weet je dat?’ – ‘Ja,’ zei ik, ‘daarvan ben ik me bewust.’
Vertaling; Gerda Meijerink show less
Oct 16, 2025Dutch
Ich habe diese Biografie nochmals gelesen, um vor allem RR's Faszination für Thomas Mann zu analysieren. Unabhängig davon ist dieses Buch eines der besten Zeugnisse einer Zeit, die uns Deutschen immer noch die Schamröte ins Gesicht treiben muss. Es gehört für mich in den Schulunterricht.
RR hat überlebt und bezieht aus dem Moment des nahenden Todes jene Unerschrockenheit, die ihn bis zu seinem Tod auszeichnete. Unvergessen bleibt für mich die Schilderung der Abende bei der polnischen Familie, die RR und seine Frau verstecken. Marcel REich-Ranicki "übersetzt" dort seine Literaturkenntnisse und formuliert Klassiker auf unterhaltsame Art und Weise.
Ich habe seine Rede zum Gedenktag an Thomas Mann 2005 in Lübeck (Suche FAZ, Zum show more Gedenken an Thomas Mann, 2005) gelesen, relevant daraus ist nach meinem Empfinden dieser Hinweis:
"Zu sehr liebte Thomas Mann im Leben und in der Literatur das Kulinarische, um es in seinem Werk zu vernachlässigen. Das Kulinarische? Man kann auch sagen: das Unterhaltsame. Ihm sei vor allem - bekannte er gern - an "höherem Spaß" gelegen. Oft wiederholte er bei verschiedenen Gelegenheiten das Wort "Spiel". Er nannte die künstlerische Arbeit eine "schwere und leidenschaftliche Spielerei", er bezeichnete die Kunst als "ein Spiel tiefsten Ernstes, Paradigma allen Strebens nach Vollendung".
Nichts habe ich bei Thomas Mann je als Spaß empfunden, alles ist selbstquälerische Dekadenz, gestelzte, neurotische Manierlichkeit, Furcht vor dem untergehenden Bürgertum, Angst vor dem Verlust, öde, depressive, neurotische Stimmungen, die nun wenig Unterhaltsames haben. Vgl. dazu meine Besprechung zu Der Tod in Venedig: Vollständige Lesung
Dass RR ihn bewundert, würde ich in diesen Punkten sehen:
1. RR liest Thomas Mann als Schriftsteller, dessen Dekadenz und Überdruss des Bürgerlichen er bewundert. Das bürgerliche Deutschland auf der schiefen, abschüssigen Ebene, erotisch verbrämt und neurotisch verstockt. Dies hat ggf. für RR etwas spannend Unterhaltsames.
2. Er liest Thomas Mann, weil er ihn für seinen 1937 geschriebenen Brief, in dem Thomas Mann Adolf Hitler bzw. die Nazis geißelt, geradezu religiös bewundert. Er geht nach dem Lesen dieses Briefes mit einer Ausrede nach Hause. "In Wirklichkeit wollte ich alleine sein - alleine mit meinem Glück."
3. Er liest Thomas Mann mithin vor allem gerne, weil dieser ein kulinarischer, unterhaltsamer, für ihn vor allem aber glaubwürdiger Schriftsteller ist, gespeist aus den Punkten 1+2.
Bei aller Bewunderung für seine Analysefähigkeiten, Marcel Reich-Ranicki war vor allem ein Meister der Unterhaltung, das Fernsehen mit dem Literarischen Quartett. Er hat im Grunde per Fernsehen jene Abende in Polen wieder beschworen, in denen er am liebsten Bücher abgewandelt und spannend erzählt hat, die Unterhaltsames boten.
Er hat Schriftsteller hoch und niedergeschrieben, oft ohne jegliche Begründung, alleine mit seiner rhetorischen Kraft. Seine Rede in Lübeck zeigt das dünne Fundament der Thomas Mann Bewunderung, an der er vor allem wegen der geäußerten Kritik an seinem Liebling umso vehementer festhält.
RR und Thomas Gottschalck sind mithin keine Widersprüche, die Nichtannahme des Deutschen Fernsehpreises ist im Grunde auch eine Selbstverachtung für alles, was Unterhaltung in der Folge des privaten Fernsehens angerichtet hat.
2013 show less
RR hat überlebt und bezieht aus dem Moment des nahenden Todes jene Unerschrockenheit, die ihn bis zu seinem Tod auszeichnete. Unvergessen bleibt für mich die Schilderung der Abende bei der polnischen Familie, die RR und seine Frau verstecken. Marcel REich-Ranicki "übersetzt" dort seine Literaturkenntnisse und formuliert Klassiker auf unterhaltsame Art und Weise.
Ich habe seine Rede zum Gedenktag an Thomas Mann 2005 in Lübeck (Suche FAZ, Zum show more Gedenken an Thomas Mann, 2005) gelesen, relevant daraus ist nach meinem Empfinden dieser Hinweis:
"Zu sehr liebte Thomas Mann im Leben und in der Literatur das Kulinarische, um es in seinem Werk zu vernachlässigen. Das Kulinarische? Man kann auch sagen: das Unterhaltsame. Ihm sei vor allem - bekannte er gern - an "höherem Spaß" gelegen. Oft wiederholte er bei verschiedenen Gelegenheiten das Wort "Spiel". Er nannte die künstlerische Arbeit eine "schwere und leidenschaftliche Spielerei", er bezeichnete die Kunst als "ein Spiel tiefsten Ernstes, Paradigma allen Strebens nach Vollendung".
Nichts habe ich bei Thomas Mann je als Spaß empfunden, alles ist selbstquälerische Dekadenz, gestelzte, neurotische Manierlichkeit, Furcht vor dem untergehenden Bürgertum, Angst vor dem Verlust, öde, depressive, neurotische Stimmungen, die nun wenig Unterhaltsames haben. Vgl. dazu meine Besprechung zu Der Tod in Venedig: Vollständige Lesung
Dass RR ihn bewundert, würde ich in diesen Punkten sehen:
1. RR liest Thomas Mann als Schriftsteller, dessen Dekadenz und Überdruss des Bürgerlichen er bewundert. Das bürgerliche Deutschland auf der schiefen, abschüssigen Ebene, erotisch verbrämt und neurotisch verstockt. Dies hat ggf. für RR etwas spannend Unterhaltsames.
2. Er liest Thomas Mann, weil er ihn für seinen 1937 geschriebenen Brief, in dem Thomas Mann Adolf Hitler bzw. die Nazis geißelt, geradezu religiös bewundert. Er geht nach dem Lesen dieses Briefes mit einer Ausrede nach Hause. "In Wirklichkeit wollte ich alleine sein - alleine mit meinem Glück."
3. Er liest Thomas Mann mithin vor allem gerne, weil dieser ein kulinarischer, unterhaltsamer, für ihn vor allem aber glaubwürdiger Schriftsteller ist, gespeist aus den Punkten 1+2.
Bei aller Bewunderung für seine Analysefähigkeiten, Marcel Reich-Ranicki war vor allem ein Meister der Unterhaltung, das Fernsehen mit dem Literarischen Quartett. Er hat im Grunde per Fernsehen jene Abende in Polen wieder beschworen, in denen er am liebsten Bücher abgewandelt und spannend erzählt hat, die Unterhaltsames boten.
Er hat Schriftsteller hoch und niedergeschrieben, oft ohne jegliche Begründung, alleine mit seiner rhetorischen Kraft. Seine Rede in Lübeck zeigt das dünne Fundament der Thomas Mann Bewunderung, an der er vor allem wegen der geäußerten Kritik an seinem Liebling umso vehementer festhält.
RR und Thomas Gottschalck sind mithin keine Widersprüche, die Nichtannahme des Deutschen Fernsehpreises ist im Grunde auch eine Selbstverachtung für alles, was Unterhaltung in der Folge des privaten Fernsehens angerichtet hat.
2013 show less
Mar 11, 2023German
De fascinatie voor de Duitse literatuurpaus Marcel Reich-Ranicki die mij altijd beroerde liet me nooit los en overviel me opnieuw toen zijn autobiografie in 2000 verscheen. Ik wilde haar beslist lezen. Wie kent hem niet van het eloquente vuurwerk die hij herhaaldelijk afstak in zijn heroïsche en verbeten discussies met Sigrid Löffler, Hellmuth Karasek en een wisselende vierde persoon in het ongeëvenaarde format ‘das literarische Quartett’ op ZDF. Op het einde dook ook de zeer voortreffelijke critica Iris Radisch soms eens op in zijn programma. Toen hadden literatuurbesprekingen nog een artistieke glans en de gedegen argumentatie die er gehanteerd werd daagde de kijker echt uit tot stellingname en veronderstelde parate literaire show more en historische kennis. Ik was benieuwd welke mens ik zou ontdekken in die autobiografie en hoopte meer te weten te komen over het leven van dit dominant en dikwijls betweterig televisiepersonage.
Marcel Reich-Ranicki werd als Marceli Reich geboren (1920) in Wloclawek, Polen in een geassimileerde Joodse, Pools-Duitse middenstandsfamilie. Hij bestempelde zijn ouders als ietwat wereldvreemde lui: zijn moeder was Duitse, maar voelde zich door haar huwelijk veeleer een banneling in Polen. Naar Duitsland en het kloppende hart van de Berlijnse cultuur bleef ze altijd hartstochtelijk verlangen. Ook zijn vader was artistiek georiënteerd maar bleek voor het zakenleven ongeschikt. Zijn kleine fabriek voor bouwmaterialen ging in 1928 failliet. Van de drie kinderen was Marcel de enige die de Duitse school van zijn geboortestad mocht bezoeken.
Zijn ouders stuurden hem vanaf 1929 naar familie in Berlijn waar hij het Fichte-Gymnasium doorliep. Temidden van de facistische golf die Duitsland overspoelde en teisterde, verdiepte hij zich in de lectuur van de Duitse klassieken, en ontdekte zo de onvermoede wereld van theater, klassieke muziek en opera. Over Goethe naar Fontane tot Döblin, niets van de Duitse klassieke canon was hem vreemd. Vooral Thomas Mann, met zijn publieke distantie tegenover de nazi’s werd niet alleen zijn literaire maar ook zijn morele mentor. Ondanks de steeds toenemende druk om Joden te verwijderen uit het onderwijs, kon hij toch nog met succes zijn ‘Abitur’ in Berlijn beëindigen in 1937. Een inschrijving voor verdere studie aan de universiteit lukte echter niet meer en Reich-Ranicki moest gedwongen terug emigreren naar Polen. Na de Duitse inval van 1 september 1939 werd zijn familie pas ten volle vogelvrij verklaarde ‘outcasts’. In november 1940 werden ze gedwongen zich in het Joodse ghetto van Warschau te vestigen. Daar leerde Marcel zijn vrouw Tosia kennen. Ze woonden in hetzelfde huizenblok. Maar Tosia's familie overkwam al snel grote rampspoed. Haar vader, vertwijfeld en murw geslagen door de grote ellende die de Joden in het ghetto trof, pleegde zelfmoord. Marcel Reich-Ranicki werkte inmiddels voor de door de bezetter gedoogde, tot collaboratie gedwongen ‘Judenrat’ als vertaler en schreef tevens muziekrecensies onder diverse pseudoniemen. Zijn betrekking bij de ‘Judenrat’ kon hem alsnog behoeden voor deportatie. Ook Tosia vond een soortgelijke betrekking die haar een tijdelijk maar onzekere protectie verschafte. Maar de rest van hun familie werd, zoals bijna alle Warschause Joden, stelselmatig geselecteerd en naar het vernietigingskamp Treblinka gestuurd. Over de afgrondelijke gruwel die zich daar afspeelde heeft Gitta Sereny een zeer goed gedocumenteerd boek geschreven. Toen hen hetzelfde lot boven het hoofd hing kon het jonggetrouwde koppel met veel meer geluk dan overleg in februari 1943 Warschau ontvluchten door wachtposten om te kopen. Na diverse onderduikadressen, vonden ze uiteindelijk voor de rest van de oorlog een schuilplaats waar ze konden blijven bij een Poolse werkloze drukker en zijn vrouw. Onmiddellijk na de oorlog werkte Reich-Ranicki voor de toenmalige Poolse regering in diverse functies, wat hem ook voor twee jaar naar London bracht. Terug in het inmiddels Stalinistische Polen werd hij wegens ‘ideologische vervreemding’ uit de Communistische Partij geroyeerd en belandde zelfs voor een paar weken in de gevangenis.
Terug thuis vestigde Reich-Ranicki zich in Polen als onafhankelijk schrijver en als medewerker van een belangrijke Warschause uitgeverij, maar hij kreeg vanaf 1953 een publicatieverbod opgelegd. Tijdens een studiereis naar de BRD in 1958 vroeg hij samen met zijn vrouw en enige zoon politiek asiel aan. Ze verwierven een Westduits paspoort, mede op voorspraak van een paar leden van de ‘Gruppe 47’. Met tomeloze energie en een hem kenmerkende, nooit aflatende ‘Ehrgeiz’ werkte hij zich de komende decennia op tot een der meest toonaangevende literaire critici in de Bondsrepubliek. Hij werd recensent bij het elitaire Hamburgse weekblad ‘die Zeit’ en schreef ook voor de ’Franfurter Allgemeine Zeitung’. Ook aan diverse radioprogramma's werkte hij mee. Reich-Ranicki ademde nu eenmaal altijd literatuur uit en zijn talrijke ontmoetingen met toonaangevende literaire figuren uit het na-oorlogse Duitsland en de literaire neerslag daarvan laten nog steeds een blijvende hooggestemde indruk na. Naast velen passeren schrijvers met een hoog profiel zoals Günter Grass, Elias Canetti, Heinrich Böll, Max Frisch, Thomas Bernhardt, Elfriede Jelinek, Martin Walser en Peter Handke de revue. Hij bleef evenwel zijn gehele leven een autodidact zonder dat hij een universitair diploma kon voorleggen. Hij kon dus nooit op het status bogen ‘ein Akademiker’ te zijn. Dit belette hem toch niet om voor diverse binnen- en buitenlandse universiteiten literatuurkritiek te doceren. Vanaf 1988 werd hij toenemend een nationale cultfiguur door het presenteren van ‘das literarische Quartett’ op televisie. Na rondvraag bleek 98% van alle Duitsers hem minstens bij naam te kennen. Hij verwierf de reputatie een literaire carrière te kunnen maken of kraken. Maar op het einde van zijn loopbaan mat hij zich bijwijlen de sterallures van een onfeilbaar literair orakel toe, dat zichzelf een hoger bestaansrecht toeëigende dan de schrijver zelf. Zo herinner ik mij een foto op de cover van ‘der Spiegel’ waar hij bij het verschijnen van ‘Ein weites Feld’ (Een gebied zonder eind) van Günter Grass - m.i. toch een onvergetelijke roman over de perikelen na ‘die Wende’ (1989) met de oprichting van de ‘Treuhandanstalt’ - het boek verscheurde om het vervolgens in diezelfde 'der Spiegel' tot de grond af te kraken met de hem kenmerkende apodictische slagkracht. Nu, men kan van de man houden of niet, maar een ding moet men hem toch nageven: door alle ellende die hij doorstond leerde hij reeds vroeg zijn rug te rechten en van zich af te bijten en dat maakte hem tot die zeer goed van de tongriem gesneden, voortdurend met zijn krakende stem afwisselend jeremiërende en docerende, vaak hoogst controversiële verbale vechter zoals we hem altijd zullen herinneren. Reich-Ranicki op televisie beluisteren stond altijd garant voor spanning en spektakel.
In april 2009 zond Arte een tweedelige thema-avond over Reich-Ranicki uit. Vooreerst werd de film: ’Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben’ getoond, gevolgd door een documentaire over hem van de Duitse cineaste Diane von Wrede. Je kunt de film nog steeds verkrijgen en ook de documentaire moet nog wel ergens op te diepen zijn.
Marcel Reich-Ranicki overleed op 18 september 2013 in Frankfurt-am-Main op een begenadigde leeftijd van 93 jaar. show less
Marcel Reich-Ranicki werd als Marceli Reich geboren (1920) in Wloclawek, Polen in een geassimileerde Joodse, Pools-Duitse middenstandsfamilie. Hij bestempelde zijn ouders als ietwat wereldvreemde lui: zijn moeder was Duitse, maar voelde zich door haar huwelijk veeleer een banneling in Polen. Naar Duitsland en het kloppende hart van de Berlijnse cultuur bleef ze altijd hartstochtelijk verlangen. Ook zijn vader was artistiek georiënteerd maar bleek voor het zakenleven ongeschikt. Zijn kleine fabriek voor bouwmaterialen ging in 1928 failliet. Van de drie kinderen was Marcel de enige die de Duitse school van zijn geboortestad mocht bezoeken.
Zijn ouders stuurden hem vanaf 1929 naar familie in Berlijn waar hij het Fichte-Gymnasium doorliep. Temidden van de facistische golf die Duitsland overspoelde en teisterde, verdiepte hij zich in de lectuur van de Duitse klassieken, en ontdekte zo de onvermoede wereld van theater, klassieke muziek en opera. Over Goethe naar Fontane tot Döblin, niets van de Duitse klassieke canon was hem vreemd. Vooral Thomas Mann, met zijn publieke distantie tegenover de nazi’s werd niet alleen zijn literaire maar ook zijn morele mentor. Ondanks de steeds toenemende druk om Joden te verwijderen uit het onderwijs, kon hij toch nog met succes zijn ‘Abitur’ in Berlijn beëindigen in 1937. Een inschrijving voor verdere studie aan de universiteit lukte echter niet meer en Reich-Ranicki moest gedwongen terug emigreren naar Polen. Na de Duitse inval van 1 september 1939 werd zijn familie pas ten volle vogelvrij verklaarde ‘outcasts’. In november 1940 werden ze gedwongen zich in het Joodse ghetto van Warschau te vestigen. Daar leerde Marcel zijn vrouw Tosia kennen. Ze woonden in hetzelfde huizenblok. Maar Tosia's familie overkwam al snel grote rampspoed. Haar vader, vertwijfeld en murw geslagen door de grote ellende die de Joden in het ghetto trof, pleegde zelfmoord. Marcel Reich-Ranicki werkte inmiddels voor de door de bezetter gedoogde, tot collaboratie gedwongen ‘Judenrat’ als vertaler en schreef tevens muziekrecensies onder diverse pseudoniemen. Zijn betrekking bij de ‘Judenrat’ kon hem alsnog behoeden voor deportatie. Ook Tosia vond een soortgelijke betrekking die haar een tijdelijk maar onzekere protectie verschafte. Maar de rest van hun familie werd, zoals bijna alle Warschause Joden, stelselmatig geselecteerd en naar het vernietigingskamp Treblinka gestuurd. Over de afgrondelijke gruwel die zich daar afspeelde heeft Gitta Sereny een zeer goed gedocumenteerd boek geschreven. Toen hen hetzelfde lot boven het hoofd hing kon het jonggetrouwde koppel met veel meer geluk dan overleg in februari 1943 Warschau ontvluchten door wachtposten om te kopen. Na diverse onderduikadressen, vonden ze uiteindelijk voor de rest van de oorlog een schuilplaats waar ze konden blijven bij een Poolse werkloze drukker en zijn vrouw. Onmiddellijk na de oorlog werkte Reich-Ranicki voor de toenmalige Poolse regering in diverse functies, wat hem ook voor twee jaar naar London bracht. Terug in het inmiddels Stalinistische Polen werd hij wegens ‘ideologische vervreemding’ uit de Communistische Partij geroyeerd en belandde zelfs voor een paar weken in de gevangenis.
Terug thuis vestigde Reich-Ranicki zich in Polen als onafhankelijk schrijver en als medewerker van een belangrijke Warschause uitgeverij, maar hij kreeg vanaf 1953 een publicatieverbod opgelegd. Tijdens een studiereis naar de BRD in 1958 vroeg hij samen met zijn vrouw en enige zoon politiek asiel aan. Ze verwierven een Westduits paspoort, mede op voorspraak van een paar leden van de ‘Gruppe 47’. Met tomeloze energie en een hem kenmerkende, nooit aflatende ‘Ehrgeiz’ werkte hij zich de komende decennia op tot een der meest toonaangevende literaire critici in de Bondsrepubliek. Hij werd recensent bij het elitaire Hamburgse weekblad ‘die Zeit’ en schreef ook voor de ’Franfurter Allgemeine Zeitung’. Ook aan diverse radioprogramma's werkte hij mee. Reich-Ranicki ademde nu eenmaal altijd literatuur uit en zijn talrijke ontmoetingen met toonaangevende literaire figuren uit het na-oorlogse Duitsland en de literaire neerslag daarvan laten nog steeds een blijvende hooggestemde indruk na. Naast velen passeren schrijvers met een hoog profiel zoals Günter Grass, Elias Canetti, Heinrich Böll, Max Frisch, Thomas Bernhardt, Elfriede Jelinek, Martin Walser en Peter Handke de revue. Hij bleef evenwel zijn gehele leven een autodidact zonder dat hij een universitair diploma kon voorleggen. Hij kon dus nooit op het status bogen ‘ein Akademiker’ te zijn. Dit belette hem toch niet om voor diverse binnen- en buitenlandse universiteiten literatuurkritiek te doceren. Vanaf 1988 werd hij toenemend een nationale cultfiguur door het presenteren van ‘das literarische Quartett’ op televisie. Na rondvraag bleek 98% van alle Duitsers hem minstens bij naam te kennen. Hij verwierf de reputatie een literaire carrière te kunnen maken of kraken. Maar op het einde van zijn loopbaan mat hij zich bijwijlen de sterallures van een onfeilbaar literair orakel toe, dat zichzelf een hoger bestaansrecht toeëigende dan de schrijver zelf. Zo herinner ik mij een foto op de cover van ‘der Spiegel’ waar hij bij het verschijnen van ‘Ein weites Feld’ (Een gebied zonder eind) van Günter Grass - m.i. toch een onvergetelijke roman over de perikelen na ‘die Wende’ (1989) met de oprichting van de ‘Treuhandanstalt’ - het boek verscheurde om het vervolgens in diezelfde 'der Spiegel' tot de grond af te kraken met de hem kenmerkende apodictische slagkracht. Nu, men kan van de man houden of niet, maar een ding moet men hem toch nageven: door alle ellende die hij doorstond leerde hij reeds vroeg zijn rug te rechten en van zich af te bijten en dat maakte hem tot die zeer goed van de tongriem gesneden, voortdurend met zijn krakende stem afwisselend jeremiërende en docerende, vaak hoogst controversiële verbale vechter zoals we hem altijd zullen herinneren. Reich-Ranicki op televisie beluisteren stond altijd garant voor spanning en spektakel.
In april 2009 zond Arte een tweedelige thema-avond over Reich-Ranicki uit. Vooreerst werd de film: ’Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben’ getoond, gevolgd door een documentaire over hem van de Duitse cineaste Diane von Wrede. Je kunt de film nog steeds verkrijgen en ook de documentaire moet nog wel ergens op te diepen zijn.
Marcel Reich-Ranicki overleed op 18 september 2013 in Frankfurt-am-Main op een begenadigde leeftijd van 93 jaar. show less
Feb 8, 2007 (Edited)Dutch
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Una de les millors biografíes que he llegit. El millor crític de literatura que ha tingut alemanya explica la seva vida: Ghetto, nazisme, comunisme, món literari...
One of the best biographies I've read. The best German literary critic explains his life: Ghetto, Nazism, Communism, literary world...
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Jan 31, 2024Catalan
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Marcel Reich-Ranickis Autobiographie enthält viele Geschichten. Sie ist Liebesgeschichte, Freundschaftsgeschichte, Literaturgeschichte und Erfolgsgeschichte in einem. Überlagert aber sind sie alle von den Wundern einer Überlebensgeschichte. Deren triumphale Krönung ist dieses Buch, vor allem der zweite Teil. Mit ihm wird Marcel Reich-Ranicki lange weiter leben.
added by Indy133
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Common Knowledge
- Canonical title
- The Author of Himself: The Life of Marcel Reich-Ranicki
- Original title
- Mein Leben
- Original publication date
- 1999
- People/Characters
- Marcel Reich-Ranicki
- Related movies
- Mein Leben – Marcel Reich-Ranicki
- Dedication*
- Für Teofila Reich-Ranicki und Andrew Alexander Ranicki
- First words*
- Es war Ende Oktober 1958 auf einer Tagung der "Gruppe 47" in der Ortschaft Großholzleute im Allgäu.
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- Biography & Memoir, Literature Studies and Criticism
- DDC/MDS
- 830.9 — Literature & rhetoric German & related literatures German literature and literatures of related languages History, description, critical appraisal of works in more than one form
- LCC
- PT67 .R436 .A3 — Language and Literature German, Dutch and Scandinavian literatures German literature Literary history and criticism
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