Friedrich Heer (1916–1983)
Author of The Medieval World: Europe, 1100-1350
About the Author
Image credit: Image © ÖNB/Wien
Series
Works by Friedrich Heer
The Intellectual History of Europe, Volume I: From the Beginnings of Western Thought to Luther (1968) 14 copies
The Intellectual History of Europe, Volume II: The Counter-Reformation to 1945 (1968) 12 copies, 1 review
Hegel 4 copies
Terror religioso, terror político. 2 copies
Die 10 Gebote Heute. Band 1 = The 10 Commandments Today. Volume 1 = Les 10 commandements et l'époque actuelle. Tome 1 — Author — 1 copy
Glaube und Unglaube 1 copy
Evropské duchovní dějiny 1 copy
Bohatší život 1 copy
Věčnost začíná dnes 1 copy
Bohatší život 1 copy
Sprung Ueber Den Schatten 1 copy
Associated Works
The Austrian Mind: An Intellectual and Social History, 1848-1938 (1972) — Foreword, some editions — 140 copies, 3 reviews
Predigten und Schriften — Editor, some editions — 3 copies
Humanismus, Renaissance und Reformation. Heilige, Ketzer, Reformatoren. (Epochen der Weltgeschichte in Biographien, Band 25) (1983) — Author — 3 copies
Der Dom zu St. Stephan; Festschrift zur Wiedereröffnung des Albertinischen Chors, A. D. 1952 — Contributor — 1 copy
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Common Knowledge
- Canonical name
- Heer, Friedrich
- Other names
- Gohde, Hermann
- Birthdate
- 1916-04-10
- Date of death
- 1983-09-18
- Gender
- male
- Education
- University of Vienna (PhD)
- Occupations
- Historiker
Redakteur
Schriftsteller - Awards and honors
- Wiener Preis für Geisteswissenschaften (1950)
Martin Buber-Franz Rosenzweig Medaille (1968)
Grosser Österreichischer Staatspreis (1972)
Donauland-Sachbuchpreis (1981) - Nationality
- Austria
- Birthplace
- Vienna, Austria, Austro-Hungarian Empire
- Places of residence
- Wien, Österreich
- Place of death
- Vienna, Austria
- Associated Place (for map)
- Austria
Members
Reviews
Ein halbes Jahr habe ich daran herumgekaut, aber es war es wert. Ein Werk, das zu rezensieren kaum möglich ist. Gespickt mit Knallerzitaten, stellt es in seiner Tiefe mit Abstand jedes historische Werk, sei es Buch oder Film, dass ich bisher wahrnehmen konnte in den Schatten.
Ein Pflicht- und Lesebuch für alle an Morbus Austriacus erkrankten und auch ein Heilmittel.
"Verglichen mit dem, was Österreich war, sind wir jetzt provinziell. Wittgenstein, Freud, alles Produkte der Kaiserzeit. show more Danach kam nur noch Friedrich Heer." (Bruno Bettelheim in den Salzburger Nachrichten vom 10.9.1991).
"Der geniale Friedrich Heer, ein rückwärts gewandter Prophet, der im eigenen Land nichts galt; mit diesem Buch schrieb er einen Ariadnefaden durch das Labyrinth der verhängnisvollen österreichischen Geschichte: der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts." (Gerhard Roth, 2000)
Karl-Markus Gauss:
"«Der Kampf um die österreichische Identität» ist eines von Heers Hauptwerken betitelt, das jetzt, zum 80. Geburtstag des 1983 verstorbenen Autors, neu aufgelegt wurde. Mit verzweifelter Polemik, die noch in den über zweitausend Fussnoten funkelt, sucht Heer den «Kampf» widerstreitender Orientierungen, Mentalitäten, Ängste um Herz und Hirn der Österreicher zu fassen. Und er sieht diesen Kampf nicht nur in verschiedenen historischen Gestalten personifiziert – den mythisierten Kaiser Franz Joseph deutet er beispielsweise als engstirnigen deutschen Fürsten, der die Chancen seines Reiches nie erahnte und es folglich mit bürokratischem Starrsinn zu Tode regierte; nein, dieser Kampf um Österreich tobt für Heer gewissermassen in jedem Österreicher selber.
In grossem Bogen – den seither keiner mehr so faszinierend geschlagen hat – verbindet er die Ketzerrevolten in den Alpentälern des 16. Jahrhunderts mit der deutschnationalen Bewegung, wie sie im 20. Jahrhundert gerade in jenen Regionen besonders stark war, die einst von den Habsburgern mit dem Schwert in den Schoss der katholischen Kirche zurückgezwungen wurden. Wie kühne Revolten, die einstmals blutig unterdrückt wurden, über die Jahrhunderte fortwirken, ihren Impuls verändern, zu bornierten Geheimreligionen mutieren, wie also gerade aus den Rebellionen wider Habsburg noch viel später der entfesselte Deutschnationalismus seine Kraft beziehen konnte, das ist ein tragisches Motiv der österreichischen Geschichte, wie sie Heer in seinem vertrackten «Kampf um die österreichische Identität» entwirft.
Diese grandiose, sich oftmals verlierende, verstiegene, passagenweise kaum verständliche und geradezu hermetische, dann wieder schon in den Nebensätzen und Seitenbemerkungen faszinierende Studie, mit der Heer noch einmal die Summe ziehen wollte, ist 1981, als sie zum erstenmal erschien, nur mit lindem Spott und brachialem Unverstand aufgenommen worden. Vor allem in Deutschland versicherte man einander in Dutzenden gutgelaunter Rezensionen, dass dieser österreichische Polyhistor doch wirklich ein wahrer Wirrkopf sei: unverständlich seine zusammenhanglosen Exkurse, aberwitzig das ganze Konzept . . . " show less
Ein Pflicht- und Lesebuch für alle an Morbus Austriacus erkrankten und auch ein Heilmittel.
"Verglichen mit dem, was Österreich war, sind wir jetzt provinziell. Wittgenstein, Freud, alles Produkte der Kaiserzeit. show more Danach kam nur noch Friedrich Heer." (Bruno Bettelheim in den Salzburger Nachrichten vom 10.9.1991).
"Der geniale Friedrich Heer, ein rückwärts gewandter Prophet, der im eigenen Land nichts galt; mit diesem Buch schrieb er einen Ariadnefaden durch das Labyrinth der verhängnisvollen österreichischen Geschichte: der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts." (Gerhard Roth, 2000)
Karl-Markus Gauss:
"«Der Kampf um die österreichische Identität» ist eines von Heers Hauptwerken betitelt, das jetzt, zum 80. Geburtstag des 1983 verstorbenen Autors, neu aufgelegt wurde. Mit verzweifelter Polemik, die noch in den über zweitausend Fussnoten funkelt, sucht Heer den «Kampf» widerstreitender Orientierungen, Mentalitäten, Ängste um Herz und Hirn der Österreicher zu fassen. Und er sieht diesen Kampf nicht nur in verschiedenen historischen Gestalten personifiziert – den mythisierten Kaiser Franz Joseph deutet er beispielsweise als engstirnigen deutschen Fürsten, der die Chancen seines Reiches nie erahnte und es folglich mit bürokratischem Starrsinn zu Tode regierte; nein, dieser Kampf um Österreich tobt für Heer gewissermassen in jedem Österreicher selber.
In grossem Bogen – den seither keiner mehr so faszinierend geschlagen hat – verbindet er die Ketzerrevolten in den Alpentälern des 16. Jahrhunderts mit der deutschnationalen Bewegung, wie sie im 20. Jahrhundert gerade in jenen Regionen besonders stark war, die einst von den Habsburgern mit dem Schwert in den Schoss der katholischen Kirche zurückgezwungen wurden. Wie kühne Revolten, die einstmals blutig unterdrückt wurden, über die Jahrhunderte fortwirken, ihren Impuls verändern, zu bornierten Geheimreligionen mutieren, wie also gerade aus den Rebellionen wider Habsburg noch viel später der entfesselte Deutschnationalismus seine Kraft beziehen konnte, das ist ein tragisches Motiv der österreichischen Geschichte, wie sie Heer in seinem vertrackten «Kampf um die österreichische Identität» entwirft.
Diese grandiose, sich oftmals verlierende, verstiegene, passagenweise kaum verständliche und geradezu hermetische, dann wieder schon in den Nebensätzen und Seitenbemerkungen faszinierende Studie, mit der Heer noch einmal die Summe ziehen wollte, ist 1981, als sie zum erstenmal erschien, nur mit lindem Spott und brachialem Unverstand aufgenommen worden. Vor allem in Deutschland versicherte man einander in Dutzenden gutgelaunter Rezensionen, dass dieser österreichische Polyhistor doch wirklich ein wahrer Wirrkopf sei: unverständlich seine zusammenhanglosen Exkurse, aberwitzig das ganze Konzept . . . " show less
My mind was formed with an appreciation of the relatively tidy Middle Ages available to the English speaker, the history of the island of Great Britain. This is a differing view of the larger questions that arise with an education arising from a Central European framework. It is an essential book to the previous generation of medievalists. Though there are some signs that this work was originally begun under the Nazi regime, the framework demonstrated here is a valuable item in creating a show more broader world view than the strictly British/North American focus. show less
A very thorough and in depth study of the Holy Roman Empire. It can be somewhat difficult to follow the authors train of thought at times as he will jump around in the timeline, sometimes seemingly at random. He also will use the names of various European monarchs without specifying which one he is talking about, which can lead to confusion as the monarchs of the times tended to share names.
2413 The Medieval World: Europe 1100-1350, by Friedrich Heer translated from the German by Janet Sondheimer (read 30 Sep 1991) This is a superlative book, though it has some disturbing things on medieval intolerance one doesn't often hear about. The first chapter drug some, but one can only stand in amazement at some of the chapters which display the author's sure command of his subject. The book is full of interesting things. I don't remember ever hearing of Ramon Lull before (1235-1315), show more who is a fascinating character and still has an article in today's Britannica. He was stoned to death in Tunis in 1315 at the age of 80. The book is full of fascinating insights. show less
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