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About the Author

Image credit: Walter Jens addressing the Akademie der Künste, 2005 [credit: Etan Tal; grabbed from Wikimedia Commons]

Works by Walter Jens

Kindlers Neues Literaturlexikon, 22 Bde. (1988) 40 copies, 1 review
Der Blinde 7 copies
Dialogue with Hans Kung (1996) 7 copies
Elfelejtett arcok regény (1952) 6 copies
Die vier Evangelien (1998) 5 copies
Warum ich Christ bin (1979) 5 copies
Der Fall Judas (1975) 4 copies
Herr Meister. (1974) 4 copies
Die Friedensfrau (1989) 4 copies
Von deutscher Rede (1982) 4 copies
Republikanische Reden (1976) 3 copies
Reden (1989) 3 copies
Die Grossen Band I/2 Phidias bis Cicero (1977) — Contributor — 3 copies
Die Grossen Band. II/1 Cäsar bis Ptolemäus (1977) — Contributor — 3 copies
Dietrich Fischer-Dieskau (1994) 2 copies
Zur Antike (1978) 2 copies
Der barmherzige Samariter (1975) 2 copies
Reden zum Sport (2009) 1 copy
Unser Uhland: Tübinger Reden (2013) 1 copy, 1 review
Tekstanalyse (1987) 1 copy
Das weiße Taschentuch (1994) 1 copy
Ahasver 1 copy

Associated Works

Tragedies (0499) — Afterword, some editions — 793 copies, 15 reviews
Die Grossen Band I/1 Imhotep bis Aischylos (1977) — Contributor, some editions — 3 copies

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7 reviews
Edition: // Descr: 21 v. // Series: Call No. { } Shelved in Kade German Center, 116 Lawrence : Encycopaedia // //
Edition: // Descr: 157 p. 20.5 cm. // Series: Call No. { } Shelved in Kade German Center, 116 Lawrence : Literatur Geschichte // //
Edition: // Descr: 157 p. 20.5 cm. // Series: Call No. { } Shelved in Kade German Center, 116 Lawrence : Literatur Geschichte // //
Walter Jens hat mit diesen Uhland-Betrachtungen (1987, zum 200. Geburtstag) ein Meisterwerk analysierender Feinfühligkeit und rhetorischer Kraft geschaffen, nach dem man lange suchen muss. Ein Genuss jede einzelne Zeile, eine liebevoll gekonnte, nie schmeichlerische, realistische Umschreibung eines ganz Großen, dessen Größe heute leider viel zu wenige richtig würdigen.

Es sind tiefe, gehaltvolle, reich gebildete Naturen, denen ein Dämon, ein Tick die Lippen schließt. Uhland wird als show more echter Schwabe charakterisiert:

Uhland selbst sieht sich als ungefälligen Holzklotz, einen Tüftler und Boiler, dem das Schreiben kaum geläufiger von der Hand ging als das Reden vom Mund.

An einem Brief arbeitete er eben so lange wie an einem Drama.

Nichts macht ihm mehr Spaß, als alle Ehrenkäsigkeiten und öffentliche Zurschaustellungen abzulehnen, ihnen weit aus dem Weg zu gehen.

Grazie, Urbanität und Posiererei waren nicht Uhlands Sache. Das Reden aber mit einem Hirten ein unsägliches Vergnügen, von ihm geleimt zu werden führte letzten Endes zum "Droben stehet die Kapelle" , ein Gedicht über die Wurmlinger Kapelle im Ammertal. Vgl. dazu auch: Die schwäbische Schule und die Wurmlinger Kapelle.

Wenn Uhland unterwegs war, hatte er immer ein Notizbuch dabei, in dem er sich notierte, wer der Hilfe bedurfte.

Uhland schrieb mitten aus dem Volk, für es und weniger für sich.

Der Dichter war nur ein Teil seines Lebens, ein früher, klarer, berührend tiefgehender. Andere sollten folgen: die des unermüdlichen Politikers und des Gelehrten.

Herman Bausinger antwortet im zweiten Teil des Buches ebenso gekonnt wie Walter Jens in seiner Rede dem Uhlandlob die Flügel hob, er fügt dem Titel Unser "Uhland" ? allerdings ein Fragezeichen hinzu. Nicht um zu protestieren, sondern um zu sehen, was sich in den 20 Jahren bis 2007 im Bild Uhlands verändert habe. Er geht weit zurück in der Rezeption Uhlands, vom ersten Denkmal bzw. der Reden über 1937 bis ins heute - mit wunderschönen Präzisierungen und Detailkenntnissen.

Mir geblieben ist ein Hinweis auf Stefan Hermelin, der in einem Tübinger Hölderlinvortrag von der Verwendbarkeit der Kunst als einem der schrecklichstem Aspekte derselben redete. Uhland hatte sich früh geimpft gegen alle Interpretationen - sie waren ihm schlicht egal. Dass er dennoch Anlass gab und gibt zu vielen schlechten Interpretationen, liegt meines Erachtens nur daran, dass sich die Betreffenden nie wirklich mit ihm auseinandergesetzt haben. Dieses Buch ist insgesamt ein erster, notwendiger Einstieg, um die ganze Breite dieses schlichten, unprätentiösen Könners nachzuempfinden.

2013
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