Raymond Radiguet (1903–1923)
Author of The Devil in the Flesh
About the Author
Image credit: Raymond Radiguet vers 1918.
Works by Raymond Radiguet
Das Fest Roman 1 copy
Les Pélican 1 copy
Associated Works
Het neusje van de zalm een feestelijke bloemlezing uit Querido's 'vlaggetjesreeks' (1986) — Contributor — 7 copies
Tagged
Common Knowledge
- Canonical name
- Radiguet, Raymond
- Legal name
- Radiguet, Raymond Maurice
- Other names
- Monsieur Bébé
- Birthdate
- 1903-06-18
- Date of death
- 1923-12-12
- Gender
- male
- Education
- Lycée Charlemagne
- Occupations
- novelist
poet
playwright
essayist - Organizations
- Littérature, Revue (Collaborateur, 1919)
L'Eveil (Journaliste, 1918)
Le Rire, Journal (Journaliste, 1918) - Relationships
- Cocteau, Jean (mentor)
Radiguet, Maurice (father) - Cause of death
- typhus
- Nationality
- France
- Birthplace
- Saint-Maur-des-Fossès, Paris, France
- Place of death
- Paris, France
- Burial location
- Cimetière du Père-Lachaise, Division 56, Paris, Île-de-France, France
- Associated Place (for map)
- Paris, France
Members
Reviews
Der Teufel im Leib: Der moderne Klassiker in neuer Übertragung von Hinrich Schmidt-Henkel (Gesellschaftsromane) by Raymond Radiguet
Das Erscheinen des Buches 1923 war ein Skandalon: Ein 15jähriger und eine verheiratete 18jährige beginnen ein amouröses Verhältnis, während der betrogene Gatte als Soldat im 1. Weltkrieg kämpft. Was heute vermutlich keinen Hund mehr hinter dem Ofen vorlocken würde, sorgte damals für weitreichendes Entsetzen in Frankreich. Nicht genug der moralischen Verwerflichkeit, nein, auch dass einer der in Frankreich hoch verehrten Kämpfer von 1914/18 schamlos hintergangen wurde, man ihm den show more Tod wünschte und zuguterletzt ein Kuckuckskind unterschob - das war mehr als ausreichend für einen Aufschrei in der Gesellschaft dieser Nachkriegszeit.
Doch ist das Grund genug dieses Buch auch heute noch zu lesen? Wohl kaum, wenn es nicht bemerkenswerte Einblicke in eine Liebesbeziehung gewähren würde, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Radiguet beschreibt in einem klaren, nüchternen fast schon kalt zu nennenden Ton aus der Sicht des heranwachsenden Liebhabers die Entwicklung dieses jugendlichen Verhältnisses. Schnell wird klar, dass diese Liebe geprägt ist durch seinen Egoismus, wie wohl in diesem Alter nicht unüblich. Doch auch wenn dem jungen Mann dies stets auf's Neue bewusst wird und er reumütig versucht sein Verhalten zu ändern, tritt seine Ichbezogenheit alsbald wieder zu Tage.
Radiguet vermittelt Einsichten und Erkenntnisse (nicht nur) über die Liebe, deren Bedeutung ebenso damals wie heute Gültigkeit haben und wohl auch alle Zeit überdauern werden.
Ich habe sowohl das Buch wie das Hörspiel 'konsumiert' und empfehle trotz eines hervorragenden Vorlesers (ideal besetzt: die etwas blasiert klingende Stimme von Christian Erdmann) die Papierversion: Dem leicht altertümlichen Stil (der sich jedoch flüssig lesen lässt) ist in der Audioversion nur konzentriert zu folgen, zu leicht verliert man den Faden. Auch liest man manche Passagen gerne ein zweites Mal was beim Hörbuch nur etwas umständlich möglich ist. show less
Doch ist das Grund genug dieses Buch auch heute noch zu lesen? Wohl kaum, wenn es nicht bemerkenswerte Einblicke in eine Liebesbeziehung gewähren würde, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Radiguet beschreibt in einem klaren, nüchternen fast schon kalt zu nennenden Ton aus der Sicht des heranwachsenden Liebhabers die Entwicklung dieses jugendlichen Verhältnisses. Schnell wird klar, dass diese Liebe geprägt ist durch seinen Egoismus, wie wohl in diesem Alter nicht unüblich. Doch auch wenn dem jungen Mann dies stets auf's Neue bewusst wird und er reumütig versucht sein Verhalten zu ändern, tritt seine Ichbezogenheit alsbald wieder zu Tage.
Radiguet vermittelt Einsichten und Erkenntnisse (nicht nur) über die Liebe, deren Bedeutung ebenso damals wie heute Gültigkeit haben und wohl auch alle Zeit überdauern werden.
Ich habe sowohl das Buch wie das Hörspiel 'konsumiert' und empfehle trotz eines hervorragenden Vorlesers (ideal besetzt: die etwas blasiert klingende Stimme von Christian Erdmann) die Papierversion: Dem leicht altertümlichen Stil (der sich jedoch flüssig lesen lässt) ist in der Audioversion nur konzentriert zu folgen, zu leicht verliert man den Faden. Auch liest man manche Passagen gerne ein zweites Mal was beim Hörbuch nur etwas umständlich möglich ist. show less
Anfang des letzten Jahrhunderts ist dieses Buch erschienen – weshalb sollte man das jetzt noch lesen? Gibt es nicht genügend aktuelle Bücher mit vermutlich weniger altmodischer Sprache?
Weil es Ansichten und Darstellungen vermittelt wie es auch heute nur wenigen Büchern gelingt. Und nicht zu vergessen: geschrieben von einem 17jährigen!
Der 15jährige Ich-Erzähler verliebt sich in die 18jährige Marthe, die kurz darauf Jacques heiratet, der Soldat im ersten Weltkrieg ist. Dennoch show more beginnen die Beiden eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die eine Vielzahl unterschiedlichster Gefühle in dem jungen Mann hervorruft.
Radiguet beschreibt sehr gelungen die unsteten Empfindungen, wie sie für Pubertierende nicht unüblich sind. Es ist keine unschuldige, selbstlose Liebe, sondern von seiner Seite meist mehr von Egoismus und Narzissmus geprägt, was der junge Mann aber auch immer wieder selbst erkennt ohne dass er sein Verhalten jedoch langfristig ändert. Man möchte diesen Menschen schütteln für Sätze wie „Es beleidigte mich aber, dass Marthe in einem Trennungsbrief nicht von Selbstmord sprach. Ich fand sie kalt.“, aber kurz darauf in die Arme nehmen für Aussagen wie diese: „Wer wegen der Liebe nicht arbeitet, ist darum kein Faulenzer. Die Liebe spürt dunkel, dass einzig die Arbeit wirklich von ihr ablenken kann.. Daher sieht sie die Arbeit als Rivalin. Und Rivalen duldet sie nicht.“
Das Hörbuch ist mit Christian Erdmann wunderbar besetzt. Seine jugendliche Stimme verkörpert auf gelungene Art und Weise die Arroganz wie auch die Ratlosigkeit des jugendlichen Liebhabers – man kann sich kaum einen besseren Sprecher vorstellen. Dennoch ziehe ich das Buch vor: Es gibt so viele Sätze und Aussagen in diesem Roman die man zweimal lesen möchte (oder auch dreimal ;-)), sich anstreichen und herausschreiben möchte – bei einem Hörspiel ist das eher schwierig. Also werde ich nun noch das Buch lesen :-) show less
Weil es Ansichten und Darstellungen vermittelt wie es auch heute nur wenigen Büchern gelingt. Und nicht zu vergessen: geschrieben von einem 17jährigen!
Der 15jährige Ich-Erzähler verliebt sich in die 18jährige Marthe, die kurz darauf Jacques heiratet, der Soldat im ersten Weltkrieg ist. Dennoch show more beginnen die Beiden eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die eine Vielzahl unterschiedlichster Gefühle in dem jungen Mann hervorruft.
Radiguet beschreibt sehr gelungen die unsteten Empfindungen, wie sie für Pubertierende nicht unüblich sind. Es ist keine unschuldige, selbstlose Liebe, sondern von seiner Seite meist mehr von Egoismus und Narzissmus geprägt, was der junge Mann aber auch immer wieder selbst erkennt ohne dass er sein Verhalten jedoch langfristig ändert. Man möchte diesen Menschen schütteln für Sätze wie „Es beleidigte mich aber, dass Marthe in einem Trennungsbrief nicht von Selbstmord sprach. Ich fand sie kalt.“, aber kurz darauf in die Arme nehmen für Aussagen wie diese: „Wer wegen der Liebe nicht arbeitet, ist darum kein Faulenzer. Die Liebe spürt dunkel, dass einzig die Arbeit wirklich von ihr ablenken kann.. Daher sieht sie die Arbeit als Rivalin. Und Rivalen duldet sie nicht.“
Das Hörbuch ist mit Christian Erdmann wunderbar besetzt. Seine jugendliche Stimme verkörpert auf gelungene Art und Weise die Arroganz wie auch die Ratlosigkeit des jugendlichen Liebhabers – man kann sich kaum einen besseren Sprecher vorstellen. Dennoch ziehe ich das Buch vor: Es gibt so viele Sätze und Aussagen in diesem Roman die man zweimal lesen möchte (oder auch dreimal ;-)), sich anstreichen und herausschreiben möchte – bei einem Hörspiel ist das eher schwierig. Also werde ich nun noch das Buch lesen :-) show less
"Just as a bee plunders in order to enrich the hive, a lover enriches his love with every passing desire that besets him in the street. It is his mistress who benefits from this accumulation. "
‘The Devil in the Flesh’ is the story of an unnamed narrator who begins a tumultuous love affair at the age of 16 with a 20 year old married woman whose husband is away fighting at the front during WWI. The affair is soon discovered by family, friends and neighbours and naturally it can only end in show more tragedy.
The book is fairly short but it is also quite intense and well written. However, what made this more interesting for me was the back story to it. Radiguet was only 17 or 18 himself when he wrote it, a similar age as his two lead characters, and it is semi-autobiographical because he had a similar experience himself when he was only 14. This was a WWI novel yet the war is barely mentioned but it was first published when many of the wounds of that great conflict were still fresh. This was also Radiguet's first published novel, he wrote one more novel and a collection of poetry before he died at the age of 20 from typhoid.
The story is told in the first person and due to the minor age differences between his lead and himself Radiguet was able to capture the obsessive emotions of the narrator perfectly, and a the doomed relationship that slips from bliss to tragedy as it slides towards its devastating conclusion. The narrator is naïve and candid, amoral and callous yet the language is also displays a certain cynicism and innocence. The novel is still in print today, over a hundred years after it was first published showing that Radiguet could easily have become one of the great French literary masters had he lived longer. Yet his work is relatively unknown.
So why didn't I enjoy it more? The themes would be considered a lot less controversial today than they were when first published in France in 1923 and whilst I admire the writing style the story itself failed to really grip me in truth. As I said previously the author's own life intrigued me more. show less
‘The Devil in the Flesh’ is the story of an unnamed narrator who begins a tumultuous love affair at the age of 16 with a 20 year old married woman whose husband is away fighting at the front during WWI. The affair is soon discovered by family, friends and neighbours and naturally it can only end in show more tragedy.
The book is fairly short but it is also quite intense and well written. However, what made this more interesting for me was the back story to it. Radiguet was only 17 or 18 himself when he wrote it, a similar age as his two lead characters, and it is semi-autobiographical because he had a similar experience himself when he was only 14. This was a WWI novel yet the war is barely mentioned but it was first published when many of the wounds of that great conflict were still fresh. This was also Radiguet's first published novel, he wrote one more novel and a collection of poetry before he died at the age of 20 from typhoid.
The story is told in the first person and due to the minor age differences between his lead and himself Radiguet was able to capture the obsessive emotions of the narrator perfectly, and a the doomed relationship that slips from bliss to tragedy as it slides towards its devastating conclusion. The narrator is naïve and candid, amoral and callous yet the language is also displays a certain cynicism and innocence. The novel is still in print today, over a hundred years after it was first published showing that Radiguet could easily have become one of the great French literary masters had he lived longer. Yet his work is relatively unknown.
So why didn't I enjoy it more? The themes would be considered a lot less controversial today than they were when first published in France in 1923 and whilst I admire the writing style the story itself failed to really grip me in truth. As I said previously the author's own life intrigued me more. show less
A sixteen-year-old adolescent falls in love with a twenty-year-old married woman. Her fiancé (and later husband) is off fighting in the Great War, and the two carry on their relationship more or less frankly while he is away. The villlage disapproves.
This was short, and most of it was very good.
The book focuses almost solely on the inner life of its main character -- an adolescent experiencing love while society does not consider him an adult. It reminded me a lot of James Joyce’s A show more portrait of the artist as a young man, especially in how spot-on and how evocative Joyce’s descriptions of adolescence were; Le diable au coeur shares that strength. The desire for things that lose their appeal as soon as you voice them, the immediacy of feelings, the impatience, the way expectations are constantly adjusted to reality (and vice versa), resulting in contradictory behaviour and mood swings… Radiguet got things exactly right.
Still, in places I thought this novella dragged things out a little, kept treading water instead of moving forward. Also, the resolution (if it can be called that) felt a little like a cop-out. But I’m glad I read this: its strengths more than outweigh its weaknesses. show less
This was short, and most of it was very good.
The book focuses almost solely on the inner life of its main character -- an adolescent experiencing love while society does not consider him an adult. It reminded me a lot of James Joyce’s A show more portrait of the artist as a young man, especially in how spot-on and how evocative Joyce’s descriptions of adolescence were; Le diable au coeur shares that strength. The desire for things that lose their appeal as soon as you voice them, the immediacy of feelings, the impatience, the way expectations are constantly adjusted to reality (and vice versa), resulting in contradictory behaviour and mood swings… Radiguet got things exactly right.
Still, in places I thought this novella dragged things out a little, kept treading water instead of moving forward. Also, the resolution (if it can be called that) felt a little like a cop-out. But I’m glad I read this: its strengths more than outweigh its weaknesses. show less
Lists
Awards
You May Also Like
Associated Authors
Statistics
- Works
- 16
- Also by
- 3
- Members
- 1,826
- Popularity
- #14,087
- Rating
- 3.6
- Reviews
- 31
- ISBNs
- 200
- Languages
- 17
- Favorited
- 4


























