Nicolas Mathieu (1) (1978–)
Author of And Their Children After Them
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Works by Nicolas Mathieu
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Common Knowledge
- Legal name
- Mathieu, Nicolas
- Birthdate
- 1978-06-02
- Gender
- male
- Education
- Université de Metz (Maîtrise, Arts du spectacle
- Occupations
- Romancier
Journaliste - Awards and honors
- Prix Goncourt (2018)
- Nationality
- France
- Birthplace
- Epinal, Vosges, Grand-Est, France
- Map Location
- France
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Reviews
Hélène hat erreicht, wovon sie als Jugendliche geträumt hat. Sie hat einen Abschluss einer renommierten Hochschule, einen gut bezahlten Job, einen erfolgreichen Mann und zwei Töchter – der soziale Aufstieg aus der Arbeiterklasse ist geglückt. Doch eine Depression und die Überforderung bringen sie und ihre Familie aus Paris zurück in die lothringische Provinz. Zunächst erholt sie sich, doch bald schon stellen sich die alten Gefühle wieder ein und sie droht erneut abzustürzen. Doch show more dann trifft sie Christophe wieder, den Eishockeyspieler, den sie als Teenager anhimmelte und mit dem sie versucht das nachzuholen, was sie lange entbehrte.
Der Prix Goncourt Preisträger Nicolas Mathieu hat sich einem Thema angenommen, dass auch in der autobiografisch geprägten Literatur seit einiger Zeit omnipräsent ist und wofür nicht zuletzt Annie Ernaux jüngst den Literaturnobelpreis erhielt. „Connemara“ folgt einer jungen Frau, die geprägt ist vom Arbeitermilieu mit seinen spezifischen Werten und Lebensentwürfen, die jedoch als junges Mädchen schon ahnt, dass das Leben mehr zu bieten hat und die sich den sozialen Aufstieg hart erkämpft. Den zweiten Schwerpunkt des Romans bildet jene Krise, die immer mehr erfolgreiche Menschen schon früher als die klassische Midlife-Crisis zu treffen scheint: beruflich wie privat alles erreicht, ein Leben wie aus dem Bilderbuch, das dann mit Wucht von einer Depression und der Frage nach dem Sinn getroffen wird.
Trotz allem Erfolg legt Hélène nie das Gefühl ab, nicht zu genügen. So sehr sie an sich arbeitet, sie kann ihre Herkunft nicht ablegen und muss in aller brutaler Härte erfahren, dass sie als Frau auch immer beim Aufstieg in die höchsten Etagen den Kürzeren ziehen wird. Dem Takt der Großstadt kann sie entfliehen, doch auch in der Provinz gelten letztlich dieselben Regeln. Die Affäre mit Christophe scheint der Ausweg, doch letztlich bringt das auch nur das, was eine Affäre ist: eine kurzzeitige Befriedigung.
Christophe ist ein interessanter Gegenentwurf, obwohl als Ehemann - und eigentlich auch als Vater - gescheitert und beruflich weit weniger erfolgreich als Hélène wird er zur Sehnsuchtsfigur aus einer Erinnerung heraus. Er lebt in der Vergangenheit, will alte Erfolge im Sport wieder heraufbeschwören, die ihm die Bewunderung von Mädchen einbrachte. Doch auch für ihn hat das Leben andere Pläne.
Gemeinsam ist beiden eine Unzufriedenheit. Auch wenn Träume verwirklicht werden konnten, hat das Leben die Erwartungen nicht erfüllt und ist im Jetzt gespickt von Enttäuschungen, Problemen und einem Gefühl der Verzweiflung.
Die Stärke Mathieus liegt ganz ohne Frage darin, das Empfinden seiner Figuren greifbar zu machen. Sowohl die jugendlichen wie auch die erwachsenen Figuren wirken authentisch und transportieren das Lebensgefühl einer Generation von Aufsteigern, die hart arbeiten, sich anpassen und am Ende erkennen, dass das Glück doch nicht auf sie wartet. Ein starkes Portrait einer modernen Art von verlorener Generation. show less
Der Prix Goncourt Preisträger Nicolas Mathieu hat sich einem Thema angenommen, dass auch in der autobiografisch geprägten Literatur seit einiger Zeit omnipräsent ist und wofür nicht zuletzt Annie Ernaux jüngst den Literaturnobelpreis erhielt. „Connemara“ folgt einer jungen Frau, die geprägt ist vom Arbeitermilieu mit seinen spezifischen Werten und Lebensentwürfen, die jedoch als junges Mädchen schon ahnt, dass das Leben mehr zu bieten hat und die sich den sozialen Aufstieg hart erkämpft. Den zweiten Schwerpunkt des Romans bildet jene Krise, die immer mehr erfolgreiche Menschen schon früher als die klassische Midlife-Crisis zu treffen scheint: beruflich wie privat alles erreicht, ein Leben wie aus dem Bilderbuch, das dann mit Wucht von einer Depression und der Frage nach dem Sinn getroffen wird.
Trotz allem Erfolg legt Hélène nie das Gefühl ab, nicht zu genügen. So sehr sie an sich arbeitet, sie kann ihre Herkunft nicht ablegen und muss in aller brutaler Härte erfahren, dass sie als Frau auch immer beim Aufstieg in die höchsten Etagen den Kürzeren ziehen wird. Dem Takt der Großstadt kann sie entfliehen, doch auch in der Provinz gelten letztlich dieselben Regeln. Die Affäre mit Christophe scheint der Ausweg, doch letztlich bringt das auch nur das, was eine Affäre ist: eine kurzzeitige Befriedigung.
Christophe ist ein interessanter Gegenentwurf, obwohl als Ehemann - und eigentlich auch als Vater - gescheitert und beruflich weit weniger erfolgreich als Hélène wird er zur Sehnsuchtsfigur aus einer Erinnerung heraus. Er lebt in der Vergangenheit, will alte Erfolge im Sport wieder heraufbeschwören, die ihm die Bewunderung von Mädchen einbrachte. Doch auch für ihn hat das Leben andere Pläne.
Gemeinsam ist beiden eine Unzufriedenheit. Auch wenn Träume verwirklicht werden konnten, hat das Leben die Erwartungen nicht erfüllt und ist im Jetzt gespickt von Enttäuschungen, Problemen und einem Gefühl der Verzweiflung.
Die Stärke Mathieus liegt ganz ohne Frage darin, das Empfinden seiner Figuren greifbar zu machen. Sowohl die jugendlichen wie auch die erwachsenen Figuren wirken authentisch und transportieren das Lebensgefühl einer Generation von Aufsteigern, die hart arbeiten, sich anpassen und am Ende erkennen, dass das Glück doch nicht auf sie wartet. Ein starkes Portrait einer modernen Art von verlorener Generation. show less
A somewhat-provoking novella that lands itself back in the very muddy waters it's attempting to free itself from. While sometimes enlivening and (almost) unique, Rose Royal denudes its main character's strength through the laziness of domestic violence as an endpoint.
The story is written from a European, pessimistic, realistic viewpoint I don't often see in English (and do deeply appreciate), and we spend the 80-odd pages with two losers that (should) uncomfortably remind us of ourselves if show more things had just turned out a little different. Unfortunately—and despite these strengths—the novella is fairly pointless other than to meditate on female pain.
Which might be your thing.
But it's not for me. show less
The story is written from a European, pessimistic, realistic viewpoint I don't often see in English (and do deeply appreciate), and we spend the 80-odd pages with two losers that (should) uncomfortably remind us of ourselves if show more things had just turned out a little different. Unfortunately—and despite these strengths—the novella is fairly pointless other than to meditate on female pain.
Which might be your thing.
But it's not for me. show less
Very entertaining. The French culture was of course Fun, the story is good, but what made the book really work was the under current of a society, indeed a world, having a similar crisis that two forty-something people frustrated and coming to terms with the second half and dwindling end of their story. It’s that feeling of angst, a pregnant angst that fills you with a foreboding-things are going to get worse. The vibe is stubborn. Because the political climate and the environmental show more climate are spinning out of control. When you are nostalgic for your bad childhood…..Oy. show less
Translated from French - a short and depressing book - Rose is middle-aged, still beautiful, though life has not been overly kind. By the end it’s unclear if that is the result of her own bad choices. She is a mid-level employee, long divorced, with kids grown and spends her free time at a local bar. That is where she meets Luc, over the situation of a dying dog, which might be an omen for their relationship. Nevertheless, they begin dating and though Rose tells herself repeatedly that she show more won’t let Luc have the upper hand, she isn’t very good at listening. Handsome but a bit shady and quite uncommunicative, Luc is someone Rose is definitely settling for, falling into old patterns of behavior. As much as she wants to be strong and independent, even purchasing a pistol for her own defense, (Fear had to switch sides. p 12) she lacks the self worth to make it happen. Though the author offers some thoughtful social commentary about male-female power dynamics, he doesn’t offer much hope. Re : online dating: ‘ those innumerable solitary existences, numbed by online spending frenzies and TV dinners, were the very fabric of modernity and the networks it spawned. They were the gold deposits of our time. It was from this mass of separation and suffering that Big Tech made its fortune. Billions of dollars were milked from this worldwide woe.’ 30 show less
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