Otfried Höffe
Author of Immanuel Kant
About the Author
Otfried Hoffe is Professor and Chair of Philosophy at the University of Tubingen.
Works by Otfried Höffe
Politische Gerechtigkeit: Grundlegung einer kritischen Philosophie von Recht und Staat (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (1987) 22 copies
Lesebuch zur Ethik - Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart (1998) 20 copies, 1 review
Ciceros Staatsphilosophie: Ein kooperativer Kommentar zu ›De re publica‹ und ›De legibus‹ (Klassiker Auslegen, 64) (German Edition) (2017) 5 copies
Einführung in die utilitaristische Ethik: Klassische und zeitgenössische Texte (Uni-Taschenbücher S): Klassische und zeitgenössische Texte (2008) 4 copies
F. W. J. Schelling Ueber Das Wesen Der Menschlichen Freiheit (Klassiker Auslegen) (German Edition) (2024) 4 copies
Den Staat braucht selbst ein Volk von Teufeln. Philosophische Versuche zur Rechts- und Staatsethik. (1988) 2 copies
Wirtschaftsbürger, Staatsbürger, Weltbürger: Politische Ethik im Zeitalter der Globalisierung (2004) 2 copies
Can Virtue Make Us Happy?: The Art of Living and Morality (English and English Edition) (2010) 2 copies
Immanuel Kant: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (Klassiker Auslegen, Band 41) (2010) 2 copies
Ethik in disruptiven Zeiten: Gesammelte Schriften zu Medizinethik, Naturethik und Wissenschaftsethik (German Edition) (2025) 1 copy
Sittlich-politische Diskurse : philosophische Grundlagen, politische Ethik, biomedizinische Ethik (1981) 1 copy
Associated Works
Tagged
Common Knowledge
- Canonical name
- Höffe, Otfried
- Birthdate
- 1943-09-12
- Gender
- male
- Education
- University of Münster, Germany
University of Tübingen, Germany
University of Saarbrücken
University of Munich, Germany - Occupations
- professor of philosophy
- Organizations
- University of Tübingen, Germany
- Awards and honors
- Karl-Vossler-Preis (2002)
- Nationality
- Germany
- Birthplace
- Leobschütz, Germany
- Places of residence
- Tübingen, Germany
- Associated Place (for map)
- Germany
Members
Reviews
Weisheit ist ein vielfältiges, komplexes, mehrdeutiges Phänomen. Es hängt ab von Raum und Zeit, von Kultur und Religion und vielem anderen. Eine überragende Fachkompetenz steht am Anfang valider Nachweise über ihr Vorhandensein. Dabei gelangen viele Menschen zur weisen (beruflichen) Könnerschaft, die aber nur bedingt in andere Bereich des Verhaltens überstrahlen. Erst eine umfassende Lebensweisheit im Zusammenleben mit anderen und der Natur erzielt ein Höchstmaß an Weisheit, die show more bleibt und den Menschen sanft umschließt, sogar auch in den Todesstunden.
Das Buch bietet Ursprünge und Anregungen satt aus unterschiedlichen Epochen und mithin einen reichen Fundus für eigene Weisheitsinhalte. Liebe, Gesundheit, Kinder, Freunde, Urlaub, Unterhaltungen, Spannung und Abwechslung sehen viele als Bestandteile für ein erfülltes Leben. Andere wollen Selbstständigkeit, Macht, Gewinn und immer mehr Geld. Für mich entscheidend wäre ein Beruf, der mich begeistert und der Arbeit im klassischen Sinn nicht mehr spüren lässt.
Das Buch bot mir einen anregenden Gang durch die Zeit, die Ideen vieler Philosophen und Denker, verstreut über alle Kontinente. Besonders spannend dann am Ende das Kapitel Weltweisheitserbe, in dem z.B. auch auf chinesisches Denken eingegangen wird. „Die Menschen konzentrieren sich auf das, was im Bereich ihres Wissens liegt, und erkennen nicht, wie sehr sie davon bestimmt werden, was jenseits davon zu finden ist.“
Dieses aus dem Daoismus stammende Denken wird bei Chinesen ergänzt durch den Konfuzianismus. Dort fordert z.B. ein Lehrer (Xuni), dass man den Geist von Aberglauben und Vorurteilen befreien solle. Chinesische Lehren sind weniger religiös als vielmehr dem normalen, verständigen, mitfühlenden, menschlichen Geist entsprungen, eine Richtung, die den monotheistisch intoleranten Religionen als Alternative entgegensteht.
Glück ist, wenn alles für Dich Sinn macht, sagte Diane Keaton. Und ganz am Ende lese ich im Grunde die Begründung für unser westliches, marktwirtschaftliches System, das viele als kapitalistisch negativ abkanzeln: „Wenn man Menschen sie selbst sein lässt, blühen sie auf.“ Leider gibt es dazu keine Quelle, vermutlich aber ist es die Spruchweisheit oder der zentrale Kalenderspruch liberaler Parteien. Dazu noch diese Aussage von Otfried Höffe: „Frühe Enttäuschungen sind heilsame Lehren.“
Ein höchst anregendes, kreatives weit gespanntes Buch, das weitere Grundierungen für meine Lieblingsaussage lieferte:
"Immer den Mut wie eine Flamme vor sich tragen,
nichts fürchten und nichts unmöglich nennen,
niemanden hassen, aber seinen Irrtum meiden,
alle lieben, aber das Vertrauen vorsichtig und weise verteilen."
(Prentice Mulford, Unfug des Lebens und des Sterbens) show less
Das Buch bietet Ursprünge und Anregungen satt aus unterschiedlichen Epochen und mithin einen reichen Fundus für eigene Weisheitsinhalte. Liebe, Gesundheit, Kinder, Freunde, Urlaub, Unterhaltungen, Spannung und Abwechslung sehen viele als Bestandteile für ein erfülltes Leben. Andere wollen Selbstständigkeit, Macht, Gewinn und immer mehr Geld. Für mich entscheidend wäre ein Beruf, der mich begeistert und der Arbeit im klassischen Sinn nicht mehr spüren lässt.
Das Buch bot mir einen anregenden Gang durch die Zeit, die Ideen vieler Philosophen und Denker, verstreut über alle Kontinente. Besonders spannend dann am Ende das Kapitel Weltweisheitserbe, in dem z.B. auch auf chinesisches Denken eingegangen wird. „Die Menschen konzentrieren sich auf das, was im Bereich ihres Wissens liegt, und erkennen nicht, wie sehr sie davon bestimmt werden, was jenseits davon zu finden ist.“
Dieses aus dem Daoismus stammende Denken wird bei Chinesen ergänzt durch den Konfuzianismus. Dort fordert z.B. ein Lehrer (Xuni), dass man den Geist von Aberglauben und Vorurteilen befreien solle. Chinesische Lehren sind weniger religiös als vielmehr dem normalen, verständigen, mitfühlenden, menschlichen Geist entsprungen, eine Richtung, die den monotheistisch intoleranten Religionen als Alternative entgegensteht.
Glück ist, wenn alles für Dich Sinn macht, sagte Diane Keaton. Und ganz am Ende lese ich im Grunde die Begründung für unser westliches, marktwirtschaftliches System, das viele als kapitalistisch negativ abkanzeln: „Wenn man Menschen sie selbst sein lässt, blühen sie auf.“ Leider gibt es dazu keine Quelle, vermutlich aber ist es die Spruchweisheit oder der zentrale Kalenderspruch liberaler Parteien. Dazu noch diese Aussage von Otfried Höffe: „Frühe Enttäuschungen sind heilsame Lehren.“
Ein höchst anregendes, kreatives weit gespanntes Buch, das weitere Grundierungen für meine Lieblingsaussage lieferte:
"Immer den Mut wie eine Flamme vor sich tragen,
nichts fürchten und nichts unmöglich nennen,
niemanden hassen, aber seinen Irrtum meiden,
alle lieben, aber das Vertrauen vorsichtig und weise verteilen."
(Prentice Mulford, Unfug des Lebens und des Sterbens) show less
Apr 2, 2025German
Der Philosoph Otfried Höffe, der am 25. September die Ehrendoktorwürde der Lettischen Universität erhielt (s. Kulturas forums, Nr. 40/2010), ist Professor für politische Philosophie in Tübingen und hat neben Schriften über Immanuel Kant und Ethik als eine seiner jüngsten Publikationen das Buch „Ist die Demokratie zukunftfähig?“ veröffentlicht.
Die scheinbare Ohnmacht westlicher Politik gegenüber den weltweit sich zuspitzenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Problemen show more hat das Vertrauen vieler Menschen in die Demokratie erschüttert. Otfried Höffe überprüft die Zukunftsfähigkeit der Demokratie anhand ihrer Leistungen und legt die Faktoren offen, die demokratische Systeme dazu befähigen, in wirksamer Weise Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen und damit letztlich ihre eigene Legitimationsgrundlage zu sichern. show less
Die scheinbare Ohnmacht westlicher Politik gegenüber den weltweit sich zuspitzenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Problemen show more hat das Vertrauen vieler Menschen in die Demokratie erschüttert. Otfried Höffe überprüft die Zukunftsfähigkeit der Demokratie anhand ihrer Leistungen und legt die Faktoren offen, die demokratische Systeme dazu befähigen, in wirksamer Weise Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen und damit letztlich ihre eigene Legitimationsgrundlage zu sichern. show less
Oct 26, 2010German
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